Auch wenn die Schwabmünchner die Partie gegen den TSV 1860 Rosenheim geschwächt angehen mussten, die 0:2-Niederlage war trotzdem unnötig. Gegen den biederen Mitaufsteiger fanden die Schwarz-Weißen keinen Weg zum Torerfolg und gerieten, mal wieder, früh und unnötig in Rückstand. So reichte es den Gästen, dreimal gefährlich zu werden, um wichtige Punkte einzufahren.
Ausfallbedingt musste Schwabmünchens Trainer Emanuel Baum vor allem die Defensive umbauen. Benedikt Berger startete in der Innenverteidigung, da Lucas Kusterer und Maximilian Muha nicht zur Verfügung standen. Tim Heckmeier und Philip Gmell übernahmen die defensiven Außenpositionen. Maxi Krist übernahm die offensive Außenrolle von Philip Gmell.
Dass es am Ende eine Niederlage gab, wollte TSV-Trainer Emanuel Baum nicht auf die Kaderprobleme schieben. „Es waren elf Mann in der Startelf, die den Anspruch haben, da zu stehen“, sagt er. Doch mal wieder schienen die nicht für den Anpfiff bereit. Noch der klassischen Abtastphase zu Spielbeginn fingen sich die Schwabmünchner ein Gegentor ein. Nach einem Patzer im Aufbau kamen die Gäste an den Ball, es folgte eine Flanke aus dem Halbfeld auf Aini Merepeza, der völlig frei im Strafraum Einköpfen konnte.
Schwabmünchen war nach dem Treffer durchaus bemüht, ins Spiel zu kommen und hatte auch die eine oder andere Torgelegenheit, doch bis auf einen Lattentreffer von Simon Paulus waren die Schwarz-Weißen kaum gefährlich. Zu kompliziert und behäbig wirkte das Spiel der Gastgeber. „Wir haben viel zu oft die schwierigste Lösung gesucht“, so Trainer Baum nach der Partie.
Nach dem Seitenwechsel ersetzte Robin Glöckle den glücklosen Achim Speiser. Wieder dauerte es, bis die Schwabmünchner intakt kamen und wieder nutzten die Gäste ihre Chance eiskalt. Nach einem Eckball konnten die Schwabmünchner nicht klären, Merepeza kam im Strafraum an den Ball, drehte auf und vollstreckte. „Das war zu einfach“, urteilt Baum über die Szene. „Rosenheim hat unter dem Strich drei Chancen und nutzt zwei, weil wir nicht aufpassen“, sagt der Trainer nach der Partie.
Die Schwabmünchner hingegen hatten auch ihre Gelegenheiten, ließen aber die Konsequenz vermissen. „Vor dem Spiel habe ich gewarnt, dass wir nicht in Rückstand geraten dürfen“, so Baum. Denn so kam es, was er ebenfalls voraussah: Rosenheim mauerte und lauerte. Am Ende erfolgreich.
TSV Schwabmünchen: Zeche, Berger, Boyer, Gmell, Heckmeier (84. Köbler), Paulus (70. Kusterer), Di Maggio, Krist (65. Ammann), Uhde, Gumpinger (76. Emirzeoglu), Speiser (46. Glöckle)
Schiedsrichter: Dolderer (Bernried) - Zuschauer: 95
Tore: 0:1 Merepeza (7.), 0:2 Merepeza (54.)
„Brutal.“ Das war die erste Reaktion von Manuel Baum, Trainer des Fußball Bayernligisten TSV Schwabmünchen auf die Frage nach der Ausfallsituation. „Am Dienstag waren es noch elf Feldspieler im Training“, sagt er. „Ich beklage mich ja selten, aber das ist schon kritisch“, ergänzt der Trainer. Aktuell vermelden die Schwabmünchner sechs Langzeitausfälle, dazu kommt eine noch höhere Zahl an angeschlagenen oder kranken Spielern.
„Aber daran können wir erst einmal nichts ändern“, so Baum, der hofft, dass sich am Freitag der eine oder andere Spieler wieder zurückmeldet. „Aber auch die, die zuletzt reingekommen sind, haben einen guten Job gemacht“, sagt der Trainer. Exemplarisch nennt er dabei Benedikt Berger, der in Ismaning eine starke Leistung bot. „Wir haben volles Vertrauen in die Jungs“, so Baum.
