Nur ein Punkt in Manching

Die Enttäuschung stand den Schwabmünchner Landesligafußballern nach dem Abpfiff ins Gesicht geschrieben. Beim Tabellenzehnten Manching mussten sich die Schwarz-Weißen, nach einem phasenweise wilden Spiel, mit einem 3:3 und somit nur einem Punkt zufrieden geben. Und dass es nicht zu mehr reichte, lag nicht am Gegner, sondern einzig und allein an den Schwabmünchnern selbst.

„Das war für uns enttäuschend“, so TSV-Kapitän Tim Uhde. Auch der Umstand, dass die Schwabmünchner aus einem 3:1-Rückstand noch ein 3:3 gemacht haben, war für Uhde kein Trost: „Das waren heute zwei verlorene Punkte.“ Auch Abteilungsleiter Germar Thiele war nach der Partie unzufrieden. „Da war vieles einfach zu leichtsinnig“, beklagte er.

Frühe Führung bringt keine Sicherheit

Eines der Schwabmünchner Probleme in Manching war schon in der Anfangsphase zu erkennen: Trotz mehr Spielanteile ging vor dem Tor nichts. Das änderte auch die Führung in nach einer Viertelstunde nicht. Nach starkem Einsatz von Richard Gumpinger musste Maximilian Aschner nur noch einschieben. Auch danach ließen die Schwarz-Weißen beste Chancen liegen. TSV-Trainer Emanuel Baum war an der Seitenlinie trotz der Führung im höchsten Grad unzufrieden.

Kein Wunder, denn viele vielversprechende Möglichkeiten nahm sich sein Team selbst, weil es immer wieder die falschen Entscheidungen traf. „Da war einiges dann viel zu kompliziert und nicht gut genug“, so der Trainer. Wie es effektiv und einfach geht, zeigten dann die Gastgeber kurz vor der Pause. Einem Ballgewinn nach einer Schwabmünchner Ecke folgte ein schneller Diagonalball und die komplette Schwabmünchner Restverteidigung war ausgehebelt – auch weil der Rückwärtsgang ein wenig behäbig war, wie Baum nach der Partie kritisierte. Dem 1:1 folgte nur wenige Sekunden später die Manchinger Führung. Lucas Kusterer vertändelte als letzter Mann den Ball und Manchings Torjäger bedankte sich mit dem 2:1.

Nackenschlag nach der Pause

Schwabmünchen kam mit dem sichtbaren Willen aus der Kabine, die Partie zu drehen. Daraus wurde aber erst einmal nichts. Direkt nach Wiederanpfiff vergab der TSV zwei hundertprozentige Tormöglichkeiten, musste aber in der 50. Minute das 3:1 hinnehmen. Matthias Moser ging an der Strafraumkante zu ungestüm in einen Zweikampf, der Gegner fiel. Elfmeter und 3:1. Aber die Schwabmünchner steckten nicht auf.

Es dauerte keine fünf Minuten, da keimte Hoffnung im Lager der Schwabmünchner auf, denn Matteo Di Maggio sorgte für den 3:2-Anschluss. Weitere vier Minuten später war es wieder Di Maggio, der den Ausgleich erzielte. Der Spitzenreiter hat sich eindrucksvoll zurückgemeldet, um sich auch zeitgleich wieder abzumelden. Denn statt das Momentum mitzunehmen, stagnierte das Spiel wieder. Selbst ein Platzverweis für Manching und 20 Minuten Überzahl konnten das Blatt nicht weiter wenden. Schwabmünchen drückte zwar, vergab aber zu viele Chancen.

„Defensiv haben wir heute drei Geschenke verteilt und in der Offensive so viele Chancen vergeben, dass es eigentlich für die ganze Rückrunde gereicht hätte“, war Trainer Emanuel Baum unzufrieden. Kapitän Tim Uhde brachte es nach dem Spiel auf den Punkt: „Wir müssen wieder dahin kommen, was uns in der Hinrunde ausgezeichnet hat.“

SV Manching: Obermeier, Eberwein, Oehler, Dexl, Meisinger, Posselt, Graßl, Jung, Schweiger (74. Daffner), Neumayer, Peric

TSV Schwabmünchen: Zeche, Kusterer, Schmid (67. Gmell), Moser, Uhde, Aschner (76. Ammann), Di Maggio (81. Krist), Boyer, Kusterer, Uhde, Gumpinger (65. Emirzeoglu) (79. Glöckle)

Schiedsrichter: Rösch (Nürnberg) - Zuschauer: 140

Tore: 0:1 Aschner (15.), 1:1 Posselt (44.), 2:1 Graßl (45.+1), 3:1 Graßl (50.), 3:2 Di Maggio (54.), 3:3 Di Maggio (58.)

Gelb-Rot: Peric (70. SV Manching)

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