TSV Schwabmünchen verkauft sich gegen SSV Ulm teuer

Es war der im Vorfeld erwartete Leckerbissen. Die Vorbereitungspartie des TSV Schwabmünchen gegen den SSV Ulm sorgte für gute Unterhaltung bei den gerade einmal knapp 200 Zuschauern. Der eher schwache Besuch war am Ende der einzige Makel an einem netten Fußballabend. Die Ulmer erwiesen sich als starker Gegner, der vor allem die Schwabmünchner Defensive forderte.

Der 3:1-Erfolg der Spatzen war am Ende verdient, wobei die Schwabmünchner mit ein wenig mehr Schussglück auch noch einen zweiten Treffer für sich verbuchen hätten können. „Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden“, so Schwabmünchens Trainer Emanuel Baum nach der Partie.

Blitzstart: TSV Schwabmünchen geht nach 37 Sekunden in Führung

Dabei haben die Schwabmünchner die Gäste aus der Regionalliga Südwest eiskalt erwischt. Denn bereits nach 37 Sekunden stellte Richard Gumpinger auf 1:0. Vorausgegangen war ein starker Steckpass von Philipp Boyer, Gumpinger umkurvte geschickt einen Ulmer Verteidiger und verwandelte eiskalt. Der frühe Treffer schien bei den Gästen jedoch wenig Wirkung zu zeigen, sofort drückten sie in Richtung Schwabmünchner Tor.

So dauerte es nur bis zur fünften Minute, bis der Ausgleich fiel. Der war ein Geschenk der Schwabmünchner Defensive, die im Spielaufbau schlampte und so den von Schwaben Augsburg nach Ulm gewechselten Achitpol Keereerom in Szene setzte, der nur noch einschieben musste. Auch nach dem Ausgleich blieben die Ulmer weiter am Drücker, und nach einer Viertelstunde war es erneut Keereerom, der nach einer Ecke für die Gästeführung sorgte.

Danach verlief die Partie ausgeglichener, Schwabmünchens Defensive kam mit den Gästen immer besser zurecht und so kamen die Hausherren zu mehr Ballbesitz. Doch auch die Spatzen-Defensive zeigte eine gute Leistung, so entwickelte sich eine ansehnliche Partie, der nur die Torgelegenheiten fehlten. Die Beste hatte da noch Ulms Steffen Meurer, doch dessen Schuss war am Ende eine sichere Beute von Fabio Zeche im Schwabmünchner Tor.

TSV Schwabmünchen: Viele Wechsel zur zweiten Hälfte

In der Pause tauschten die Ulmer ihre komplette Mannschaft aus und auch bei den Schwabmünchnern gab es die ersten vier Wechsel. Auch taktisch reagierten die Schwabmünchner. „Wir hatten in der ersten Hälfte ein bisschen Unordnung drin. Da haben wir nachgearbeitet und das auch gut umgesetzt“, so Emanuel Baum.

Die Schwabmünchner hatten die Ulmer in der Tat besser im Griff, auch wenn die Gäste weiterhin spielbestimmend waren. So dauerte es bis zur 56. Minute, ehe der Regionalligist durch Lucas Röser seinen dritten Treffer feiern konnte. Schwabmünchen hatte danach nochmals die Chance zu verkürzen, doch Maximilian Krist traf nur den Pfosten. Am Ende bleibt ein verdienter Ulmer Sieg gegen eine gut dagegenhaltende Schwabmünchner Mannschaft.

Auch der sportliche Leiter Matthias Vogel zeigte sich zufrieden. „Wir hatten 40 Prozent Ballbesitz. Und da hat die Mannschaft versucht, nach vorn zu spielen. Das ist in Ordnung.“

TSV Schwabmünchen: Zeche, L. Kusterer, Berger (46. Moser), L. Boyer (88. Drexel), Schmid (79. Köbler), Aschner (46. M. Uhde), Paulus (46. Muha), Di Maggio (46. Krist), P. Boyer (85. Sedlmeir), Gumpinger (72. Högg), Speiser (62. Emirzeoglu)

SSV Ulm 1846 Fußball: Vater, Kopf, Hülsenbusch (46. Röser), Hoppe (46. Ehe), Mrden, Lockl (46. Negele), Goller (46. Müller), Keereerom, Meuer (46. Gölz), Sevik Schiedsrichter: Meixner (Augsburg) - Zuschauer: 188 - Tore: 1:0 Gumpinger (1.), 1:1 Keereerom (5.), 1:2 Keereerom (16.), 1:3 Röser (56.)

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