Der Tag war wie gemacht für ein Freitagabendspiel. Bei frühlingshaftem Wetter trat Spitzenreiter Schwabmünchen beim Vorletzten Hollenbach an. In malerischer Kulisse der am Ortsrand gelegenen Sportanlage war das Ziel der Schwabmünchner klar: Den nächsten Schritt in Richtung Titel zu machen. Doch leicht war die Aufgabe nicht, denn trotz aller Fußballromantik auf dem Hollenbacher Sportgelände passte sich das Spielfeld im Hinblick auf den Zustand der ländlichen Umgebung an.

Am Ende reichte es für einen souveränen 3:0-Erfolg des Spitzenreiters. Doch lange taten sich die Schwabmünchner nicht nur wegen des Untergrunds schwer. Der TSV Hollenbach – mitten im Abstiegskampf – hielt lange dagegen und lauerte zeitgleich auf Konterchancen. Am Ende waren die Gastgeber jedoch zu harmlos und Schwabmünchen zu clever.

Fast immer im Ballbesitz

In der ersten Hälfte siegten die Schwabmünchner nur nach Punkten. Fast durchgehend im Ballbesitz versuchten sie immer wieder, ihr schnelles Kombinationsspiel über die Flügel aufzuziehen. Doch der Platz und giftig auftretende Hollenbacher schafften es immer wieder, den finalen Abschluss des Spitzenreiters zu unterbinden. Die Gastgeber beschränkten sich darauf, tief zu stehen und dann mit langen Bällen ihre Offensivkräfte in Szene zu setzen. In der Anfangsphase wäre dies fast aufgegangen. Nach eben solch einem Ball tauchte Martin Uhlemair frei vor Schwabmünchens Torhüter Fabio Zeche auf, doch dieser rettete souverän.

Auf der anderen Seite hatten Richard Gumpinger und vor allem Matteo Di Maggio die besten Tormöglichkeiten, doch zählbares sprang am Ende auch hier nicht heraus. So war der Spitzenreiter zwar in allen Belangen die überlegene Mannschaft, schaffte es aber vorerst nicht, dies auch in Tore umzumünzen.

Taktische Anpassung nach der Pause führt zum Erfolg

Zur zweiten Hälfte ersetzte Robin Glöckle den zurzeit glücklosen Matteo Di Maggio. Damit wollte Trainer Emanuel Baum einen weiteren Zielspieler in der Spitze haben, um auch mit Bällen in die Tiefe zu agieren. „Das Spiel über Außen brachte nichts ein, da wir bei diesen holprigen Rasen zu wenig Ballkontrolle hatten“, so der Trainer. Eine Maßnahme, die schnell Früchte zeigte. Die Schwabmünchner Chancen wurden besser. Am Ende war es jedoch ein Standard, der zum ersten Erfolg führte. Die gefühlt 15. Ecke fand den Kopf von Kapitän Tim Uhde, der den Ball in die Maschen wuchtete (52.).

Schwabmünchen blieb am Drücker, während von den Gastgebern kaum noch Aktionen kamen. Nach etwas mehr als einer Stunde war dann alles klar. Von Maik Uhde freigespielt, taucht Robin Glöckle frei vor dem Hollenbacher Tor auf und erzielt das 2:0 aus Sicht des Spitzenreiters. Eine knappe Viertelstunde vor dem Ende durften auch die Gastgeber sich über ihre zweite große Chance freuen, doch erneut blieb Fabio Zeche Sieger im Duell gegen Hollenbachs Uhlemair. Den Schlusspunkt setzte dann Maik Uhde zwei Minuten vor dem Ende, nachdem zuvor Simon Ammann den Spielaufbau der Gastgeber erfolgreich unterbunden hatte.

Schwabmünchens Trainer Emanuel Baum war am Ende zufrieden mit der Leistung seines Teams: „Drei Tore gemacht, keines kassiert, das passt. Die Partie war, ob der Bedingungen, nicht einfach zu spielen, aber das haben die Jungs gut gelöst.“ Die Schwabmünchner fuhren ohne zu glänzen drei weitere Punkte ein, oder wie Sportdirektor Manfred Bock feststellte: „Ein gutes Pferd springt nur so hoch, wie es muss.“

Sollte Schwabmünchens Kontrahent Durach am Samstag nicht gewinnen, sind die Schwarz-Weißen sicher Meister.