Wenn nicht die vielen Ausfälle wären, stünden die Vorzeichen für die Partie gegen den TSV 1860 Rosenheim (Samstag, 14 Uhr, Siegmund-Arena, Schiedsrichter Nicolas Dolderer, SV Bernried) ganz gut. Die Oberbayern haben bislang auswärts kaum Gefahr ausgestrahlt und erst drei Punkte auf fremden Platz geholt, einen Sieg hat es noch gar nicht gegeben. In den acht Auswärtsspielen trafen die Rosenheimer nur sechsmal und mussten 18 Gegentore hinnehmen.
Mit 20 erzielten Toren ist die junge Rosenheimer Mannschaft wenig torgefährlich. Die Hauptlast liegt dabei auf Edis Muhameti, der mit elf Toren mehr als die Hälfte der gesamten Rosenheimer Treffer erzielt hat. Vergangenen Woche wurde der schon nach 35 Minuten verletzt ausgewechselt. Ob er am Samstag auflaufen kann, ist fraglich. Ein Nachteil wäre das für Schwabmünchen nicht.
„Die Rosenheimer sind eine sehr junge Truppe“, so Emanuel Baum über den kommenden Gegner, den er zudem als sehr laufstark einschätzt. Doch die Jugend bringt auch Nachteile. „Manchmal fehlt da die taktische Ordnung“, sagt Baum nach der Beobachtung des Gegners. Ein Umstand hat ihn besonders beeindruckt: „Da sind ganz viele Eigengewächse dabei. Das ist stark.“ Und kann auch ein Faktor sein, wenn es um Eigenschaften wie Zusammenhalt und Wille geht.
Mit Blick auf den Samstag stapelt Baum tief. „Eigentlich wollen wir gewinnen. Doch aufgrund der personellen Situation würde mir auch ein Punkt genügen“, sagt er. Aber er verheimlicht auch nicht, dass er in der jetzigen Lage auch eine Chance sieht. „Gerade die Spieler, die bislang nicht so im Fokus standen, können sich jetzt zeigen“, sagt der Trainer. Und der Eine oder Andere hat dies zuletzt auch genutzt.
„Defensiv wieder besser agieren“, das war die Vorgabe von Schwabmünchens Trainer Emanuel Baum vor der Partie beim FC Ismaning. Zuletzt präsentierten sich die Schwabmünchner immer mal wieder wackelig im Abwehrverbund. Nach dem Spiel in Ismaning war eines klar: Die Botschaft des Trainers ist beim Team angekommen. Beim 2:1-Erfolg des Aufsteigers im Münchner Nordosten war nämlich vor allem die Defensivarbeit der Schlüssel zum Erfolg.
„Wir haben dass, was wir uns vorgenommen haben, richtig gut umgesetzt“, so Baum nach der Partie. Und in der Tat, die Gastgeber bissen sich an der Schwabmünchner Defensive die Zähne aus. Und dass, obwohl die Schwarz-Weißen wieder kräftig umbauen mussten. Robin Glöckle und Simon Ammann gesellten sich zu den Ausfällen von Philipp Boyer und Maxi Aschner. Für Glöckle rückte Achim Speiser in die Startelf, Maximilian Muha bekam den Vorzug vor Luca Boyer und Philip Gmell übernahm die Position von Maximilian Krist.
Wie erwartet begann Gastgeber Ismaning druckvoll, doch Schwabmünchen stand defensiv fokussiert und lies wenig zu. Einzig nach knapp sechs Minuten sorgte Lucas Kusterer für leicht erhöhten Puls bei den Schwabmünchner Anhängern. Dirket vor dem Strafraum schlug er ein Luftloch, doch Ismanings Siegfried Kübler nahm das Geschenk nicht an und traf nur den Pfosten. Sonst hatten die Schwabmünchner die oberbayrische Offensive gut im Griff, sodass die Gastgeber bestenfalls bei Eckbällen halbwegs gefährlich wurden.
