Das war nicht der Plan. Wenn auch ersatzgeschwächt, wollten die Schwabmünchner Bayernligafußballer beim Meister der Landesliga Nord, der SpVgg Landshut, nicht leer ausgehen. Klar war, dass es erneut eine gute Leistung benötigte, denn die Niederbayern scheinen den Schwung aus dem Aufstiegsjahr in die Bayernliga mitgenommen zu haben und spielen auch dort oben mit.
Der Schwabmünchner Plan ging nicht auf, am Ende unterlag der TSV mit 4:1. „Das war kein Vergleich zum Spiel gegen Hankofen“, so Sportdirektor Manfred Bock. „Es ist für mich nicht zu erklären, warum fast dieselbe Mannschaft, die in der Vorwoche auf dem Platz stand, so schwach aufspielt“, ergänzt Bock und schiebt noch „Das war ein Totalausfall“ nach.
Laut Bock hätten die Landshuter zur Pause durchaus höher führen können. Das 1:0 der Niederbayern resultierte, mal wieder, aus einem Standard. Landshuts Spielertrainer Sebastian Maier brachte den Ball hoch aus dem Halbfeld in den Strafraum, wo Lucas Biberger recht unbedrängt den Ball mit dem Kopf eine minimale Richtungsänderung verpasste. Philipp Bissinger im Schwabmünchner Tor hatte dadurch keine Chance mehr, den Ball abzuwehren. Schwabmünchens „Nummer drei“ kam in Landshut zu seinem Ligadebüt, da Fabio Zeche weiter ausfällt und Lasse Holthuis verhindert war.
„Er war in meinen Augen der beste Mann auf dem Platz“, so Manfred Bock über den jungen Torhüter. Der war auch an dem Fakt nicht unbeteiligt, dass es mit dem 1:0 in die Pause ging. Schwabmünchen fand in den ersten 45 Minuten kaum statt.
Vier Minuten nach Wiederanpfiff keimte kurz Hoffnung im Schwabmünchner Lager auf. Im feinen Zusammenspiel mit dem zur Pause eingewechselten Maximilian Krist erzielte Philipp Boyer mit seinem ersten Saisontreffer den Ausgleich. „Da kamen schon ein bisschen Gedanken an den FCA auf, der ja auch zurzeit gern die erste Hälfte verschläft und dann loslegt“, so Manfred Bock. Doch die Hoffnung des Schwabmünchner Sportdirektors war vergeben.
Denn nur wenige Minuten später stümperte die Schwabmünchner Defensive einen einfachen Ball zur Bogenlampe, die von zwei Schwarz-Weißen nicht geklärt werden konnte. Die Folge: Das 2:1. In der 70. Minute konnten es sich die Gastgeber gar noch leisten, einen etwas fraglichen Strafstoß neben das Tor zu setzen.
In den Schlussminuten machten die Gastgeber dann alles klar. Das 3:1 in der 80. Minute sah zwar schön herausgespielt auch, wenn aber die Abwehr kaum Gegenwehr leistet, ist es leicht, schön zu spielen. Ähnlich das 4:1. Ein schlampiger Spielaufbau, ein schneller Pass der Landshute rin die Tiefe und Tor. Bitter wurde es dann noch für Schwabmünchens Teo Köbler. Gerade eingewechselt wurde sein Zweikampf als letzter Mann gegen einen Landshuter als Notbremse gewertet und somit mit der Roten Karte geahndet. Manfred Bock hat da eine andere Meinung: „Beide ziehen und zerren, beide gehen zu Boden. Bei dem Spielstand kurz vor Schluss ist die Entscheidung überzogen.“
TSV Schwabmünchen: Bissinger, L. Boyer, Schmid (88. Köbler), Moser, Muha, Aschner (61. Ammann), Paulus, Di Maggio, P. Boyer, N. Kusterer, Gumpinger
Schiedsrichter: Egner (Bodenmais) – Zuschauer: 556
Tore: 1:0 Biberger (11.), 1:1 Boyer (49.), 2:1 Biberger (52.), 3:1 Biberger (81.), 4:1 Steer (88.)
Rot: Köbler (90. TSV Schwabmünchen)
Besondere Vorkommnisse: Steer (SpVgg Landshut) verschießt Foulelfmeter (70.).