Durchatmen beim TSV Schwabmünchen. Nach den zwei Punkteteilungen zum Auftakt ins Frühjahr ist gegen den TSV Aindling am Sonntag der erste Dreier gelungen. Die Partie war die erwartet schwierige Aufgabe, doch am Ende reichte es zu einem durchaus verdienten 1:0-Erfolg für den Landesliga-Spitzenreiter. Damit können die Schwabmünchner Verfolger Durach, der zu Hause gegen Ehekirchen einen Sieg einfuhr, auf Distanz halten.
Mit dem Erfolg konnten die Schwabmünchner einen kapitalen Fehlstart vermeiden. Nach den schwachen Rückrunden in den vergangenen beiden Spielzeiten bestand durchaus die Gefahr, dass dies zur Kopfsache hätte werden können. Die Gefahr ist nun gebannt – zumindest hofft das das Schwabmünchner Umfeld.
Schwabmünchen kam gut in die Partie und konnte auch die ersten offensiven Akzente setzen, wobei diese noch nicht zwingend waren. Die Gäste fanden sich nach zögerlichen Anfangsminuten dann immer besser im Spiel ein. So verlagerte sich das Geschehen in den Bereich zwischen den Strafräumen, gefährlich in Richtung eines der Tore ging es selten. Nach einer guten Viertelstunde wurden die Gäste stärker, während Schwabmünchen seine Fehleranzahl erhöhte.
Dass die Hausherren Fußballspielen können, bewiesen sie zum ersten Mal in der 24. Minute. Ein gut vorgetragener Angriff brachte den Ball zu Matteo Di Maggio, der im Strafraum zwei Aindlinger austanzte und dann auf den freien Maximilian Aschner zurücklegte. Der wiederum zielte deutlich zu hoch und vergab die bislang beste Chance des Spiels. Danach begab sich das Spiel wieder auf die Suche nach Niveau. Kurz vor der Pause gab es dann wieder etwas davon. Zuerst verpasst Aschner erneut eine gute Hereingabe, nur wenig später scheiterte Aindlings Torjäger Laurin Völlmerk mit einem Kopfball am stark reagierenden Fabio Zeche im Schwabmünchner Tor.
Nach dem Seitenwechsel zeigte sich dasselbe triste Bild wie in den ersten 45 Minuten. Bei den Gästen wurde man das Gefühl nicht los, dass sie nicht mehr zeigen können, während bei den Schwabmünchnern es nicht rund laufen wollte. Mit vielen leichten Fehlern machten diese sich das Leben selbst schwer. In der 55. Minute dezimierten sich die Gäste selbst. Nach einem Foul von Matthias Aschner nahe der Eckfahne – dieser sah dafür zu Recht Gelb – stieß Aindlings Marco Ruppenstein Aschner von hinten um und sah dafür Rot.
Doch nach den beiden vergangenen Spielen hat sich gezeigt, dass eine Überzahl für Schwabmünchen nicht gut sein muss. Die Hausherren schafften es nur selten, dies zu nutzen, agierten zu kompliziert. Erst in der 79. Minute gab es die Befreiung. Nachdem Di Maggio noch an Aindlings Torhüter Kevin Schmidt gescheitert war, prallte der Ball zu Maik Uhde an der Strafraumkante. Schwabmünchens Torjäger tanzte noch einen Gegner aus und versenkte den Ball zum 1:0 im langen Eck.
In der Folgezeit verpassten es die Hausherren, mit dem zweiten Treffer die Sache klarzumachen. So mussten die Schwabmünchner bis zum Ende um den wichtigen Sieg zittern. Schwabmünchens Trainer Emanuel Baum war am Ende froh um die drei Punkte, aber trotzdem nicht zufrieden: „Wir haben uns das Leben wieder schwer gemacht, zu kompliziert gespielt.“
TSV Schwabmünchen: Zeche, Kusterer, Schmid, Moser, Uhde (85. Berger), Aschner (60. Ammann), Di Maggio (86. Krist), Boyer (93. Gmell), Kusterer, Uhde, Gumpinger (77. Ott)
TSV Aindling: Schmidt, Stoll, Menhart, Burghart, Robinson (16. Gießer), Ruppenstein, Schöttl (90. Göttinger), Wagner, Müller (85. Thang), Neziri (64. Gastl), Völlmerk
Schiedsrichter: Kücük (Bruckmühl) - Zuschauer: 198
Tore: 1:0 Uhde (79.)