Nach etwas mehr als einer Viertelstunde konnten auch die Schwabmünchner ihre erste richtig gute Chancen notieren, doch auch Achim Speiser traf nur den Pfosten. Matteo Di Maggio machte es nach 23 Minuten besser. Schon alleine die akrobatische Balleroberung vor dem Tor durch Maik Uhde war sehenswert. Noch schöner war aber Uhdes Zuspiel, als er den Ball mit chirurgischer Präzision für Di Maggio in die Gasse spielte, sodass dieser frei vor dem Tor leichtes Spiel hatte und die Schwabmünchner Führung besorgte. In der Folgezeit dominierten die Ismaninger zwar die Partie, fanden aber kein wirkliches mittel gegen die Schwabmünchner Defensivarbeit.
Bitter für die Schwabmünchner, dass schon kurz vor der Pause zum ersten Mal das Verletzungspech zuschlug. Der starke Manuel Schmid musste runter, für ihn kam Tim Heckmeier ins Spiel. In der Pause war dann für Matthias Moser Schluss, er musste durch Benedikt Berger ersetzt werden und wenige Minuten nach dem Seitenwechsel war auch für Matteo Di Maggio das Spiel vorbei, für ihn kam Maxi Krist. „So was ist extrem bitter. Aber die Einwechselspieler waren sofort voll da. Das war gut und wichtig“, so TSV-Trainer Baum.
Das Spiel selbst konnten die Schwabmünchner in der zweiten Hälfte offener gestalten. Torgelegenheiten gab es so auf beiden Seiten wenig. Bis zur 70. Minute. Erneut war es Maik Uhde, der mit einem genialen Pass Achim Speiser auf die Reise schickte. Der bewies vor dem Tor Übersicht und legte auf den mitgelaufenen Simon Paulus quer - 2:0. Auch danach gelang es den Schwarz-Weißen, Ismaning vom eigenen Tor fernzuhalten.
Die Schlussphase wurde hektisch
Bis zur 79. Minute. Ein harmlos wirkender hoher Ball auf die halblinke Seite sorgte für das nächste schöne Tor. Ismanings Stefan Lovic erkannte nach dem Ball, dass TSV-Torhüter Fabio Zeche zu weit vor seinem Kasten stand und überwand diesem mit einem Lupfer aus gut 18 Metern. Das war am Ende der einzige offensive Lichtblick der Gastgeber. Die waren in der Nachspielzeit nur noch zu zehnt, da Vito Liuzza nach einem Tritt gegen den am Boden liegenden Tim Heckmeier die Rote Karte sah.
Für Schwabmünchen waren es drei wichtige Punkte, aber auch drei weitere Verletzte und einen gesperrten Spieler, da Lucas Kusterer die fünfte Gelbe Karte sah.
Die aufgaben für den Bayernliga Aufsteiger Schwabmünchen werden nicht leichter. Nach dem Gastspiel des Topteams aus Erlbach geht es für den Schwarz-Weißen am Samstag (14 Uhr, Professor Erich Greipl Stadion, Schiedsrichter Johannes Roth, SC Rain) zum heimstarken FC Ismaning.
Das Team aus dem Nordosten Münchens ist Tabellenachter. Zu Saisonbeginn lieg es bei den Isamningern noch nicht rund, aus dieser Zeit resultieren auch die einzige Heimniederlage (Wasserburg) und ein Unentschieden (Pfaffenhofen) auf eigenem Feld. Beide Spiele waren gegen zwei der Topteams der Liga. In den vergangenen fünf Heimpartien hat der FCI immer das Feld als Sieger verlassen.
Die Zielsetzung der Schwabmünchner für die Partie in Ismaning ist klar. Die Schwarz-Weißen wollen die Heimreise nicht mit leeren Händen antreten. Doch dazu muss einiges besser werden als zuletzt. Dabei hat Trainer Emanuel Baum vor allem die Defensivarbeit im Blick. „Dass muss wieder besser werden. Da waren wir zuletzt nicht gut“, sagt er und schiebt nach: „Auch die Offensive muss mit verteidigen. Es gilt, die Räume engzumachen und vor allem müssen wir vor dem eigenen Tor besser stehen.“
Mit der Offensivleistung ist Baum mehr zufrieden. Auch wenn nur Mattio Di Maggio als Torschütze hervorragt, stellt er den anderen Angreifern ein gutes Zeugnis aus: „Die arbeiten alle hervorragend. Da fehlt oft nur das Quäntchen Glück.“ Und dies sollte bald auch in Schwabmünchen zuschlagen, wichtig wäre es.