TSV Hollenbach: Hartmann, Burkhard, Baier, Zweckbronner (67. Fischer), Ruisinger, Cosar, Leitenmayer, Uhlemair (82. Högg), Kolacki, Frieser (67. Siedlaczek), Hungbaur (86. Falk)

TSV Schwabmünchen: Zeche, L. Kusterer, L. Boyer, Moser, T. Uhde, Aschner (82. Högg), Di Maggio (46. Glöckle), Krist (55. Schmid), P. Boyer (75. N. Kusterer), M. Uhde, Gumpinger (62. Ammann)

Schiedsrichter: Gabler (Hemau) - Zuschauer: 150

Tore: 0:1 T. Uhde (52.), 0:2 Glöckle (64.), 0:3 M. Uhde (88.)

Rechnerisch müssen die Schwabmünchner Fußballer noch fünf Punkte einfahren, damit ihnen der Titel in der Landesliga sicher ist. Doch schon am Wochenende ist die Chance groß, schon Klarheit zu haben. Gewinnen die Schwabmünchner in Hollenbach (Freitag, 18.15 Uhr, Krebsbach-Stadion, Schiedsrichter Noel Gabler, DJK Eichlberg/Neukirchen) und verliert Durach am Samstag gegen Kempten, sind die Schwarz-Weißen durch.

Doch genau dass wollen sie nicht. "Wir möchten den Titel nicht am Samstag auf der Couch holen. Unsere Hoffnung ist es, dass wir kommende Woche gegen Jetzendorf mit einem Heimsieg alles klar machen", so Trainer Emanuel Baum. Ähnlich sieht es Kapitän Tim Uhde: "Das wäre schon schöner so." Das bedeutet nichts anderes, als dass die Schwabmünchner am Wochenende ihren Konkurenten die Daumen drücken.

Das Gastspiel in Hollenbach wird kein Selbstläufer

Trotzdem gilt es für Schwabmünchen, erst einmal seine Hausaufgaben selbst zu machen, sprich in Hollenbach zu siegen. "Das wird nicht leicht", weiß Trainer Baum. Er bezeichnet den Gegner als "schwer auszurechnen, der an guten Tagen auftrumpfen kann, aber an schlechten Tagen auch leicht zu schlagen ist." Zudem sind auch die äußeren Umstände ein Fakt für Hollenbach. Da geht es eng her, die Zuschauer machen Stimmung und da es ein Freitagabendspiel ist, wird einiges los sein", so Baum.

Aber er glaubt auch an seine Mannschaft: "Die vergangenen beiden Spiele haben wir gezeigt was wir können. Die Jungs sind weiter richtig gut drauf." Bestätigen die Schwabmünchner ihren Aufwärtstrend, dann ist ein Erfolg beim Tabellenvorletzten drin. Auch wenn "sich der Gegner wehren wird", wie Baum überzeugt ist. Denn Hollenbach schnuppert noch mindestens an den Relegationsplätzen, wenn nicht sogar an direkten Klassenerhalt. Daher benötigt der Aufsteiger jeden Punkt.

Schwabmünchens Kader füllt sich wieder

Nachdem zuletzt einige Ausfälle die Optionen für Emanuel Baum und sein Trainerteam reduzierten, sieht es für das Spiel in Hollenbach besser aus. "Sicher fehlen Tim Heckmeier und Philip Gmell", so Baum. Die zuletzt noch angeschlagenen Manuel Schmid und Muhammed Emirzeoglu sind wieder im Training, Simon Paulus hat schon in der Vorwoche die ersten Schritte auf dem Platz gemacht. "Wahrscheinlich haben wir in Hollenbach neun Mann auf der Bank", freut sich Baum.

Pläne für eine spontane Meisterfeier am Samstag, sollte es die Konstellation hergeben, gibt es bislang keine. Die Schwabmünchner hoffen, dass Durach ihnen noch einen weiteren Gefallen macht, und den Schwarz-Weißen die Meisterparty gegen Jetzendorf ermöglicht.

