Von wegen Nachlassen. Auch wenn der TSV Schwabmünchen schon frühzeitig als Meister feststand und auch wenn die Liste der Ausfälle aktuell lang ist, bleiben die Schwarz-Weißen weiter hungrig. Mit einem 3:2-Erfolg gegen Dachau sorgte das Team von Emanuel Baum für das nächste Novum: Der TSV hat in der kompletten Saison kein Heimspiel verloren.
Doch bevor in der Siegmund-Arena gejubelt werden konnte, war erst einmal Abschied angesagt. Denn Sportdirektor Manfred Bock und der sportliche Leiter Matthias Vogel verabschiedeten mit Torhüter Lukas Schneider und Offensivspieler Konstantin Ott zwei Spieler, die in der kommenden Spielzeit nicht mehr für Schwabmünchen auflaufen werden. Schneider geht zum TSV Merching, Ott kehrt nach Murnau zurück.
Dass die Schwabmünchner im Saisonendspurt auf zehn Spieler verzichten müssen, war ihnen in der ersten Hälfte nicht anzumerken. Einzig zu Beginn waren die Gäste in Form von Torjäger John Haist einmal gefährlich, danach spielten nur noch die Hausherren. Zweimal scheiterte Konstantin Ott, ehe nach knapp 20 Minuten Maximilian Aschner nach einer Ecke im Strafraum am schnellsten schaltete und den Ball in die Maschen wuchtete. Mit dem 1:0 im Rücken marschierte Schwabmünchen weiter und zehn Minuten vor der Pause Maik Uhde ein starkes Zuspiel von Konstantin Ott zum hochverdienten 2:0. „Das war eine der besten Hälften in dieser Saison“, lobte Trainer Emanuel baum nach der Partie.
Nach der Pause verflachte die Partie ein wenig. In der 55. Minute konnte der sonst vollständig von der Schwabmünchner Defensive abgemeldete Dachauer Torjäger mit dem 2:1 ein Lebenszeichen senden. Dem Anschluss folgte die stärkste Phase der Gäste, die Hausherren hielten dem aber Druck stand. Erst in den Schlussminuten kam noch einmal Tempo ins Spiel. Zuerst sorgte Richard Gumpinger, nach starker Vorarbeit von Muhammed Emirzeoglu, für das 3:1, wenig später sorgte ein Eigentor der Schwabmünchner für Dachauer Jubel.
Nach dem 3:2-Erfolg gegen Dachau fehlt den Schwarz Weißen noch ein Sieg im letzten Saisonspiel in Kempten, um den Punkterekord des TSV Landsberg in der Landesliga Südwest einzustellen.
TSV Schwabmünchen Zeche, L. Kusterer, Schmid, T. Uhde (46. Högg), Aschner (85. Hacker), Di Maggio (76. Köbler), Boyer, N. Kusterer, Ott (58. Emirzeoglu), M. Uhde, Gumpinger
TSV Dachau Jakob, Ivanovic (58. Banipal), Milla Nava, Ngounou Djayo (67. Dafermos), Grotz (58. Barin), Pfeiffer (80. Masmanidis), Kosel, Löser (58. Özdemir), Burkic, Knöferl, Haist
Schiedsrichter Wenzlik (Velden) – Zuschauer 200
Tore 1:0 Aschner (18.), 2:0 M.Uhde (34.), 2:1 Haist (55.), 3:1 Gumpinger (87.), 3:2 Köbler (90. Eigentor)