Rot: Ruppenstein (55. TSV Aindling)
Nach einem nicht zufriedenstellenden Start ins Frühjahr gilt es für den Landesliga-Spitzenreiter endlich einen Sieg einzufahren. Dies soll am Sonntag im Derby gegen den TSV Aindling (14 Uhr, Siegmund-Arena, Schiedsrichter Mustafa Kücük, TV Feldkirchen) gelingen. Doch auch dieses Mal erwartet die Schwabmünchner keine leichte Aufgabe.
Bei den Aindlingern stechen primär zwei Umstände heraus: Eine starke Defensive, die bislang nur 21 Gegentore zugelassen hat und Stürmer Laurin Völlmerk, der bislang 20 Tore geschossen und sechs weitere vorbereitet hat. Somit ist Völlmerk für fast 70 Prozent der Aindlinger Tore beteiligt. Kein Wunder, dass höherklassige Teams auf den Stürmer aufmerksam wurden. Nach dieser Spielzeit wechselt Völlmerk in die Regionalliga Südwest zu den Stuttgarter Kickers.
Nach den verschenkten Punkten in Manching dürfte die Fehleranalyse für Schwabmünchens Trainer Emanuel Baum relativ einfach gewesen sein. Denn zwei Hauptursachen haben sich vergangene Woche ausmachen lassen: eine fahrlässige Chancenverwertung und eine viel zu sorglos agierende Defensive. „Wir müssen wieder einfacher werden“, fordert dazu Trainer Baum. Dazu wurden auch in dieser Woche vermehrt Abschlüsse trainiert. „Wir werden nicht die Summe an Chancen bekommen, wie wir sie in Manching vergeben haben“, weiß der Trainer.
Die Abwehr ist das Prunkstück der Aindlinger. „Die ist gut eingespielt, das macht viel aus“, so Baum, der damit rechnet, dass der Tabellensechste viel mit langen Bällen auf Sturmtank Völlmerk agieren wird. „Es wird nicht einfach, aber wir müssen Laurin Völlmerk so gut es geht aus dem Spiel nehmen“, fordert Baum daher.
Dazu fordert Baum auch, dass sein Team wieder geduldiger auftritt. „Das hat uns in der Hinrunde ausgezeichnet und in den ersten beiden Spielen gefehlt“, so der Trainer. Vor allem in den Überzahlminuten in beiden Partien nach der Winterpause trat ihm das Team zu hektisch auf. Daher fordert er eine ruhigere Spielweise. Dass dies noch nicht so klappt, begründet er auch mit den aktuellen Platzverhältnissen: „Der Boden ist noch uneben und mitunter schwer zu spielen und so auch der Ball schwer zu kontrollieren. Das war in der Vorbereitung auf Kunstrasen anders.“ Aber da ist er guter Dinge, denn „das ist eine Sache der Gewöhnung, das wird wieder besser.“
Steigerungsfähig ist auch die „Gier“, das war nach dem Spiel in Manching aus dem Umfeld zu hören. In der Hinrunde kam von den Auswechselspielern viel Druck und Leistung, das fehlt derzeit. Oftmals sorgten die eingewechselten Spieler für mehr Intensität. Doch in den ersten beiden Punktspielen in diesem Jahr fehlte dieser „Punch“. Auch das sollte besser werden, wollen die Schwabmünchner einen Fehlstart vermeiden.
Am 8. März wurde rund um unsere Siegmund-Arena ein Qualifikationsturnier zum Löwen-Cup ausgetragen. Unser Orga-Team hat wieder gezeigt was es kann und auch das Wetter spielte mit.
Gewonnen haben das Turnier die Jungs der SpVgg Höhenkirchen.

