Tolle Moral wird nicht belohnt

Nach 96 Minuten lagen die Schwabmünchner völlig fertig am Boden. Das Endergebnis von 1:3 auf der Videowand spiegelt dabei nicht das wider, was vor allem in der zweiten Hälfte auf dem Platz geschehen ist. Trotz Unterzahl waren die Hausherren die spielbestimmende Mannschaft, kamen zum Anschluss, belohnten sich am Ende jedoch nicht mit dem verdienten Ausgleich. Somit warten die Schwarz-Weißen weiter auf den ersten Punkt in der Bayernliga.

„Das Spiel ist in der ersten Viertelstunde vom Schiedsrichter kaputt gemacht worden“, schimpfte Schwabmünchens Trainer Emanuel Baum nach der Partie. Damit spielt Schwabmünchens Trainer auf zwei Szenen an. Die Erste führte zur Roten Karte von Maximilian Muha, der nach zehn Minuten wegen einer vermeintlichen Notbremse vom Feld musste. „Beide ziehen und zerren, dass kann man auch gegen den Stürmer pfeifen“, so Baum. Keine fünf Minuten später versagte Schiedsrichter Hummel nach einem klaren Heimstetter Handspiel im eigenen Strafraum den fälligen Elfmeter.

Schwabmünchen läuft in der Anfangsphase nur hinterher

Die Anfangsphase der Partie ging klar an die Gäste aus Oberbayern. „Wir haben in der ersten Hälfte viel Gutes gezeigt“, so SVH-Trainerin Sarah Romert. Vor allem in den ersten 15 Minuten spielten die Heimstetter so, wie es die Konkurrenz erwartet hatte. Im Stile einer Spitzenmannschaft waren sie den Schwabmünchnern immer einen Schritt voraus. Das wirkte sich schon nach fünf Minuten aus, als der wenig überzeugende Schiedsrichter Andreas Hummel den Gästen einen Strafstoß zusprach. Keeper Lasse Holthuis soll in seinen Augen einen Gegner zu Boden gebracht haben. Doch der machte seinen vermeintlichen Fehler wieder gut und hielt den Elfer.

Fünf Minuten später war Holthuis dann machtlos, ein starker Angriff der Gäste führte zum 0:1. Nur wenig später folgte die Rote Karte für Muha. Zu diesem Zeitpunkt sah es nicht gut für die Schwabmünchner aus. Kurz danach wurde den Gastgebern auch noch ein Strafstoß verweigert. Nach 21 Minuten schien dann auch die Vorentscheidung gefallen, denn nach einem erneut sehenswerten Spielzug stellte Heimstetten auf 0:2. Bis kurz vor der Pause passierte wenig, ehe Schwabmünchen auf einmal Morgenluft witterte. Die Gäste kamen besser ins Spiel und zu guten Chancen. So sorgte nur die Latte dafür, dass Di Maggio noch vor der Pause den Anschluss hätte herstellen können.

Trotz Unterzahl war Schwabmünchen nach der Pause das bessere Team

Nach dem Seitenwechsel passierte lange Zeit nicht viel, Schwabmünchen kontrollierte die Gäste und kam besser in die Partie, auch weil die Gäste in Augen ihrer Trainerin in der zweiten Hälfte „unfassbar schlecht waren.“ Schwabmünchen erhöhte den Druck und belohnte sich nach einer Stunde. Robin Glöckle bewies im Strafraum Übersicht und legte den Ball quer auf Philipp Gmell, der für den Anschluss sorgte. Fortan waren die Gastgeber am Drücker. „Das war unfassbar, was die Jungs da gezeigt haben“, so TSV-Trainer Emanuel Baum.

Am Ende reichte es jedoch nicht für den verdienten Ausgleich. „Ein Punkt wäre heute verdient gewesen“, so Baum. So kam es, wie es kommen musste, Schwabmünchen drückte und die Gäste nutzten den einen Konter zum 1:3. Trotz der bitteren Niederlage zeigt sich Emanuel Baum zuversichtlich: „Wenn wir nächste Woche so auftreten, werden wir uns belohnen.“

TSV Schwabmünchen: Holthuis, L. Kusterer, L. Boyer, Gmell (75. Gumpinger), Moser (71. Schmid), Muha, Aschner (87. Berger), Di Maggio, P. Boyer (84. n. Kusterer), Uhde, Glöckle (84. Emirzeoglu)

SV Heimstetten: da Silva-Pötzinger, Ezeala (46. Rüther), Günzel, May, Riglewski, Steimel, Müller, Sakhi Zada, Girtler (75. Goebl), Leitl (61. Kehl), Lindner (66. Penski)

Schiedsrichter: Hummel (Betzigau) - Zuschauer: 300

Tore: 0:1 Steimel (9.), 0:2 Girtler (20.), 1:2 Gmell (60.), 1:3 Riglewski (90.+5)

Rot: Muha (10. TSV Schwabmünchen/Notbremse)

Besondere Vorkommnisse: Riglewski (SV Heimstetten) scheitert mit Foulelfmeter an Torwart Holthuis (5.).

Ⓒ TSV 1863 Schwabmünchen Abt. Fußball. Impressum. Datenschutz.

Fußball - TSV Schwabmünchen 1863 e.V.