Drei Tore in 14 Minuten waren der Grundstein für den 5:1-Erfolg des TSV Schwabmünchen gegen den FC Ehekirchen und für gute Laune nach der Partie. „Jetzt fehlen nur noch fünf Punkte, wenn überhaupt freute sich Abteilungsleiter Germar Thiele. Und so könnten die Schwarz-Weißen im Optimalfall in zwei Wochen zu Hause den Titel klar machen.

Die Gäste aus Ehekirchen hatten gegen bis in die Haarspitzen motivierte Schwabmünchner nichts zu holen. Gerade in der Anfangsphase wirkte der im Abstiegskampf befindliche FCE fast schon überfordert. Schon nach 26 Minuten sah sich Gästetrainer Käser zum ersten Wechsel gezwungen, das stand es jedoch schon 4:0. Und das völlig verdient, weil die Hausherren zielstrebig, konsequent und im Abschluss eiskalt agierten.

Schon der erste Angriff sitzt

Schwabmünchen konnte schnell in Führung gehen, weil schon der erste Angriff erfolgreich ausgespielt wurde. Wie so oft war es Maik Uhde, der mit einem perfekten Zuspiel Maximilian Krist in die Tiefe schickte. Der zurzeit formstarke Krist legte den Ball vom links in den Strafraum auf Richard Gumpinger, der seine Torjäger-Gene zeigte und den Ball über die Linie drückte. Nur wenige Minuten später schickte Maik Uhde Maxi Krist erneut auf die Reise und dieser vollstreckte diesmal selbst. Schwabmünchen lies nicht nach und erhöhte durch Maik Uhde auf 3:0. Dem Treffer war eine sehenswerte Vorbereitung von Maximilian Aschner und Richard Gumpinger vorausgegangen.

In diesem Tempo ging es fast weiter, denn nur vier Minuten nach dem dritten Treffer visierte Matteo Di Maggio den Pfosten an. Schwabmünchen kam immer wieder auf die selbe Art und Weise vors Tor: Ein schneller, tiefer Pass auf Außen und dann von der Grundlinie in den Strafraum. So fiel auch das 4:0, wobei sich da als Torschütze Ehekirchens Jakob Schaller eintragen lassen kann. Sein Versuch zu klären wurde zu einem durchaus feinem Flugkopfball ins eigene Tor. Die restlichen Minuten bis zur Pause waren eine Schwabmünchner Machtdemonstration, Ehekirchen sah kaum einen Ball aus der Nähe.

Die Dominanz bleibt auch nach dem Wechsel

Auch in der zweiten Hälfte hielten die Schwabmünchner weiter das Heft des Handelns in der Hand. Zwar agierten die Gastgeber nicht mehr ganz so druckvoll wie im ersten Abschnitt, hatten aber trotzdem die eine oder andere Torgelegenheit. Der nächste Schwabmünchner Treffer fiel dann in der 62. Minute. Nach einer Flanke von Matthias Moser setzte der gerade erst eingewechselte Robin Glöckle den Ball an den Pfosten. Der mit Glöckle ins Spiel gekommene Noah Kusterer stand aber goldrichtig um zum 5:0 abzustauben.

Auch nach dem fünften TSV-Treffer hatten die Hausherren nicht genug, doch am Ende waren es oft nur Zentimeter, die ein weiteres Schwabmünchner Tor verhinderten. In den Schlussminuten gelang den Gästen mit dem 5:1 noch ein wenig Ergebniskorrektur.

Nach dem zweiten 5:1-Sieg in Folge war Schwabmünchens Trainer Emanuel Baum natürlich zufrieden. „Das war vor allem in der ersten Hälfte eine richtig starke Leistung“, lobt er. Dass es nach dem Seitenwechsel nicht mehr ganz so dominant war, sieht Baum gelassen. „Wir haben oft gewechselt, dass unterbricht den Spielfluss. Aber wir sind trotzdem nicht schlechter geworden“, so der Trainer. Nachdem Kontrahent Durach am Wochenende erneut verloren hat, benötigen die Schwabmünchner nur noch fünf Punkte aus den ausstehenden sechs Spielen.

