Zwei-Tore-Führung verschenkt

Einen bitteren Samstagnachmittag erlebten die Bayernliga-Fußballer des TSV Schwabmünchen. Gegen den FC Deisenhofen reichte es nur zu einem 3:3, obwohl die Schwarz-Weißen noch 15 Minuten vor dem Ende mit 3:1 führten. Doch ein Fußballspiel dauert nun mal 90 Minuten, manchmal sogar noch ein wenig länger. Am Ende für Schwabmünchen zu lange, denn der Ausgleichstreffer des FC Deisenhofen fiel in der Nachspielzeit.

Verdient war der Punkt für die biederen Gäste nicht, dass die Oberbayern ihn jedoch haben, das müssen sich die Schwabmünchner selbst zuschreiben. Auf der einen Seite waren genügend Torgelegenheiten da, um die Partie deutlicher zu gestalten. Auf der anderen Seite waren es wieder zwei ruhende Bälle, die zu den entscheidenden Gegentoren führten. Und dass, obwohl Deisenhofen „seit gefühlt einem Jahr nach einer Ecke nicht getroffen hat“, wie Trainer Andreas Pummer noch während der Partie feststellte.

Deisenhofen hatte zu Beginn mehr vom Spiel

Schwabmünchen ging im Vergleich zur Partie in Landshut mit zwei personellen Änderungen ins Spiel. Rückkehrer Lucas Kusterer rückte in die Vierkette, und schob so Luca Boyer auf die „Sechs“, der Noah Kusterer ersetzte. Im offensiven Zentrum begann Maximilian Krist statt Simon Paulus. Maik Uhde nahm, noch angeschlagen auf der Bank Platz.

Die ersten Minuten der Partie agierten die Gäste spielbestimmend, aber nicht zwingend. Schwabmünchens Angriffsversuche verpufften im Feld, da die Zuspiele oftmals zu ungenau waren. Nach etwas mehr als einer Viertelstunde hatten die Gastgeber dann ins Spiel gefunden. Der Lohn: Mit dem zweiten guten Angriff gelang die Führung. Richard Gumpinger kam von rechts frei in den Strafraum und bewies mit einem Rückpass auf Torschütze Manuel Schmid Übersicht.

Schwabmünchen kommt schlecht aus der Pause

Nach dem Seitenwechsel bot sich den Zuschauern dasselbe Bild wie zu Spielbeginn. Die Gäste waren am Drücker, dieses Mal mit mehr Torgefahr. Doch der junge Philip Bissinger im Schwabmünchner Tor reagierte mehrfach stark. Nach gut zehn Minuten konnte der Torhüter einen Schuss aus kurzer Distanz nicht festhalten, beim Nachfassen holte er einen Deisenhofer von den Beinen. Den fälligen Strafsto0ß versenkte Florian Schmid ohne Probleme.

Die Schwabmünchner Antwort dauerte nicht allzu lange. Nach feinem Zuspiel von Luca Boyer war Matteo Di Maggio auf dem linken Flügel durch und versenkten den Ball zur erneuten Schwabmünchner Führung. Die Gastgeber waren fortan die bessere Mannschaft auf dem Platz, versäumte es aber, weiter Tore zu machen. Chancen hierzu gab es reichlich.

Achim Speisers Freude über das erste Saisontor währt nicht lange

Nach 70 Minuten kam Achim Speiser für den glücklosen Richard Gumpinger. Ein Wechsel, der sich zu lohnen schien. Schon kurz nach seiner Einwechslung zwang er Deisenhofens Torhüter Obermeier mit einem starken Kopfball zu einer Glanzparade. Wenig später konnte dann endlich jubeln. Ein Zuspiel von Lucas Kusterer landete bei Speiser am kurzen Eck, der mit einer schnellen Drehung nach innen alle überraschte und den Ball sehenswert im Tor unterbrachte.

So sahen die Schwabmünchner eine Viertelstunde vor dem Ende wie der sichere Sieger aus. Die Schwarz-Weißen hatten durchaus noch weitere Möglichkeiten, den Sack zuzumachen. Stattdessen genügten den Gästen zwei schlecht verteidigte Standards, um zum Ausgleich zu kommen. „Das darf so nicht passieren“, stellte ein enttäuschter Emanuel Baum nach der Partie fest. „Mit Blick auf die nächsten Aufgaben dürfen wir nun aber nicht den Kopf in den Sand stecken. Wir müssen das Positive mitnehmen und nach vorn blicken“, ergänzt er.

TSV Schwabmünchen: Bissinger, L. Kusterer, L. Boyer (78. Paulus), Schmid, Moser, Muha, Aschner (60. Gmell), Di Maggio (83. Ammann), Krist (92. Heckmeier), P. Boyer, Gumpinger (70. Speiser)

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