Die Enttäuschung stand den Schwabmünchner Landesligafußballern nach dem Abpfiff ins Gesicht geschrieben. Beim Tabellenzehnten Manching mussten sich die Schwarz-Weißen, nach einem phasenweise wilden Spiel, mit einem 3:3 und somit nur einem Punkt zufrieden geben. Und dass es nicht zu mehr reichte, lag nicht am Gegner, sondern einzig und allein an den Schwabmünchnern selbst.
„Das war für uns enttäuschend“, so TSV-Kapitän Tim Uhde. Auch der Umstand, dass die Schwabmünchner aus einem 3:1-Rückstand noch ein 3:3 gemacht haben, war für Uhde kein Trost: „Das waren heute zwei verlorene Punkte.“ Auch Abteilungsleiter Germar Thiele war nach der Partie unzufrieden. „Da war vieles einfach zu leichtsinnig“, beklagte er.
Eines der Schwabmünchner Probleme in Manching war schon in der Anfangsphase zu erkennen: Trotz mehr Spielanteile ging vor dem Tor nichts. Das änderte auch die Führung in nach einer Viertelstunde nicht. Nach starkem Einsatz von Richard Gumpinger musste Maximilian Aschner nur noch einschieben. Auch danach ließen die Schwarz-Weißen beste Chancen liegen. TSV-Trainer Emanuel Baum war an der Seitenlinie trotz der Führung im höchsten Grad unzufrieden.
Kein Wunder, denn viele vielversprechende Möglichkeiten nahm sich sein Team selbst, weil es immer wieder die falschen Entscheidungen traf. „Da war einiges dann viel zu kompliziert und nicht gut genug“, so der Trainer. Wie es effektiv und einfach geht, zeigten dann die Gastgeber kurz vor der Pause. Einem Ballgewinn nach einer Schwabmünchner Ecke folgte ein schneller Diagonalball und die komplette Schwabmünchner Restverteidigung war ausgehebelt – auch weil der Rückwärtsgang ein wenig behäbig war, wie Baum nach der Partie kritisierte. Dem 1:1 folgte nur wenige Sekunden später die Manchinger Führung. Lucas Kusterer vertändelte als letzter Mann den Ball und Manchings Torjäger bedankte sich mit dem 2:1.
Schwabmünchen kam mit dem sichtbaren Willen aus der Kabine, die Partie zu drehen. Daraus wurde aber erst einmal nichts. Direkt nach Wiederanpfiff vergab der TSV zwei hundertprozentige Tormöglichkeiten, musste aber in der 50. Minute das 3:1 hinnehmen. Matthias Moser ging an der Strafraumkante zu ungestüm in einen Zweikampf, der Gegner fiel. Elfmeter und 3:1. Aber die Schwabmünchner steckten nicht auf.
Es dauerte keine fünf Minuten, da keimte Hoffnung im Lager der Schwabmünchner auf, denn Matteo Di Maggio sorgte für den 3:2-Anschluss. Weitere vier Minuten später war es wieder Di Maggio, der den Ausgleich erzielte. Der Spitzenreiter hat sich eindrucksvoll zurückgemeldet, um sich auch zeitgleich wieder abzumelden. Denn statt das Momentum mitzunehmen, stagnierte das Spiel wieder. Selbst ein Platzverweis für Manching und 20 Minuten Überzahl konnten das Blatt nicht weiter wenden. Schwabmünchen drückte zwar, vergab aber zu viele Chancen.
„Defensiv haben wir heute drei Geschenke verteilt und in der Offensive so viele Chancen vergeben, dass es eigentlich für die ganze Rückrunde gereicht hätte“, war Trainer Emanuel Baum unzufrieden. Kapitän Tim Uhde brachte es nach dem Spiel auf den Punkt: „Wir müssen wieder dahin kommen, was uns in der Hinrunde ausgezeichnet hat.“
SV Manching: Obermeier, Eberwein, Oehler, Dexl, Meisinger, Posselt, Graßl, Jung, Schweiger (74. Daffner), Neumayer, Peric
TSV Schwabmünchen: Zeche, Kusterer, Schmid (67. Gmell), Moser, Uhde, Aschner (76. Ammann), Di Maggio (81. Krist), Boyer, Kusterer, Uhde, Gumpinger (65. Emirzeoglu) (79. Glöckle)
Schiedsrichter: Rösch (Nürnberg) - Zuschauer: 140
Tore: 0:1 Aschner (15.), 1:1 Posselt (44.), 2:1 Graßl (45.+1), 3:1 Graßl (50.), 3:2 Di Maggio (54.), 3:3 Di Maggio (58.)