TSV Schwabmünchen: Zeche, L. Kusterer (46. Berger), L. Boyer, Moser, T. Uhde, Aschner (81. Paulus), Di Maggio, Krist (61. Ammann), P. Boyer (60. N. Kusterer), M. Uhde, Gumpinger (61. Glöckle)
FC Ehekirchen: Maiershofer, Schaller (46. Bauer), Tozakoglu, Hardok, Vollnhals (26. Füger), Ledl (81. Labus), Ettenreich (46. Lauber), Koschig, Burkhardt, Hollinger, Köstner
Schiedsrichter: Haase (Burglengenfeld) - Zuschauer: 227
Tore: 1:0 Gumpinger (4.), 2:0 Krist (8.), 3:0 M. Uhde (14.), 4:0 Schaller (25. Eigentor), 5:0 N. Kusterer (62.), 5:1 Hollinger (82.)

Schwabmünchens Trainer Emanuel Baum ist gut gelaunt. Kein Wunder, denn nach seiner Rückkehr aus dem Krankenstand gab es gleich einen deutlichen 5:1-Sieg in Aystetten. "Für mich war es super, wieder dabei zu sein. Dass es dann auch noch so ein Ergebnis gab, hat es natürlich noch besser gemacht", freut sich der Trainer. Zumal auch der größte Kontrahent Durach zuletzt dreimal in Folge verloren hatte. "Wir können in den nächsten Spielen viel für uns entscheiden", so Baum über die Lage.

Den nächsten Schritt können die Schwabmünchner am Sonntag (15 Uhr, Siegmund-Arena, Schiedsrichter Markus Haase, ASV Burglengenfeld) gegen den FC Ehekirchen machen. Die Oberbayern stehen wie die letzten Gegner der Schwabmünchner im Abstiegskampf und werden daher nicht unterschätzt. "Die kommen zu uns und wollen Punkte mitnehmen", ist sich Baum sicher.

FC Ehekirchen: Noch kein Sieg in 2026

Dabei sind die Oberbayern denkbar schlecht in die Frühjahrsrunde gestartet. Nach einem 1:1 zum Auftakt gegen Hollenbach setzte es fünf Niederlagen in Folge. Ein Umstand, den Baum durchaus für gefährlich hält: "Man darf Ehekirchen nicht unterschätzen. Die haben gute Leute, das haben wir schon beim Hinspiel gesehen." Da gewann Schwabmünchen mit 3:2, musste aber bis zum Ende zittern. "Klar ist ein Heimsieg unser Anspruch, aber wir müssen das Spiel trotzdem konzentriert angehen", fordert Baum daher, der sich sicher ist, dass "Ehekirchen auf Punkte spielen wird, ja sogar muss."

Aufpassen müssen die Schwabmünchner dabei vof allem auf den spielenden Co-Trainer Christoph Hollinger, der mit zwölf Toren und sechs Vorlagen an der Hälfte der Ehekirchner Tore beteiligt war. Doch das hat dem FCE nicht viel geholfen, denn das Problem des Tabellenvierzehnten ist die Zahl der Gegentore. 56 sind es bisher, nur drei Teams der Liga haben noch mehr kassiert.

Der Platz könnte zum Vorteil werden

In Aystetten war Baum von den fünf Toren angetan. Vor allem, weil der Platz nicht der Beste war. Das wird sich am Sonntag ändern. "Das Feld bei uns sah super aus", urteilt er. Denn ein guter Rasen kommt dem Schwabmünchner Spiel entgegen. "Umso besser der Platz ist, umso besser ist unser Spiel", so der Trainer, denn "wir wollen mit Tempo spielen, nach zwei Kontakten den Ball weitergeben. Da ist es besser, wenn sich der Ball leichter kontrollieren lässt", erklärt der Trainer.

Nachdem dies vergangene Woche auch anspruchvollem Geläuf in Aystetten schon gut gelang, sind die Erwartungen an den Sonntag durchaus hoch. Dabei muss Baum jedoch auf zwei seiner Außenverteidiger verzichten. Manuel Schmid hat sich in Aystetten beim Aufwärmen verletzt. "Manu geht es besser, aber wir wollen noch kein Risiko eingehen", so Baum. Sein Vertreter Philip Gmell konnte nur eine Halbzeit spielen. "Da sieht es nach einem Bänderriss und einer längeren Pause aus", erklärt der Trainer. "Noch haben wir genug Spieler, um die Positionen zu besetzen", so Baum.

