Die "Dorfbuam" kommen

Die Schwabmünchner Bayernliga-Fußballer sind guter Dinge. Beim Training unter der Woche war die Stimmung gut, der Tenor für die Partie am Samstag gegen Hankofen (14 Uhr, Siegmund-Arena, Schiedsrichter Daniel Reich, SV Heubach) ist positiv. Kein Wunder, ist der Aufsteiger nunmehr seit vier Partien ungeschlagen und feierte zuletzt zwei Siege in Folge. Trotzdem haben die Schwarz-Weißen auch Respekt vor dem Gegner. Denn die SpVgg Hankofen-Hailing ist immerhin Tabellenzweiter und spielte in der vergangenen Saison noch in der Regionalliga.

Und der Blick auf die Tabelle zeigt, die Gäste möchten gerne dahin zurück. Das haben sie spätestens nach dem Heimsieg gegen den Spitzenreiter Pipinsried nochmals verdeutlicht. Auffällig ist, dass die „Dorfbuam“ – so nennen sich Kicker aus dem Niederbayrischen selbst – mit Blick auf die Tore eher zurückhaltend sind. 15 erzielte Tore ist aktuell ein durchschnittlicher Wert, beachtlich sind aber die sieben Gegentreffer. Vor allem, weil es drei davon am ersten Spieltag bei der einzigen Niederlage gab.

Die Gäste haben Sorgen zwischen den Pfosten – eigentlich

Die restlichen vier Gegentore verteilen sich auch sieben Spiele, zuletzt spielten die Hankofer dreimal in Folge zu null. Und dass, obwohl sie im Tor eigentlich ein Problem haben. Beide Stammtorhüter waren zuletzt außer Gefecht, daher stand die vergangenen beiden Partien Torwarttrainer Adrian Serowiec zwischen den Pfosten. Trotz mehr als einem Jahr Spielpause hielt er seinen Kasten sauber.

„Gegen einen solch defensivstarken Gegner müssen wir in der Offensive effizient sein. Dass wir das Können, haben wir zuletzt bewiesen“, so Schwabmünchens Trainer Emanuel Baum. Die Abwehr der Gäste hat viel Erfahrung aus der Regionalliga im Gepäck, da dürfen sich die Schwarz-Weißen Offensivkräfte auf eine große Herausforderung einstellen. „Es wird ein Prüfstein, aber die Liga hat gezeigt, dass jeder jeden schlagen kann“, so Baum.

Schwabmünchen muss die Defensive umbauen

In der Offensive sind die Hankofer zahlenmäßig nur besserer Ligaschnitt, dürfen aber trotzdem nicht unterschätzt werden. Aktuell ragt kein Akteur statistisch heraus. Trotzdem warnt Emanuel Baum „Wir müssen in jedem Fall hinten gut stehen, weil den Hankofener bei der Defensive ein Tor genügen kann.“ Im Vergleich zum Sieg in Pfaffenhofen muss Baum seine Abwehr umbauen, da Matthias Moser nach seiner Gelb-Roten Karten gesperrt ist. Dafür ist mit Lucas Kusterer ein weiterer Innenverteidiger wieder mit dabei.

„Eines ist klar, Hankofen wir ein harter Brocken. Da benötigen wir einen Sahnetag“, so Baum. „Da kommt körperlich und auch fußballerisch einiges auf uns zu“, ergänzt er. Positiv stimmt, dass der Aufsteiger zuletzt gezeigt hat, dass er Bayernliga kann.

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