Gelb-Rot: Peric (70. SV Manching)
Nach dem nicht so wie gewünschten Auftakt ins fußballerische Frühjahr hat sich der Druck auf den Landesliga-Spitzenreiter Schwabmünchen ein wenig erhöht. Das 1:1 vergangene Woche war in Bezug auf Punkte zu wenig und auch die Leistung sorgte nicht für volle Zufriedenheit. Am Samstag soll es besser werden, auch wenn die Aufgabe nicht unbedingt leichter wird. Für die Schwarz-Weißen geht es zum SV Manching (14 Uhr, Sportpark Manching, Schiedsrichter Kevin Rösch, SF Laubendorf), derzeit Zehnter in der Landesliga.
Schwabmünchens Trainer Emanuel Baum sieht die Aufgabe ähnlich schwer wie gegen Pfaffenhofen: „Manching ist nicht ganz so stark, dafür spielen wir auswärts.“ Baum warnt vor allem vor der Offensive der Oberbayern, und das zu Recht. Mit Sebastian Graßl (16 Tore), Fabian Neumayer und Rainer Meisinger (je 12) stehen die Plätze drei, sechs und sieben der Landesliga-Torjägerliste im Kader der Manchinger. Mit insgesamt 51 Treffern stellen die Oberbayern die dritteeffektivste Offensive der Liga.
Um einen Fehlstart zu vermeiden, gilt es für die Schwabmünchner, in Manching einen Sieg einzufahren. Beim ersten Auftritt in der vergangenen Spielzeit ist dies schon gelungen. Nun gilt es, den Angriff der Oberbayern in den Griff zu bekommen und dabei selbst die eigene Offensive nicht zu vernachlässigen. Denn die Abwehr der Manchinger gilt nicht gerade als sattelfest. „Die haben schon viele Gegentore bekommen. Wer offensiv so stark ist und dann hinten so anfällig, der kann nicht sattelfest sein“, ist Emanuel Baum überzeugt. In der Tat zählt der SVM im Hinblick auf Gegentore (44) eher zu den Kellerkindern der Liga.
Um erfolgreich zu sein, fordert Baum von seinem Team „mehr Zielstrebigkeit und mehr Gier.“ Vor allem vor dem gegnerischen Tor. Das hat dem Trainer gegen Pfaffenhofen nicht gefallen. Um das nachzuschärfen, hat er auch im Training seine Mannschaft nochmals daran arbeiten lassen. „Wir haben viel Eins-gegen-Eins mit Abschlüssen trainiert“, verrät er. Zudem „müssen wir unseren Siegeswillen nochmals steigern“, so Baum, der in der Offensive auch alle Spieler zurückgreifen kann.
Ein wenig Bauchschmerzen hat Emanuel Baum mit Blick auf seine Abwehrkette. Luca Boyer fehlt bis Ende März aus beruflichen Gründen, und Benedikt Berger ist zwar wieder im Kader, aber weiterhin nach seinem langen Ausfall im Aufbau. Nun wird wohl auch noch Maximilian Muha ausfallen. „Was ihm genau fehlt, ist noch nicht klar. Aber so wie es aussieht, wird er uns einige Wochen fehlen“, so Baum. So drohen den Schwabmünchnern in der Innenverteidigung Probleme. Aller Voraussicht nach wird am Samstag Noah Kusterer neben seinem Bruder Lucas auflaufen. „Noah kann das, das hat er schon bewiesen“, ist Baum überzeugt.
Für die Schwabmünchner gilt es, in Manching „alles rauszuhauen“, wie Emanuel Baum sagt. Denn auch wenn der Vorsprung auf den Verfolger Durach weiterhin zehn Punkte beträgt, wollen die Schwarz-Weißen selbst dafür sorgen, dass dieser nicht schmilzt. „Wenn wir punkten, dann steht auch Durach unter Druck. Aber wir dürfen nicht hoffen, dass die dann auch patzen, wenn wir es tun“, so Abteilungsleiter Germar Thiele. „Wobei ich nichts dagegen hätte, wenn wir gewinnen und Durach nicht“, fügt er hinzu.