Bei dem anderen Verletzten sieht es langsam wieder besser aus. Muhammed Emirzeoglu ist wieder im Training und dürfte bald auch wieder im Kader sein. Simon Paulus, der seit Saisonstart fehlt, tastet sich langsam an den Spielbetrieb heran und Maximilian Muha ist ebenfalls im Aufbau. Für den anstehenden Endspurt sind dies durchaus wichtige Signale.

Mit Rückkehrer Emanuel Baum auf der Trainerbank konnten unsere Jungs einen deutlichen und wichtigen Sieg in Aystetten feiern. Am Ende hieß es 5:1, ein auch in dieser Höhe verdienter Erfolg. Schon nach vier Minute brachte uns Maxi Krist nach starkem Zuspiel von Maik Uhde in Führung. Diese währte jedoch nicht lange, denn ein Platzfehler lies Lucas Kusterer schlecht aussehen und Aystettens Eduard Schäfer war so auf und davon und konnte den Ausgleich erzielen. Nach dem überraschenden 1:1 hatten die Gastgeber einige Minuten Rückenwind und konnten Akzente setzen. Doch die Schwarz-Weißen kamen zurück ins Spiel und nahmen das Heft in die Hand. Daraus folgten weitere Treffer. Erst staubte Richard Gumpinger einen Lattenkopfball von Tim Uhde ab (29.), wenig später verwandelte Matteo Di Maggio einen Handelfmeter zum 3:1. Noch vor der Pause sorgte erneut Richard Gumpinger mit dem 4:1 für klare Verhältnisse.

Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich eine Partie nach dem Motto "Die Einen können nicht mehr, die Anderen wollen nicht mehr". Schwabmünchen war dabei das dominanten Team, Aystetten war oft nur in der Zuschauerrolle. Mit dem 4:1 in Rücken waren die Offensivaktionen des Spitzenreiters nicht immer zwingend, und wenn dann fanden sie ihren Meister im Aystetter Torhüter. Erst in der Nachspielzeit sorgte Maxi Krist für das 5:1.

Emanuel Baum war zufrieden mit dem Auftritt der Schwarz-Weißen und sieht sein Team "auf dem richtigen Weg". Vor allem, dass es gelang, trotz der schwierigen Platzverhältnisse fünf Treffer zu erzielen hob Baum hervor.  Bitter dafür die zwei Ausfälle, die die Schwabmünchner hinnehmen mussten. Schon beim Warmmachen musste Manuel Schmid passen, sein Vertreter Philip Gmell musste zur Hälfte angeschlagen raus.

Durach hat erneut verloren, nun gilt es für unsere Jungs, dies zu vergolden und auch in Aystetten zu siegen.

Nach dem 3:0-Erfolg gegen Oberweikertshofen konnte man beim TSV Schwabmünchen durchatmen. "Das war in allen Bereichen eine Steigerung im Vergleich zu den vorherigen Spielen", So Sebastian Deutscher, der weiterhin zusammen mit Luckmann Abdallah den erkrankten Chef-Trainer Emanuel Baum vertritt. Nun gilt es für die Schwabmünchner gegen Aystetten (Samstag, 15 Uhr, Wehrmann Arena, Schiedsrichter Raffael Dauner, FC Phönix München) "dran zu bleiben", wie es Deutscher bezeichnet.