„Es ist eine schlechte Zeit“, sagt Emanuel Baum mit Blick auf seinen Kader. Nachdem schon klar war, dass Philipp Boyer in diesem Jahr nicht mehr Spielen kann, herrscht nun auch bei Maximilian Aschner Klarheit. Der wichtige Außenbahnspieler wird wohl auch in diesem Jahr verletzungsbedingt nicht mehr auflaufen können. Dazu kamen im Wochenverlauf wieder einige krankheitsbedingte Ausfälle. „Wir werden trotzdem eine schlagkräftige Mannschaft stellen“, so Baum, der jetzt auch eine Chance für die „zweite Garnitur“ sieht. „Jetzt können sich die, die zuletzt nicht so zum Zug kamen, präsentieren.“
Für Schwabmünchen gilt es also, die defensive Ordnung wiederzufinden, um zumindest wieder weniger Gegentore zu bekommen. In der Offensive bleibt die Hoffnung, dass bei dem einen oder anderen Akteur der Aufwand, der betrieben wird, auch mit zählbaren belohnt wird. Für die Fans besteht erneut die Gelegenheit zur Mitfahrt im Bus. Abfahrt ist am Samstag um 10.30 Uhr am Sportgelände.
Nach zwei Siegen in Folge gab es für den TSV Schwabmünchen wieder einen Dämpfer. Gegen den Tabellendritten SV Erlbach setzte es eine am Ende ärgerliche 2:3-Heimniederlage. Gegen die starken Gäste hielten die Schwabmünchner phasenweise gut mit, aber ein komplett verschlafener Start in die Partie brachte die Gäste früh in Führung.
„Vor dem Spiel hätten wir aufgrund der Personalsituation mit den vielen kranken und angeschlagenen Spielern hätten wir mit einer Niederlage leben können. Nach dem Spiel war es wegen den ersten zehn Minuten einfach nur ärgerlich“, so TSV Trainer Emanuel Baum nach der Partie.
In der Tat war es die Anfangsphase, die den Schwabmünchnern - mal wieder, Probleme bereitete. Mit einem Doppelschlag brachten Leonhard Thiel (7.) und Tobias Duxner (9.) die Oberbayern früh in Führung. Die Schwarz-Weißen hatten in der ersten Viertelstunde kaum Zugriff auf die Partie und noch Glück, dass die Gäste ihre Führung nicht weiter ausbauen konnten.
Mit der Zeit fing sich Schwabmünchen und kam besser in die Partie. Der Anschluss in der 18. Minute war erzwungen, wenn auch glücklich. Angetrieben von Maik Uhde presste der TSV aktiv und unterband so das gefährliche Flügelspiel der Erlbacher. Eine solche Pressingsituation führte zu einem ungenauen Rückpass von Erlbachs Christopher Obermeier, der den Ball unerreichbar für Torhüter Egon Weber in die eigenen Maschen setzte. Die Schwabmünchner Freude währte nur kurz, denn fünf Minuten später stellte Milos Lukic den Zwei-Tore-Abstand wieder her.
Was sich schon vor der Halbzeit angedeutet hatte, zeigte sich auch nach dem Seitenwechsel. Schwabmünchen war besser auf die einfache, aber effektive Spielweise der Erlbacher eingestellt. Ein Problem blieb dabei weiterhin: Die Abwehr der Gäste ließ kaum gefährliche Aktionen zu. So war es ein Strafstoß, der für Spannung und Hoffnung sorgte. Nach einem Handspiel im Strafraum traf Matteo Di Maggio gewohnt souverän vom Punkt.
Schwabmünchen drückte, musste aber zeitgleich aufpassen, sich nicht einen Konter der Gäste einzufangen. Die waren brandgefährlich, zeigten aber auch die vielleicht einzige Schwäche der Oberbayern auf: Die Chancenverwertung. Schwabmünchen hingegen kam kaum zu gefährlichen Aktionen, da die Gäste weiterhin alles stark verteidigten.