Für die Fans bieten die Fußballer am Samstag die Mitfahrt im Bus an. Abfahrt in Richtung Manching ist um 10.30 Uhr am Sportplatz.
Recht holprig ist der TSV Schwabmünchen in die Frühjahrsrunde der Fußball-Landesliga gestartet. Gegen den Tabellendritten Pfaffenhofen reichte es, trotz einer halben Stunde in Überzahl, am Ende nur zu einem 1:1. Kein Wunder, dass TSV-Trainer Emanuel Baum nach der Partie wenig zufrieden war. „Uns hat die Gier gefehlt, die unser Spiel in der Hinrunde ausgemacht hat“, bilanzierte er. In der Tat war es nicht die beste Leistung, die die Schwabmünchner auf den Rasen gebracht haben.
Aber genau eine solche wäre im Spitzenspiel gegen die mutig und selbstbewusst auftretenden Pfaffenhofener nötig gewesen. Die Gäste zeigten, dass sie den Erfolg wollten, um ihre Chance auf den zweiten Rang am Leben zu erhalten. Am Ende stand ein 1:1, welches durchaus gerecht war, aber beiden Teams nicht besonders weiterhilft.
Das Spiel begann mit einer ausgedehnten Abtastphase, beiden Mannschaften war der gegenseitige Respekt anzumerken. So dauerte es lange, ehe die ersten gefährlichen Torannäherungen zustande kamen. Da hatten die Hausherren erst einmal mehr, blieben am Ende aber zu ungenau und inkonsistent. Mit der Zeit kamen auch die Gäste besser ins Spiel und nach 22 Minuten zwangen die Pfaffenhofener Schwabmünchens Torhüter Fabio Zeche zu einer ersten Glanztat.
Nach und nach wurde der Spitzenreiter wieder stärker, doch verpassten die Schwabmünchner dabei das Wichtigste: Ein Tor zu machen. Zu ungenau waren die Pässe, und es wirkte, als wären die Hausherren nicht wach genug, um an die zweiten Bälle zu gelangen. So entwickelte sich ein durchaus nettes Spiel, welches aber in Tornähe noch einige Wünsche offen ließ.
Fünf Minuten vor der Pause jubelten die Gäste. Michael Senger zog von der Strafraumkante ab und der Ball drehte sich unhaltbar ins lange Eck. Dort lag schon, seit fast einer halben Minute, Schwabmünchens Maximilian Aschner benommen am Boden, was zu vehementen Protesten der Schwarz-Weißen führte, da das Spiel nicht unterbrochen wurde. Trainer Baum sah in der Szene jedoch ein anderes Problem: „Wir dürfen den Gegner da nicht so zum Schuss kommen lassen“, sagt er. Mit dem Rückstand ging es in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel taten sich die Schwabmünchner lange schwer, gefährlich nach vorn zu kommen. Pfaffenhofen nach der Führung mit breiter Brust auf und bestimmte das Geschehen. Erst nach einer knappen Stunde wurden die Schwarz-Weißen gefährlicher, verpassten aber die ersten Torgelegenheiten. Nach einer Stunde dezimierte sich Pfaffenhofen mit einer Gelb-Roten Karte selbst.
Mit einem Mann mehr wollten die Schwabmünchner mit aller Macht die Niederlage abwenden. Doch weiterhin agierten sie zu ungenau und auch immer wieder zu hektisch. Lange Zeit fanden die Hausherren gegen die diszipliniert verteidigenden Gäste kein probates Mittel. Zwar häuften sich die potenziellen Möglichkeiten, doch es fehlte weiter an der Genauigkeit, wie auch an der letzten Entschlossenheit. In der Nachspielzeit konnten die Schwarz-Weißen zum ersten Mal die Pfaffenhofener richtig unter Druck setzen – und belohnten sich doch noch für ihre Moral. Einem Freistoß folgte ein Gestochere im Pfaffenhofener Strafraum und Muhammed Emirzeoglu konnte aus sieben Metern zum viel umjubelten Ausgleich einnetzen.
