„Defensiv wieder besser agieren“, das war die Vorgabe von Schwabmünchens Trainer Emanuel Baum vor der Partie beim FC Ismaning. Zuletzt präsentierten sich die Schwabmünchner immer mal wieder wackelig im Abwehrverbund. Nach dem Spiel in Ismaning war eines klar: Die Botschaft des Trainers ist beim Team angekommen. Beim 2:1-Erfolg des Aufsteigers im Münchner Nordosten war nämlich vor allem die Defensivarbeit der Schlüssel zum Erfolg.
„Wir haben dass, was wir uns vorgenommen haben, richtig gut umgesetzt“, so Baum nach der Partie. Und in der Tat, die Gastgeber bissen sich an der Schwabmünchner Defensive die Zähne aus. Und dass, obwohl die Schwarz-Weißen wieder kräftig umbauen mussten. Robin Glöckle und Simon Ammann gesellten sich zu den Ausfällen von Philipp Boyer und Maxi Aschner. Für Glöckle rückte Achim Speiser in die Startelf, Maximilian Muha bekam den Vorzug vor Luca Boyer und Philip Gmell übernahm die Position von Maximilian Krist.
Wie erwartet begann Gastgeber Ismaning druckvoll, doch Schwabmünchen stand defensiv fokussiert und lies wenig zu. Einzig nach knapp sechs Minuten sorgte Lucas Kusterer für leicht erhöhten Puls bei den Schwabmünchner Anhängern. Dirket vor dem Strafraum schlug er ein Luftloch, doch Ismanings Siegfried Kübler nahm das Geschenk nicht an und traf nur den Pfosten. Sonst hatten die Schwabmünchner die oberbayrische Offensive gut im Griff, sodass die Gastgeber bestenfalls bei Eckbällen halbwegs gefährlich wurden.
Nach etwas mehr als einer Viertelstunde konnten auch die Schwabmünchner ihre erste richtig gute Chancen notieren, doch auch Achim Speiser traf nur den Pfosten. Matteo Di Maggio machte es nach 23 Minuten besser. Schon alleine die akrobatische Balleroberung vor dem Tor durch Maik Uhde war sehenswert. Noch schöner war aber Uhdes Zuspiel, als er den Ball mit chirurgischer Präzision für Di Maggio in die Gasse spielte, sodass dieser frei vor dem Tor leichtes Spiel hatte und die Schwabmünchner Führung besorgte. In der Folgezeit dominierten die Ismaninger zwar die Partie, fanden aber kein wirkliches mittel gegen die Schwabmünchner Defensivarbeit.
Bitter für die Schwabmünchner, dass schon kurz vor der Pause zum ersten Mal das Verletzungspech zuschlug. Der starke Manuel Schmid musste runter, für ihn kam Tim Heckmeier ins Spiel. In der Pause war dann für Matthias Moser Schluss, er musste durch Benedikt Berger ersetzt werden und wenige Minuten nach dem Seitenwechsel war auch für Matteo Di Maggio das Spiel vorbei, für ihn kam Maxi Krist. „So was ist extrem bitter. Aber die Einwechselspieler waren sofort voll da. Das war gut und wichtig“, so TSV-Trainer Baum.
Das Spiel selbst konnten die Schwabmünchner in der zweiten Hälfte offener gestalten. Torgelegenheiten gab es so auf beiden Seiten wenig. Bis zur 70. Minute. Erneut war es Maik Uhde, der mit einem genialen Pass Achim Speiser auf die Reise schickte. Der bewies vor dem Tor Übersicht und legte auf den mitgelaufenen Simon Paulus quer - 2:0. Auch danach gelang es den Schwarz-Weißen, Ismaning vom eigenen Tor fernzuhalten.
Die Schlussphase wurde hektisch
Bis zur 79. Minute. Ein harmlos wirkender hoher Ball auf die halblinke Seite sorgte für das nächste schöne Tor. Ismanings Stefan Lovic erkannte nach dem Ball, dass TSV-Torhüter Fabio Zeche zu weit vor seinem Kasten stand und überwand diesem mit einem Lupfer aus gut 18 Metern. Das war am Ende der einzige offensive Lichtblick der Gastgeber. Die waren in der Nachspielzeit nur noch zu zehnt, da Vito Liuzza nach einem Tritt gegen den am Boden liegenden Tim Heckmeier die Rote Karte sah.
Für Schwabmünchen waren es drei wichtige Punkte, aber auch drei weitere Verletzte und einen gesperrten Spieler, da Lucas Kusterer die fünfte Gelbe Karte sah.