TSV Schwabmünchen: Zeche, Kusterer, Boyer, Moser (60. Gmell), Heckmeier (81. Ammann), Paulus (77. Kusterer), Di Maggio, Krist, Uhde, Gumpinger (70. Speiser), Glöckle
Tore: 0:1 Thiel (7.), 0:2 Duxner (9.), 1:2 Obermeier (18. Eigentor), 1:3 Lukic (23.), 2:3 Di Maggio (70. Handelfmeter)
Der Erfolg der Schwabmünchner Fußballer vergangenen Samstag in Kirchanschöring hatte einen hohen Preis. Mit Manuel Schmid, Maximilian Aschner und Philipp Boyer mussten drei Akteure verletzt ausgewechselt werden, Maik Uhde ging schon angeschlagen ins Spiel und musste ebenfalls vorzeitig vom Platz. Ob einer aus diesem Quartett am Samstag gegen den SV Erlbach (14 Uhr, Siegmund-Arena, Schiedsrichter Moritz Fischer, SpVgg Ebermannsdorf) ist unwahrscheinlich. „Vielleicht Maik und Manuel. Bei Maxi und Philipp wird nichts gehen“, so TSV Trainer Emanuel Baum.
Besser macht es die Lage nicht, dass noch weitere Spieler, vor allem erkältungsbedingt, angeschlagen sind. So standen am Mittwoch nur 14 Spieler auf dem Trainingsplatz. „Das ist nicht toll, kann man aber nicht ändern“, so Baum. „Wir werden trotzdem alles geben“ verspricht er mit Blick auf die Partie gegen den Tabellendritten Erlbach.
Mit dem SV Erlbach kommt der aktuell Tabellendritte der Bayernliga in die Siegmund-Arena. Die Jungs aus dem Landkreis Altötting zählten in den vergangenen Jahren immer zur Bayernliga-Spitze. In der Saison 2015/2016 schafften es die Erlbacher zum ersten Mal in die Bayernliga und trafen dabei auch auf Schwabmünchen. Beide Spiele konnten damals vom TSV gewonnen werden. Für Erlbach ging es damals wieder zurück in die Landesliga. 2022/2023 gelang der erneute Aufstieg und die Oberbayern schafften im ersten Jahr den Klassenerhalt, ein Jahr später wurden sie Meister der Bayernliga Süd, verzichteten aber aufgrund der Auflagen auf den Aufstieg in die Regionalliga. Seitdem hat sich der SVE an der Bayernliga-Spitze festgesetzt.
Der SV Erlbach hat das Kunststück fertiggebracht, mit nur 18 erzielten Toren auf den dritten Rang zu stehen. Das funktioniert, weil die Defensive der Jungs aus dem tiefen Südosten Bayerns die mit Abstand Beste der Liga ist. Ganze sieben Gegentore mussten die Erlbacher bislang hinnehmen, rein rechnerisch ist das ein halbes Tor pro Spiel. Richtig minimalistisch war es bei den bisherigen Erlbacher Auswärts-Auftritten, denen ein Torverhältnis von 4:4 zu Buche steht.
Nicht nur wegen der vielen Ausfälle im TSV-Kader erwartet Schwabmünchens Trainer Emanuel Baum eine „harte Nummer“. Nicht nur die defensive Stärke der Erlbacher beeindruckt den Trainer. „Einen Großteil ihrer Tore resultieren aus Standardsituationen. Gut dass wir uns da in den vergangenen Spielen verbessert haben“, so Baum. „Natürlich wollen wir versuchen, Standards zu vermeiden, aber das lässt sich nie ganz verhindern“, ergänzt er.
Es waren 93 Minuten gespielt, da gab es auf der Schwabmünchner Bank kein Halten mehr. Soeben hatte sich Philip Gmell in der eigenen Hälfte den Ball geschnappt, war die Linie in Richtung Kirchanschöringer Tor hinab gespurtet, am Strafraum nach innen abgebogen und hat das Spielgerät mit seinem eigentlich schwächeren linken Fuß im Tor versenkt. Sekunden später war er unter einer jubelnden Menschentraube begraben.