Schwabmünchens Trainer sprach nach der Partie nicht von einem gewonnenen Punkt, sondern von verlorenen Punkten. „Wir waren heute nicht wach genug.“ Vor allem in der ersten Hälfte bemängelte der Trainer die Chancenverwertung. Trotzdem konnte er am Ende dem Ergebnis etwas Positives abgewinnen: „Wir haben nicht verloren, das war somit der Auftakt zu einer neuen Serie.“
„Pfaffenhofen ist heiß auf den zweiten Rang, benötigt daher einen Erfolg“, so TSV-Trainer Emanuel Baum. Baum weiß um die starke Vorbereitung, die die Pfaffenhofener bestritten haben, und ist daher gewarnt. „Die haben ein paar Jungs dabei, die torgefährlich sind“, ergänzt er. Doch auch die Schwabmünchner wissen um ihre Stärken, daher ist die Vorgabe des Trainers eindeutig: „Unser Anspruch ist ein Heimsieg.“
Knapp acht Wochen haben sich die Schwabmünchner auf die Rückrunde vorbereitet und dabei fünf Test- und ein Pokalspiel absolviert. Das ist nun alles Makulatur, denn ab Sonntag geht es ans Eingemachte. „Ich bin motiviert, die Mannschaft ist motiviert“, so Trainer Baum, der nach der Vorbereitung ein positives Fazit zieht: „Alle haben super mitgezogen, auch wenn die Bedingungen nicht immer optimal waren. Hier gilt unser Dank auch an unseren Platzwart, der das Beste aus dem Wetter für uns herausgeholt hat.“
Wie das Spiel am Sonntag gegen Pfaffenhofen aussehen kann, hat sich in der Pokalpartie gegen Stätzling erkennen lassen. Vor allem in der ersten Hälfte überzeugten die Schwabmünchner mit viel Ballbesitz. „Das war richtig gut“, so Trainer Baum. „Wir hatten Phasen, da hatten die Sätzlinger minutenlang keinen Zugriff auf den Ball“, ergänzt er. Genauso selbstbewusst wollen die Schwarz-Weißen am Sonntag auftreten.
Ungeklärt bleibt vorerst, ob die Schwabmünchner schon im Stadion spielen, oder auf den Kunstrasenplatz ausweichen müssen. „Es ergibt keinen Sinn, den Rasenplatz jetzt zu gefährden“, weiß auch Emanuel Baum. Die endgültige Entscheidung, wo gespielt wird, fällt kurzfristig. Spielleiter Manfred Bock ist vorsichtig optimistisch: „Wenn unser Platzwart am Freitagabend auf den Platz fahren kann, könnte es klappen.“ Wenn nicht, dann muss der ungeliebte Kunstrasen herhalten.
Der forderte in den vergangenen Tagen seinen Tribut. „Neben den Ausfällen durch die Grippe musste auch der eine oder andere Spieler pausieren, weil vor allem Knie oder Leiste Probleme bereiteten“, so Baum. Trotzdem hofft er, dass er am Sonntag wieder aus dem Vollen schöpfen kann. Einzig Luca Boyer wird aus beruflichen Gründen sicher fehlen.
Seit fast 20 Jahren steht Germar Thiele an der Spitze unserer Fußballabteilung. Eine lange Zeit, in der viel passiert ist, vor allem auch durch die unermüdliche Arbeit von Germar Thiele. Er hat die Abteilung auf stabile Beine gestellt und zukunftsfähig gemacht. Aus diesem Grund wurde der Abteilungsleiter auf besondere Weise geehrt. Aus den Händen von Günther Brenner, dem Bezirksehrenamts-Referenten des Bayerischen Fußball-Verbands, wurde Germar Thiele die Ehrenamtsurkunde des DFB für "vorbildliche ehrenamtliche Leistungen im Fußballsport" überreicht.
