Der zweite Punkt ist auf dem Konto

Das Wunschziel von drei Punkten hat der TSV Schwabmünchen gegen die Sportfreunde Schwaig nicht erreicht. Am Ende gab es einen Zähler, mit dem die Schwabmünchner nicht unzufrieden waren. „Wir lagen schnell zurück und haben gegen einen starken Gegner Moral bewiesen. Daher passt der Punkt“, so TSV-Trainer Emanuel Baum. Eine zutreffende Aussage, denn nach dem 2:0 der Sportfreunde nach zehn Minuten sah es mehr nach Debakel als nach Punkten für Schwabmünchen aus.

Doch nach rund 20 Minuten kam das Mentalitätsmonster der Schwabmünchner zum Vorschein und die Schwarz-Weißen begannen sich zu wehren. Der Lohn waren zwei Tore per Strafstoß. Schwaigs Trainer Christian Dornbeck haderte dabei mit dem Schiedsrichter und auch seinem Team.

Fußball-Bayernliga: TSV Schwabmünchen verschläft Anfangsphase

Das Spiel begann, trotz teilweise massiven Regens, mit viel Tempo. Auf beiden Seiten gab es die ersten Angriffsversuche, Schwabmünchen schien sogar einen Tick überlegen. Doch die Gäste aus dem Münchner Osten zeigten sich hocheffizient. Mit der ersten guten Torchance in der achten Minuten gingen die Schwaiger in Führung. Keine zwei Minuten erhöhten sie auf 2:0.

Es sah nach einem bitteren Abend für Schwabmünchen aus, da auch nach dem Doppelschlag das Spiel von den Gästen bestimmt wurde. Die kamen vorwiegend über die linke Seite und übten dort massiv Druck aus. Das schnelle und meist direkte Spiel der Sportfreunde wirkte beeindruckend. In dieser Phase schien es, als würde der Abend für die Schwabmünchner nicht schön enden.

TSV Schwabmünchen zeigt Moral und holt einen Punkt

Es dauerte nach dem 2:0 der Gäste etwas mehr als zehn Minuten, bis die Schwabmünchner den Doppelschlag verdaut hatten. Philipp Boyer setzte mit einem nicht ungefährlichen Schuss das erste offensive Lebenszeichen der Gastgeber nach den Gegentoren. Von da an waren die Schwarz-Weißen wieder Teil des Spiels, wobei auch die Gäste weiter gefährlich blieben. Nach einer guten halben Stunde stand dann der Schiedsrichter im Mittelpunkt. Nach einem Zweikampf im Schwabmünchner Strafraum forderten die Gäste vehement einen Elfer, doch der Pfiff blieb aus. Im direkten Gegenzug wurde Matteo Di Maggio im Strafraum gefoult und dieses Mal kam der Pfiff. Schwaigs Trainer Dornbeck bezeichnete die Situation als „dubios“. Matteo Di Maggio war dies egal, er verkürzte vom Punkt auf 1:2. Kurz nach dem Anschluss hatten viele Schwabmünchner den Torschrei schon wieder auf den Lippen, doch ein Schwaiger Verteidiger kratzte einen Schuss von Robin Glöckle noch von der Linie.

Zur Pause reagierte TSV-Trainer Baum und stellte um. Maik Uhde rückte auf die „Sechser“-Position von Simon Paulus, der Platz für den offensiven Richard Gumpinger machte. Und dies zeigte schneller Wirkung als gedacht, denn schon drei Minuten nach Wiederanpfiff wurde Maik Uhde im Schwaiger Strafraum gelegt. Wieder übernahm Di Maggio Verantwortung und erzielte cool den Ausgleich. Danach entwickelte sich ein offenes Spiel, in dem beide Teams die Möglichkeit hatten, das Spiel für sich zu entscheiden. Gerade in der Schlussphase, die aufgrund der einbrechenden Dunkelheit am Rande des möglich war, waren die Gäste zwar leicht überlegen, aber nicht mehr zwingend.

SV Schwabmünchen: Holthuis, Kusterer, L. Boyer, Schmid, Moser, Aschner (74. Krist), Paulus (46. Gumpinger), Di Maggio (89. N. Kusterer), P. Boyer, M. Uhde, Glöckle (83. Gmell) Zuschauer: 120

Tore: 0:1 Ascher (8.), 0:2 Hesch (10.), 1:2 Di Maggio (35. Foulelfmeter), 2:2 Di Maggio (49. Foulelfmeter)

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