Drei Spiele, keine Punkte und kein Tor aus dem Spiel heraus. Der Start des TSV Schwabmünchen in die Fußball-Bayernliga hätte auch besser ausfallen können. Zumindest am vergangenen Wochenende in Pipinsried war für die Schwabmünchner mehr drin. Am Samstag gegen den SV Heimstetten soll es besser werden.
In der Heimpartie gegen die Oberbayern, (Samstag, 14 Uhr, Siegmund-Arena, Schiedsrichter Andreas Hummel, SG Betzigau/Wilpoldsried) sollen die ersten Zähler aufs Schwabmünchner Konto wandern. „Das muss unser Ansporn sein“, so Trainer Emanuel Baum vor dem Heimspiel gegen den SV Heimstetten.
Die angespannte Personallage der Schwabmünchner hat sich nicht wirklich gebessert. Zwar stehen Manuel Schmid und Maximilian Aschner wieder zur Verfügung, dafür fallen am Samstag Achim Speiser und Maximilian Krist aus. Richard Gumpinger und Fabio Zeche haben zwar wieder mittrainiert, doch ein Einsatz ist eher unwahrscheinlich. „Da ist das Risiko zu groß“, so Baum. Zumal Zeche-Vertreter Lasse Holthuis im Tor „seine Sache richtig gut macht.“
„Besser machen“ lautet das Motto der Schwabmünchner für ihre Zweikampfführung. Als „zu vorsichtig“ bezeichnet Emanuel Baum das Zweikampfverhalten des Aufsteigers. „Wir müssen uns in den Zweikämpfen steigern, körperlicher spielen“, so der Trainer. Vor allem gegen Pipinsried hat er da Defizite ausgemacht. Verbesserungsbedarf besteht auch bei der Torausbeute. Zweimal konnten die Schwabmünchner treffen, beide Male vom Elfmeterpunkt beziehungsweise im Nachschuss. Was nach drei Spielen fehlt, ist ein Tor aus dem Spiel heraus. „In der Offensive fehlt es und an Eingespieltheit. Da sind wir neu aufgestellt, aber durch Urlaub und Verletzungen läuft es da bisher nicht optimal“, so Baum.
Bei den Gästen steht mit Sarah Romert eine Frau als Cheftrainerin an der Seitenlinie. Die ehemalige Spielerin des FC Bayern ist seit der vergangenen Spielzeit in der Verantwortung. „Sie macht das nicht schlechter als ein Mann“, sagt Emanuel Baum über seine Kollegin. Die kann mit dem bisherigen Saisonverlauf nicht zufrieden sein. Der SVH wurde zu Saisonbeginn von vielen Seiten zu den Favoriten in der Bayernliga erkoren, hat bislang jedoch nur einen Punkt geholt.
Den gab es vorige Woche gegen Geretsried. Die Grundlage für den Punkt legte dabei Heimstettens Torhüter Fabian Scherger, der den Ball aus 70 Metern ins Geretsrieder Tor beförderte. „Das war eigentlich ein Befreiungsschlag“, stellte der Scherger später klar. Dass es bisher für Heimstetten nicht rund läuft, hat ähnliche Gründe wie in Schwabmünchen. Schon in der Vorbereitung fehlten wichtige Spieler und darunter leidet die Eingespieltheit.