"Thiele prägt seit fast zwei Jahrzehnten die Abteilung Fußball, was zum einen die personellen Bewegungen innerhalb der Abteilung für Senioren und Jugend betrifft, ist aber auch bei Maßnahmen zur Verbesserung der Infrastruktur, als Motor und Taktgeber an vorderster Front tätig", so Brenner. Als Beispiel führt er die Sanierung des Hauptspielfeldes, Anbringung von Werbebanner und Videowall, Neubau eines Zweitplatzes mit Kunstrasenfeld, Erneuerung bzw. Reparatur von Gebäuden, Vereinsheim und Umkleideräumen an.
"Auch zukunftsweisende Dinge wie Social Media und neue Homepage wurden erfolgreich in den Auftritt des Vereins integriert, ebenso der Jugendbereich neu organisiert und gestrafft. Innovative Projekte wie Tribüne und Trainingsausrüstungshalle stehen an; Maßnahmen also, die wegweisend sind und die neben den sportlichen Erfolgen dem Ansehen des TSV gut zu Gesicht stehen werden", so Brenner weiter.

Die Landesligafußballer des TSV Schwabmünchen haben ihr erstes Pflichtspiel und zugleich den letzten Test vor Beginn der Punkterunde erfolgreich gemeistert. In der Pokal-Qualifikation siegten die Schwarz-Weißen verdient mit 4:1 gegen den Ligakontrahenten Stätzling. Damit haben sich die Schwabmünchner für die Hauptrunde im bayerischen Pokal qualifiziert.
Als Gegner sind da die bayerischen Regionalligisten und Drittligisten in der Auslosung. Wobei ein großer Name in der ersten Runde, die im Sommer ausgetragen wird, eher unwahrscheinlich ist. Denn die Kreissieger sind dabei und die dürfen sich ihren Wunschgegner aussuchen.
Schwabmünchen zeigte sich auf dem Kunstrasenplatz von Beginn an sehr dominant. Mit viel Ballbesitz kontrollierte der Landesliga-Spitzenreiter den Tabellensiebten. Den Stätzlingern blieb oft nur die Zuschauerrolle. Trotzdem ging in Richtung Tor der Gäste erst einmal wenig. Doch die Hausherren blieben geduldig. So dauerte es fast eine halbe Stunde, ehe Schwabmünchen endlich jubeln konnte. Dann hatten sie sich die Gäste förmlich zurechtgelegt. Matteo Di Maggio legte eine Ecke an die Strafraumkante zu Philipp Boyer. Dessen Schuss konnten die Gäste noch auf der Linie klären, aber Maik Uhde konnte kaltschnäuzig abstauben.
Auch nach der Führung blieb Schwabmünchen spielbestimmend. Gut zehn Minuten vor der Pause sorgten die Schwarz-Weißen für die Vorentscheidung. Zuerst schickte Maik Uhde mit einem Traumpass Matteo Di Maggio auf die Reise, der noch vor dem Strafraum Stätzlings Torhüter Rosner ausspielte und dann vollstreckte (37.). Nur zwei Minuten später war erneut Uhde der Vorbereiter. Nach einem langen Ball war dieser auf dem linken Flügel durch und musste im Strafraum nur noch quer auf Maximilian Krist legen - 3:0.
„Vielleicht haben wir einen Gang zu viel zurückgeschaltet“, stellte Schwabmünchens Trainer Emanuel Baum nach dem Spiel mit Blick auf die zweite Hälfte fest. Sein Team war nicht mehr so dominant wie in der ersten Hälfte. Das war aber lange egal, denn unter dem Strich genügte es, den FC Stätzling in Schach zu halten. Die Gäste waren in der Offensive lange nicht in der Lage, die Schwabmünchner Abwehr zu knacken.
Erst in der 80. Minute gelang den Gästen der nicht unverdiente Anschluss. Dabei hatte Torschütze Seifert noch das Glück, dass sein von Fabio Zeche abgewehrter erster Schuss ihm an die Brust und dann ins Tor prallte. Schwabmünchen war nach dem Anschluss wieder wacher und die logische Konsequenz erfolgte in Form des 4:1. Ein schön vorgetragener Angriff brachte den Ball am Ende zu Maik Uhde, der aus 16 Metern einschoss. (AZ)