Dabei erwartet Deutscher keine leichte Partie: "Wie Oberweikertshofen kämpft auch Aystetten um den Klassenerhalt. Die werden alles geben. Vergangene Woche war gut zu sehen, wie das wird." Damit meint der Trainer vor allem die defensive Spielweise der Oberweikertshofer mit einer Fünferkette. "Aber die Mannschaft hat nicht aufgegeben, Willen und Gier gezeigt. So muss es auch am Samstag sein", ergänzt er. Für Deutscher geht es auch in Aystetten nicht darum, einen Schönheitspreis zu gewinnen. "Wir wollen die Punkte. Und die müssen erarbeitet werden", stellt er klar. Zugute kommt den Schwabmünchnern, dass bis auf Tim Heckmeier der ganze Kader zur Verfügung steht. "Das ist gut. Vor allem, weil es so einen gewissen Konkurrenzdruck schafft", sagt Deutscher, der guter Dinge ist, dass die Mannschaft auf der Leistung aus der Vorwoche aufbaut. "Drei Tore geschossen, keines kassiert. Das war nicht schlecht und ist eine gute Grundlage", hofft er.

Dass die Schwabmünchner die Aufgabe Aystetten ernst nehmen, zeigt auch die Trainingsplanung. Denn selbst am Freitag steht die Mannschaft trotz Feiertag nochmal auf dem Platz, um sich für die Partie vorzubereiten.

„Jetzt weißt du, warum wir Letzter sind.“ Das waren die ersten Worte von Oberweikertshofens Trainer Paolo Maiolo nach dem Spiel. Das Schlusslicht hat, am Ende verdient, beim Spitzenreiter Schwabmünchen mit 3:0 verloren. Dabei gingen die Gastgeber erst kurz vor der Pause nach einem Doppelschlag von Maik Uhde in Führung. „Da hätte es auch 2:0 oder gar 3:0 für uns stehen können“, fasst Maiolo zusammen. Und bringt das Problem auf den Punkt: Sein Team macht die Tore nicht.
Auch wenn Schwabmünchen von Beginn an die bestimmende Mannschaft war, hatten die Gäste lange die besten Chancen. Vor allem Dominik Widemann, der nach 24 Minuten eigentlich den SCO frei vor dem Tor in Führung hätte bringen müssen. Da er es jedoch nicht tat, blieb das Spiel weiter offen. Bis zu Maik Uhdes Doppelschlag, der wie eine Vorentscheidung war.

Defensive Gäste machen Schwabmünchen das Leben schwer

Dass es beinahe bis zur Pause dauerte, ehe Schwabmünchen die Null von der Anzeigetafel brachte, lag vorrangig an der taktischen Einstellung der Gäste. Mit einer gut agierenden Fünferkette machte es der SCO den Gastgebern schwer, trotz mehr Ballbesitz gefährlich zu werden. Klare Chancen waren vorerst Mangelware. Dafür war auch etwas anderes zu sehen: Die Mannschaft brachte den vom Trainerteam geforderten Willen auf den Rasen. Nach etwa einer halben Stunde gab es beinahe den ersten Lohn, als Maximilian Aschner den Ball ins Tor unterbrachte. Doch wegen Handspiels fand der Treffer keine Anerkennung durch den starken Schiedsrichter Raphael Salzberger. Gemessen daran, dass Aschner nicht einmal im Ansatz die Entscheidung anzweifelte, lag der Schiedsrichter wohl richtig.
Kurz danach gab es den ersten Rückschlag für die Gäste. Nachdem SCO-Torhüter Elias Reinert einen Schuss von Tim Uhde stark pariert hatte, war Ende für den Gäste-Schlussmann. Humpelnd musste er vom Platz. Sein Vertreter Marco Dzwonik hatte noch keinen Ball in die Finger bekommen, da musste er diesen schon aus dem Netz fischen. Maik Uhde leitete mit einem Flügelwechsel einen Angriff ein, den er dann selbst per Kopf im Strafraum zum 1:0 verwertete (46.). Drei Minuten später zeigte Schwabmünchens Topscorer seine Spielintelligenz, als er lautstark Matteo Di Maggio aufforderte, nicht zum Ball zu gehen. So stand dieser nur passiv im Abseits und Uhde konnte frei aufs Tor gehen und das 2:0 machen, da die Gäste-Abwehr auf den Pfiff wartete.