„Wir haben in dieser Saison immer wieder in der Schlussphase Tore bekommen und so Punkte verloren, dieses Mal haben wir das so gemacht“, sagt ein erleichterter Trainer Emanuel Baum nach der Partie im Traunsteiner Land. Mit dem zweiten Sieg in Serie konnten die Schwabmünchner ein kleines Polster zwischen sich und den Abstiegsplätzen schieben.
Durch den Ausfall von Luca Boyer musste TSV-Coach Baum ein wenig seine Startelf umbauen. Für Boyer rückte Simon Paulus als „Sechser“ aufs Feld. Doch schon nach etwas mehr als 20 Minuten mussten die Schwabmünchner ein erstes Mal wechseln. Manuel Schmid musste angeschlagen runter, für ihn kam Tim Heckmeier ins Spiel. Die Schwarz-Weißen waren bis dahin gut in der Partie, verpassten es aber, wirklich gefährliche Aktionen zu generieren.
Bis kurz vor dem Seitenwechsel. Da kamen die Schwabmünchner zu einer Reihe von guten Torgelegenheiten. Im vierten Anlauf landete der Ball bei Maximilian Aschner, dessen Schussversuch von der Hand eines Kirchanschöringers geblockt wurde. Den folgenden Elfmeter versenkte Matteo Di Maggio souverän zur nicht unverdienten Schwabmünchner Führung.
„Wir wollten in der zweiten Hälfte an die erste anknüpfen, doch das hat nicht wirklich funktioniert“, so Emanuel Baum nach dem Spiel. Dass der Trainer mit der Leistung nicht zufrieden war, war auch immer wieder über den ganzen Platz zu hören. Baum nimmt sein Team aber auch in Schutz: „Wir mussten in der zweiten Hälfte dreimal verletzungsbedingt wechseln und umstellen. Das war nicht einfach.“
So war der Ausgleichstreffer der Gastgeber nicht unverdient. Danach witterte Kirchanschöring Morgenluft und erhöhten den Druck, doch die Schwabmünchner hielten die Oberbayern weitgehend erfolgreich von ihrem Tor fern. „Wir wollten uns auch mit dem Unentschieden nicht unbedingt zufriedengeben“, so Emanuel Baum. Vor allem wohl nicht Philip Gmell.
TSV Schwabmünchen: Zeche, Kusterer, Schmid (24. Heckmeier), Muha, Aschner (79. Speiser), Paulus, Di Maggio, Krist (68. Gmell), Boyer (72. Kusterer), Uhde (58. Glöckle), Gumpinger - Tore: 0:1 Di Maggio (43. Handelfmeter), 1:1 Nicklas (59.), 1:2 Gmell (90.+3) - Schiedsrichter: Eßberger (Geiselhöring) - Zuschauer: 385.
Nach dem wichtigen 2:1-Heimerfolg gegen den FC Gundelfingen will und muss der TSV Schwabmünchen beim SV Kirchanschöring (Samstag, 15 Uhr, EM-Group-Arena, Schiedsrichter Korbinian Eßberger, SV Wallkofen) nachlegen. Die Oberbayern haben derzeit einen Punkt weiger als der Schwarz-Weißen auf dem Konto. Mit einem Erfolg beim SVK könnten die Schwabmünchen somit ein kleines Polster zwischen sich und der Abstiegszone bringen.
„Ein Dreier wäre Gold wert“, sagt TSV-Trainer Emanuel Baum vor der Partie im Traunsteiner Land. Denn die Schwabmünchner wollen „unten rauskommen“, wie Baum erklärt. Dass es nicht leicht wird, ist ihm auch klar. Kirchanschöring war in der vergangenen Saison noch Dritter und erlebt in dieser Saison einen heftigen Absturz. „Die haben nicht über den Sommer alles verlernt. Wir müssen wachsam sein“ sagt Baum.
„Der Platz in Kirchanschöring ist klein, da kommen viele Zuschauer. Das ist auch ein gewisser Heimvorteil“, so Baum. Sieben ihrer zwölf Punkte holten die Oberbayern zu Hause, darunter war auch ein Sieg gegen Wasserburg. Um auf den Gegner vorbereitet zu sein, wird es wieder eine Videoanalyse geben. „Wir werden eine Lösung, um da erfolgreich zu sein, parat haben“, ist sich Baum sicher.
