Schwabmünchens Trainer Emanuel Baum ist gut gelaunt. Kein Wunder, denn nach seiner Rückkehr aus dem Krankenstand gab es gleich einen deutlichen 5:1-Sieg in Aystetten. "Für mich war es super, wieder dabei zu sein. Dass es dann auch noch so ein Ergebnis gab, hat es natürlich noch besser gemacht", freut sich der Trainer. Zumal auch der größte Kontrahent Durach zuletzt dreimal in Folge verloren hatte. "Wir können in den nächsten Spielen viel für uns entscheiden", so Baum über die Lage.
Den nächsten Schritt können die Schwabmünchner am Sonntag (15 Uhr, Siegmund-Arena, Schiedsrichter Markus Haase, ASV Burglengenfeld) gegen den FC Ehekirchen machen. Die Oberbayern stehen wie die letzten Gegner der Schwabmünchner im Abstiegskampf und werden daher nicht unterschätzt. "Die kommen zu uns und wollen Punkte mitnehmen", ist sich Baum sicher.
Dabei sind die Oberbayern denkbar schlecht in die Frühjahrsrunde gestartet. Nach einem 1:1 zum Auftakt gegen Hollenbach setzte es fünf Niederlagen in Folge. Ein Umstand, den Baum durchaus für gefährlich hält: "Man darf Ehekirchen nicht unterschätzen. Die haben gute Leute, das haben wir schon beim Hinspiel gesehen." Da gewann Schwabmünchen mit 3:2, musste aber bis zum Ende zittern. "Klar ist ein Heimsieg unser Anspruch, aber wir müssen das Spiel trotzdem konzentriert angehen", fordert Baum daher, der sich sicher ist, dass "Ehekirchen auf Punkte spielen wird, ja sogar muss."
Aufpassen müssen die Schwabmünchner dabei vof allem auf den spielenden Co-Trainer Christoph Hollinger, der mit zwölf Toren und sechs Vorlagen an der Hälfte der Ehekirchner Tore beteiligt war. Doch das hat dem FCE nicht viel geholfen, denn das Problem des Tabellenvierzehnten ist die Zahl der Gegentore. 56 sind es bisher, nur drei Teams der Liga haben noch mehr kassiert.
In Aystetten war Baum von den fünf Toren angetan. Vor allem, weil der Platz nicht der Beste war. Das wird sich am Sonntag ändern. "Das Feld bei uns sah super aus", urteilt er. Denn ein guter Rasen kommt dem Schwabmünchner Spiel entgegen. "Umso besser der Platz ist, umso besser ist unser Spiel", so der Trainer, denn "wir wollen mit Tempo spielen, nach zwei Kontakten den Ball weitergeben. Da ist es besser, wenn sich der Ball leichter kontrollieren lässt", erklärt der Trainer.
Nachdem dies vergangene Woche auch anspruchvollem Geläuf in Aystetten schon gut gelang, sind die Erwartungen an den Sonntag durchaus hoch. Dabei muss Baum jedoch auf zwei seiner Außenverteidiger verzichten. Manuel Schmid hat sich in Aystetten beim Aufwärmen verletzt. "Manu geht es besser, aber wir wollen noch kein Risiko eingehen", so Baum. Sein Vertreter Philip Gmell konnte nur eine Halbzeit spielen. "Da sieht es nach einem Bänderriss und einer längeren Pause aus", erklärt der Trainer. "Noch haben wir genug Spieler, um die Positionen zu besetzen", so Baum.
Bei dem anderen Verletzten sieht es langsam wieder besser aus. Muhammed Emirzeoglu ist wieder im Training und dürfte bald auch wieder im Kader sein. Simon Paulus, der seit Saisonstart fehlt, tastet sich langsam an den Spielbetrieb heran und Maximilian Muha ist ebenfalls im Aufbau. Für den anstehenden Endspurt sind dies durchaus wichtige Signale.