Nach dem Seitenwechsel dominiert der Spitzenreiter

Die Schwabmünchner Führung kurz vor der Pause war für die Gäste wie ein K.-o.-Schlag und für die Gastgeber die nötige Befreiung. Nach der Pause hatten die Schwabmünchner das Spiel komplett im Griff, ließen kaum noch Angriffe des Schlusslichts zu. Zwar gelang es den Schwarz-Weißen lange nicht, sich entscheidend in Szene zu setzen, doch je länger das Spiel lief, desto näher kamen sie dem dritten Treffer. Maxi Aschner schaffte es nach einem Patzer des SCO-Torhüters fast, doch aus extrem spitzen Winkel rollte der Ball dann nur die Linie entlang.
So dauerte es bis zur 77. Minute, ehe Philip Gmell einen starken Angriff der Hausherren im Nachschuss zum 3:0 veredelte. Damit war endgültig klar, dass der Spitzenreiter die drei Punkte eingefahren hat. In der Folgezeit gab es sogar noch die eine oder andere Chance auf einen vierten Treffer.
Sebastian Deutscher war am Ende froh um den Erfolg, „auch wenn das nicht unbedingt ein schönes Spiel war“, wie er feststellte. Der Vertreter des erkrankten Trainers Emanuel Baum war vor allem mit dem Willen der Mannschaft zufrieden. „Es war schwer, die Kette der Oberweikertshofer zu knacken, aber die Mannschaft hat es immer wieder versucht und nicht nachgelassen“, lobt er.

TSV Schwabmünchen: Zeche, Kusterer, Schmid, Moser, Uhde, Aschner (67. Gmell), Di Maggio (80. Ammann), Boyer (74. Gumpinger), Kusterer (46. Boyer), Uhde, Glöckle (78. Berger)
SC Oberweikertshofen: Reinert (42. Dzwonik), Hueber, Willibald, Stubhan (67. Andrusyk), Volk, Kopyciok (46. Scheibner), Eck, Leibelt, Tcha-Zodi, Karlitschek (62. Leibelt), Widemann (87. Sdzuy)
Schiedsrichter: Salzberger (Mühldorf a. Inn) - Zuschauer: 287
Tore: 1:0 Uhde (45.+1), 2:0 Uhde (45.+3), 3:0 Gmell (77.)

„Das Spiel gegen Rain ist abgehakt, da mit Blick auf den Vorsprung nichts passiert ist“, sagt Schwabmünchens Co-Trainer Sebastian Deutscher. Da sind die Schwabmünchner dem TSV Hollenbach durchaus dankbar, dass dieser den Verfolger aus Durach besiegt hat. Denn sonst wäre der einst komfortable Vorsprung der Schwabmünchner weiter geschmolzen. Damit dies auch so bleibt, muss sich jedoch einiges bei den Schwarz-Weißen ändern.
Deshalb ist am Sonntag (15 Uhr, Siegmund-Arena, Schiedsrichter Raphael Salzberger, FC Mühldorf) gegen das Schlusslicht aus Oberweikertshofen ein Sieg fast schon Pflicht. „45 gute Minuten werden da genauso wenig genügen, wie in Rain. Kein Gegner wird uns etwas schenken“, so Deutscher. Zumal die Oberbayern ums nackte Überleben kämpfen und jeden Punkt benötigen.

Deutliche Steigerung notwendig

Noch einmal blickt Deutscher auf das Spiel in Rain zurück: „Am Sonntag ist eine 100-prozentige Steigerung notwendig. Und das in allen Belangen.“ Gerade im Verlauf der ersten Hälfte haben die Schwabmünchner da einiges vermissen lassen. „Wir müssen von der ersten Minute an da sein, Gier zeigen und konzentriert sein“, fordert der Co-Trainer. Dies soll vor allem vor dem Tor helfen. Denn in den vier Rückrundenpartien haben die Schwabmünchner nur fünfmal getroffen. Eine schwache Quote, waren es in der Hinrunde doch drei Treffer pro Spiel.
Von einer Torflaute will Sebastian Deutscher trotzdem nicht sprechen: „Wir sind ein Team ohne explizierten Torjäger. Bei uns können viele Spieler die Tore machen. Und zuletzt war auch ein wenig Spielpech dabei.“ Trotzdem fordert er beim Abschluss mehr „Willen und Gier“ ein. „Wenn das wieder in die Köpfe kommt, wird nach dem Spiel niemand mehr über eine Torflaute sprechen“, ist er überzeugt.