Die Gastgeber werfen eine der schwächeren Offensiven und die zweitmeisten Gegentore in die Wagschale. Ein Fakt, der Schwabmünchen auch entgegenkommen könnte. „Defensiv haben wir gegen Gundelfingen gut gespielt“, sagt Baum. „Besser werden könnte die Chancenverwertung. Was mir zuletzt gefallen hat, ist das Verhalten bei Standards. Das haben die Jungs gut gemacht“, so der Trainer, der anfügt: „Wir wollen defensiv weiter so gut stehen, dass es genügt, mit einem oder zwei Toren zu Punkten.“
Mindestens drei Stunden werden die Schwabmünchner auf dem Weg nach Kirchanschöring im Bus sitzen. Bislang kein gutes Omen für die Schwarz-Weißen, denn die Auftritte in Wasserburg oder Landshut mit ähnlichen Strecken nahmen kein gutes Ende. „Nach so einer Fahrt sind die Beine schwer“, weiß Baum. Daher hat man beim TSV auch ein Auge darauf, ob sich die Fahrten wirklich negativ auswirken. „Dann müssen wir uns etwas einfallen lassen, damit die Beine lockerer werden“, so Baum.
Einfallen lassen muss sich das Schwabmünchner Trainerteam auch etwas im Hinblick auf Aufstellung. Neben dem schon in der Vorwoche verletzen Matthias Moser wird auch Luca Boyer nicht zur Verfügung stehen. „Dazu waren in der Woche einige krank und angeschlagen“, so Baum.
Die Fahrt können auch Fans mit antreten, Abfahrt des Busses ist am Samstag um 9.30 Uhr am Sportplatz.
Durchatmen beim TSV Schwabmünchen. Nach vier sieglosen Spielen in Folge gelang im Derby gegen den FC Gundelfingen ein wichtiger Sieg. Somit rückten die Schwarz-Weißen wieder aus der Relegationszone. Den wichtigen drei Punkten ging ein hartes Stück Arbeit voraus. Wie angekündigt setzen die Gundelfinger auf viel Intensität und machten so den Schwabmünchnern das Leben schwer.
Vor allem in der ersten Hälfte kamen die Gastgeber kaum zur Geltung. Gundelfingen verteidigte mit viel Engagement. So sah sich Schwabmünchens Matteo Di Maggio fast immer in enger Manndeckung. Nur selten kamen die Schwabmünchner vors Tor der Gäste, hätten aber nach zehn Minuten durchaus führen können, als Maik Uhde, schön von Richard Gumpinger angespielt, frei vor dem Tor verzog. Das war auch für lange Zeit die beste Schwabmünchner Torgelegenheit.
Die Gäste, wenn auch optisch etwas überlegen, zeigten ebenfalls lange keine Torgefahr. Bis nach etwas mehr als einer halben Stunde ein Schwabmünchner Angriff abgefangen wurde. Und dann ging es ganz schnell. Nach dem Ballgewinn schickten die Gundelfinger Simon Achatz auf die Reise, der die Gäste in Führung brachte. Das Spiel blieb danach schnell und etwas zu intensiv, was auch einige Gelbe Karten auf beiden Seiten nach sich zog.
Kurz vor der Pause sorgte dann ein Freistoß für den nicht unverdienten Ausgleich. Nach einem Handspiel an der Gundelfinger Strafraumkante berieten sich Matteo Di Maggio und Maximilian Krist kurz. Die finale Entscheidung der beiden war, dass Krist es versuchen durfte. Und das machte der richtig gut. Sein Schlenzer passte haargenau ins lange Eck. Ein starker Treffer, der eigentlich kaum zu toppen war.
Nach dem Seitenwechsel waren die Schwabmünchner aktiver in der weiterhin temporeichen, immer wieder hitzigen, aber wenig niveauvollen Partie. So sorgte erneut ein individueller Lichtblick für den nächsten Treffer. Ein, eigentlich fast zu weiter, Ball von Luca Boyer lockte Gundelfingens Torhüter Frank aus seinem Kasten. Der hatte aber nicht mit der Geschwindigkeit von Matteo Di Maggio gerechnet. Schwabmünchens Außenspieler kam an die Kugel, erkannte, dass Frank zu weit vor seinem Tor war und sorgte mit einem technisch anspruchsvollen Lupfer für die Schwabmünchner Führung.
