Schwere Aufgabe in Pipinsried

Dass der TSV Schwabmünchen als Aufsteiger in die Bayernliga nach zwei Spieltagen ohne Punkte dasteht, ist noch kein Beinbruch. Zwar wäre zum Auftakt in Kottern mehr drin gewesen, doch noch ist dies kein Problem. Probleme haben die Schwarz-Weißen an anderer Stelle. Denn dem Trainerduo Emanuel Baum und Sebastian Deutscher gehen in Sachen Kader langsam die Alternativen aus.
Für die Partie in Kottern müssen die Schwabmünchner auf mehr als zehn Spieler verzichten. „Das ist der Wahnsinn“, so Emanuel Baum. Bitter ist vor allem, dass durch die Ausfälle von Matthias Moser, Manuel Schmid und Maximilian Aschner gleich drei Spieler nicht zur Verfügung stehen, die auf der Außenverteidigerposition spielen können. Dazu kommen noch Fabio Zeche, Richard Gumpinger, Simon Ammann, Maximilian Högg, Dennis Sedlmeir, David Drexel und natürlich Kapitän Tim Uhde.

Schwabmünchen will trotz Personalsorgen nicht leer ausgehen

„Das hat schon in der Vorbereitung angefangen, immer wieder waren Spieler verletzt oder nicht da. Da ist auch schwer, sich einzuspielen“, so Baum. Trotzdem will er nicht von vorneherein die Partie beim FC Pipinsried (Samstag, 16 Uhr, Küchenstadel-Arena, Schiedsrichter Julian Perl, SV Pullach) abschenken. „Basti Deutscher und ich tüfteln viel an der optimalen Aufstellung. Wir werden eine gute Elf aufs Feld bringen“, ist Baum überzeugt.
Was es wohl nicht geben wird, ist eine Defensiv-Lösung wie gegen 1860 München. Da spielten die Schwabmünchner, durchaus erfolgreich, mit einer Fünferkette in der Abwehr. „Das ist aber nicht unser Spiel, das entspricht nicht unserem Naturell“, erklärt der Trainer. Wobei auch das Fehlen von Außenverteidigern diese Option schwer umsetzbar macht. „Wir wollen einen Punkt“, so Baum.

Pipinsried geht nach perfektem Saisonstart mit breiter Brust ins Spiel

Bei Gastgeber Pipinsried sieht es derweil deutlich besser aus. Die Oberbayern sind mit zwei Siegen in die Spielzeit gestartet, die Pokalniederlage in Schwabmünchen scheint vergessen zu sein. Da hatte der FCP noch einige Spieler nicht dabei, wie zum Beispiel Stürmer Florian Gebert. Der ehemalige Bobinger scheint gut in Form zu sein und hat schon dreimal getroffen. Achtmal haben die Pipinsrieder in den ersten beiden Spielen getroffen, daher ist Emanuel Baum gewarnt: „Wir müssen da gut verteidigen. Aber das ist uns im Pokal auch gelungen.“
Der enge Pipinsrieder Platz sieht Baum als möglichen Vorteil. „Das könnte uns dieses Mal entgegenkommen“, sagt er. Auch wenn die personelle Lage schwierig ist, sieht Baum eine Chance. „Wenn die Mannschaft die Leistung aus den Pokalspielen zeigt, geht was“, ist er überzeugt. Denn, „wir wollen nicht ewig auf die ersten Punkte warten.“

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