Durchatmen beim TSV Schwabmünchen. Nach den zwei Punkteteilungen zum Auftakt ins Frühjahr ist gegen den TSV Aindling am Sonntag der erste Dreier gelungen. Die Partie war die erwartet schwierige Aufgabe, doch am Ende reichte es zu einem durchaus verdienten 1:0-Erfolg für den Landesliga-Spitzenreiter. Damit können die Schwabmünchner Verfolger Durach, der zu Hause gegen Ehekirchen einen Sieg einfuhr, auf Distanz halten.
Mit dem Erfolg konnten die Schwabmünchner einen kapitalen Fehlstart vermeiden. Nach den schwachen Rückrunden in den vergangenen beiden Spielzeiten bestand durchaus die Gefahr, dass dies zur Kopfsache hätte werden können. Die Gefahr ist nun gebannt – zumindest hofft das das Schwabmünchner Umfeld.
Schwabmünchen kam gut in die Partie und konnte auch die ersten offensiven Akzente setzen, wobei diese noch nicht zwingend waren. Die Gäste fanden sich nach zögerlichen Anfangsminuten dann immer besser im Spiel ein. So verlagerte sich das Geschehen in den Bereich zwischen den Strafräumen, gefährlich in Richtung eines der Tore ging es selten. Nach einer guten Viertelstunde wurden die Gäste stärker, während Schwabmünchen seine Fehleranzahl erhöhte.
Dass die Hausherren Fußballspielen können, bewiesen sie zum ersten Mal in der 24. Minute. Ein gut vorgetragener Angriff brachte den Ball zu Matteo Di Maggio, der im Strafraum zwei Aindlinger austanzte und dann auf den freien Maximilian Aschner zurücklegte. Der wiederum zielte deutlich zu hoch und vergab die bislang beste Chance des Spiels. Danach begab sich das Spiel wieder auf die Suche nach Niveau. Kurz vor der Pause gab es dann wieder etwas davon. Zuerst verpasst Aschner erneut eine gute Hereingabe, nur wenig später scheiterte Aindlings Torjäger Laurin Völlmerk mit einem Kopfball am stark reagierenden Fabio Zeche im Schwabmünchner Tor.
Nach dem Seitenwechsel zeigte sich dasselbe triste Bild wie in den ersten 45 Minuten. Bei den Gästen wurde man das Gefühl nicht los, dass sie nicht mehr zeigen können, während bei den Schwabmünchnern es nicht rund laufen wollte. Mit vielen leichten Fehlern machten diese sich das Leben selbst schwer. In der 55. Minute dezimierten sich die Gäste selbst. Nach einem Foul von Matthias Aschner nahe der Eckfahne – dieser sah dafür zu Recht Gelb – stieß Aindlings Marco Ruppenstein Aschner von hinten um und sah dafür Rot.
Doch nach den beiden vergangenen Spielen hat sich gezeigt, dass eine Überzahl für Schwabmünchen nicht gut sein muss. Die Hausherren schafften es nur selten, dies zu nutzen, agierten zu kompliziert. Erst in der 79. Minute gab es die Befreiung. Nachdem Di Maggio noch an Aindlings Torhüter Kevin Schmidt gescheitert war, prallte der Ball zu Maik Uhde an der Strafraumkante. Schwabmünchens Torjäger tanzte noch einen Gegner aus und versenkte den Ball zum 1:0 im langen Eck.
In der Folgezeit verpassten es die Hausherren, mit dem zweiten Treffer die Sache klarzumachen. So mussten die Schwabmünchner bis zum Ende um den wichtigen Sieg zittern. Schwabmünchens Trainer Emanuel Baum war am Ende froh um die drei Punkte, aber trotzdem nicht zufrieden: „Wir haben uns das Leben wieder schwer gemacht, zu kompliziert gespielt.“
TSV Schwabmünchen: Zeche, Kusterer, Schmid, Moser, Uhde (85. Berger), Aschner (60. Ammann), Di Maggio (86. Krist), Boyer (93. Gmell), Kusterer, Uhde, Gumpinger (77. Ott)
TSV Aindling: Schmidt, Stoll, Menhart, Burghart, Robinson (16. Gießer), Ruppenstein, Schöttl (90. Göttinger), Wagner, Müller (85. Thang), Neziri (64. Gastl), Völlmerk
Schiedsrichter: Kücük (Bruckmühl) - Zuschauer: 198
Tore: 1:0 Uhde (79.)
Rot: Ruppenstein (55. TSV Aindling)