In der Folge versuchten die Gäste den Druck zu erhöhen, schafften es aber kaum, wirklich gefährlich zu werden. Schwabmünchen hingegen konnte die sich bietenden Räume nicht nutzen und waren ebenfalls wenig gefährlich. Pech hatte nur Maik Uhde, der nach 71 Minuten nur den Pfosten traf. Am Ende reichte es für die Schwarz-Weißen zu einem knappen, aber verdienten Sieg.
TSV Schwabmünchen: Zeche, Kusterer, Boyer (80. Heckmeier), Schmid, Muha, Aschner, Di Maggio (82. Ammann), Krist (71. Gmell), Boyer (65. Kusterer), Uhde, Gumpinger (78. Speiser)
Zuschauer: 478 Tore: 0:1 Achatz (33.), 1:1 Krist (43.), 2:1 Di Maggio (56.)
Es gibt Spiele, die sind ein wenig anders als andere. Die Partie des TSV Schwabmünchen gegen den FC Gundelfingen (Samstag, 14 Uhr, Siegmund-Arena, Schiedsrichter Elias Wörz, TSV Friesenried) hat gleich mehrere Faktoren, die das Spiel besonders machen. Grundsätzlich ist es eines von zwei schwäbischen Derbys, die für den TSV anstehen. Dazu kommt noch eine sportliche und persönliche Historie.
Die Gundelfinger sind als Meister der Landesliga Südwest in der Spielzeit 2024/2025 in die Bayernliga aufgestiegen, schnappten den Schwarz-Weißen den damals fast schon sicher geglaubten Titel weg. Auch wenn Schwabmünchen in dieser Spielzeit beide Spiele gegen Gundelfingen gewinnen konnte, dürfte da noch eine Rechnung offen sein. Dazu kommt, dass das Duell zwischen dem Zehnten Gundelfingen und dem 16. Schwabmünchen für die laufende Saison wichtig ist, da beide Teams derzeit nur vier Punkte auseinander liegen.
Eine nicht unbedeutende Würze in die Partie bringt auch FCG-Trainer Thomas Rudolph. Ein gutes Jahrzehnt schnürte er seine Fußballschuhe für den TSV. Seit dieser Zeit ist er nicht nur mit großen Teilen der Mannschaft befreundet. Auch bei Vereinsverantwortlichen und Fans genießt der sympathische 37-Jährige hohes Ansehen. Doch diese Zuneigung wird am Samstag für 90 Minuten auf beiden Seiten ruhen.
Zum Spiel gegen Deisenhofen war Rudolph vor Ort, um sich ein Bild der Schwabmünchner zu machen. „Das ist für beide Mannschaften ein wichtiges Spiel“, sagt Rudolph. „Schwabmünchen ist fußballerisch stark, da müssen wir gut dagegenhalten. Zweikämpfe, Intensität und Lautstärke müssen da von unserer Seite auf den Platz kommen“, sagt er. Grundsätzlich erwartet Thomas Rudolph eine ausgeglichene Partie, die „von Kleinigkeiten entschieden wird.“
Genau diese Kleinigkeiten waren es, die Schwabmünchen zuletzt Punkte gekostet haben. „Defensiv gut stehen und Fehler vermeiden“, fordert daher Schwabmünchens Trainer Emanuel Baum, der auch sieht, „dass die Mannschaft aus den Fehlern lernt.“ Denn eines ist für ihn klar: „Wir müssen einfach gewinnen. Mit Blick auf die Tabelle benötigen wir einen Sieg.“ Seinem Team gibt er mit auf den Weg, dass „zuerst die Defensiven Aufgaben zu lösen sind.“
Hoffnungen setzt Baum auch auf den Heimspielfaktor. „Auf unserem Platz kann die Mannschaft ihre technischen Fähigkeiten voll ausspielen“, sagt der Trainer. Gundelfingen sieht Baum als „disziplinierte, gute Mannschaft.“ Was die Schwarz-Weißen aber nicht aufhalten soll. „Wir haben den Anspruch, zu Hause zu siegen.“