Nach zwei Unentschieden: Schwabmünchen peilt den ersten Dreier der Saison an

So langsam fasst der TSV Schwabmünchen in der Bayernliga Fuß. Zwar ist der Aufsteiger nach zuletzt zwei Unentschieden in Folge weiter am Tabellenende, doch die Zuversicht wächst. Am Samstag ist mit dem SV Schalding-Heining (14 Uhr, Siegmund-Arena, Schiedsrichter Jonas Krzyzanowski, VfR Neuburg) ein Team zu Gast in Schwabmünchen, welches sich selbst im Abstiegskampf sieht.
Mit einem Erfolg hätten die Schwarz-Weißen sogar die Chance, das Tabellenende zu verlassen. Doch um dies zu erreichen müssen die Schwabmünchner zwei Dinge in den Griff bekommen: Die Anfälligkeit zu Gegentoren und die eigene Torquote. Mit Ausnahme der Partie in Kottern und dem 0:0 in Geretsried fing sich der Aufsteiger immer in den ersten 20 Minuten mindestens ein Gegentor ein. Vor des Gegners Tor ist es noch dürftiger. Von den fünf Toren der Schwarz-Weißen resultieren vier aus Elfmetern.

Trainer Emanuel Baum will den ersten Sieg am Strand feiern

„Wir wollen unbedingt drei Punkte“, so Trainer Emanuel Baum. Dabei ist er selbst am Samstag nicht dabei. „Ich bin mit der Familie im Urlaub, das war so abgesprochen“, erklärt er. „Ich hoffe, ich kann am Strand den Sieg feiern“, schiebt er nach. Die Arbeit an der Seitenlinie wird Sebastian Deutscher übernehmen, wie auch das Abschlusstraining. „Ich habe volles Vertrauen in ihn“, so Baum über seinen Co-Trainer.
Um zu siegen, weiß Baum auf was es – wieder – ankommt: „Die Anfangsphase muss wieder passen. So wie wir es in Geretsried gezeigt haben.“ Der Trainer will nicht immer einem frühen Rückstand hinterherlaufen. Fast noch wichtiger ist der Torerfolg. „Die Jungs wissen eigentlich, wie das geht“, so Baum. Er hat auch registriert, dass mittlerweile Chancen da sind. „Aber es fehlt auch das Glück. Die Gegner bekommen immer wieder noch ein Körperteil hin“ stellt er fest. Fakt ist aber auch, dass sein Team mitunter noch ein wenig zu kompliziert zu Werke geht.

Beim Gegner Schalding-Heining ist die Stimmung nicht die Beste

Bisher trafen die Schwabmünchner und das Team aus Passau nur in der Saison 2012/2013 aufeinander. Damals konnte jede Mannschaft das Heimspiel gewinnen. In dieser Spielzeit marschierten die Schaldinger von der Landesliga durch in die Regionalliga. Dort blieben sie acht Spielzeiten, ehe es 2022/2023 für ein Jahr zurück in die Bayernliga ging. Es folge ein Jahr in der Regionalliga, seit der Spielzeit 2024/2025 ist Schalding wieder Bayernligist.
Und die Erfolge der vergangenen Jahre sind Geschichte. In der Vorsaison wurden die Niederbayern 13, in dieser Spielzeit gab es erst fünf Punkte. Tiefpunkt dürfte am Dienstag die 1:5-Heimklatsche gegen Geretsried gewesen sein. Vor allem die Defensive der Schaldinger steht in der Kritik. Kein Wunder nach 15 Gegentoren. Trainer Heiko Schwarz nach der Partie: „Uns allen wurden die Augen geöffnet. Jetzt wissen wir, wo die Reise hingeht. Mit dem Gequatsche von Hurrafußball können wir aufhören. Jedem muss klar sein, was es im Grunde von Anfang an war: Es geht knallhart gegen den Abstieg.“ So stellte er zudem fest, dass die Mannschaft bislang in jedem Spiel Problem im Abwehrverhalten hatte.
Schwarz zieht seine Konsequenzen daraus und kündigt einen Kurswechsel an: „Wir werden unsere Vorgehensweise anpassen. Wir müssen mit allem, was wir haben, unser Tor verteidigen und in erster Linie hinten den Laden dicht kriegen. Auf das kommt es im Abstiegskampf an! Wir brauchen viel mehr Leidenschaft und Leben am Platz. Das sind Themen, die in erster Linie bei mir liegen. Aber es braucht auch Spieler, die diese Vorgaben mit Leben füllen.“

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