Der Gästetrainer ist ein alter Bekannter

Das Schlusslicht Oberweikertshofen war lange Zeit ein ungeliebter Gegner der Schwabmünchner. Immer wieder waren die Oberbayern als Stolperstein gut. Doch mit ihrer bisherigen Bilanz ist es möglich, dass die Schwarz-Weißen zum ersten Mal beide Spiele gegen den SCO gewinnen können. Leidtragender wäre dann ein in Schwabmünchen nicht unbekannter: Paolo Maiolo. Der ist seit dem Jahreswechsel Trainer beim Schlusslicht. In gleicher Funktion war er fast 100 Spiele für den TSV aktiv. Sechs Spieler aus seiner Zeit, darunter Maik und tim Uhde, sind immer noch im Schwabmünchner Kader.
Sebastian Deutscher misst Maiolos Schwabmünchen-Vergangenheit keine Bedeutung zu: „Ich selbst kenne ihn nicht, und unsere Mannschaft ist eine andere wie damals. Daher ist mir das egal. Wir müssen auf uns und unsere Leistung blicken.“ Dazu kann Deutscher wieder auf fast den ganzen Kader zurückgreifen. Anders als Maiolo, der auf Maximilian Schuch verzichten muss. Der torgefährlichste SCO-Akteur sah vergangene Woche Rot. Schuch trug – vor mehr als zehn Jahren – auch schon das Schwarz-Weiße Trikot, ebenso wie SCO-Torhüter Elias Reinert.

Das war so nicht geplant. Der Fußball-Landesligist TSV Schwabmünchen musste mit leeren Händen die Rückreise vom Duell gegen den TSV Rain antreten. Am Ende waren es zwei Faktoren, die zur 0:1-Niederlage führten: eine gut 30 Minuten andauernde Schwächephase in der ersten Hälfte, sowie eine erneut mangelhafte Chancenverwertung. Vor allem Letzteres verhinderte am Ende einen durchaus möglichen Punktgewinn.

Das „Schreckgespenst“ Rückrunde scheint somit weiter ein Teil der Schwabmünchner Fußballwelt zu sein. Der ehemals stolze Vorsprung von zwölf Punkten schmilzt weiter vor sich hin und die Schwarz-Weißen laufen Gefahr, sich erneut die guten Leistungen einer Hinrunde vom Papier nehmen zu lassen.

Schwabmünchen: Einbruch nach gutem Start

Dabei sah es in Rain zu Beginn gar nicht so schlecht aus. Das Trainerduo Sebastian Deutscher und Luckmann Abdallah – sie mussten ohne den erkrankten Chef-Coach Emanuel Baum auskommen – hatte die Mannschaft gut eingestellt. Schwabmünchen startete spielbestimmend in die Partie. In der ersten Viertelstunde hatte die Begegnung aus Sicht des Spitzenreiters nur einen Makel: Die Schwarz-Weißen waren nicht in der Lage, den guten Start zu vergolden. Und das wäre wichtig gewesen. Denn nach dieser Phase kam es zum Bruch im Spiel der Schwabmünchner.

„Wir können uns nicht wirklich erklären, was da passiert ist“, so Trainer Sebastian Deutscher. Auf einmal war Rain giftiger, gedankenschneller und die bessere Mannschaft. Im Grunde war nur Torhüter Fabio Zeche Herr der Lage, der mehrfach einen Rückstand verhinderte. Nach vorne brachte Schwabmünchen wenig, auch weil sich Maik Uhde oft einer Doppeldeckung gegenübersah und auch der linke Flügel mit Matteo Di Maggio auf ähnliche Weise kalt gestellt wurde.

Fabio Zeche im Pech

Nach etwas mehr als einer halben Stunde schlug dann das Schicksal gleich zweimal zu. Erst bekamen die Gastgeber einen, durchaus zu hinterfragenden, Elfmeter zugesprochen. Rains Michael Knötzinger trat an, scheiterte aber an Fabio Zeche. Doch der Ball prallte zurück zum Schützen, der dann aus sieben Metern keine Mühe hatte, das Spielgerät über die Linie zu bringen. Mit dieser verdienten Führung für die Gastgeber ging es in die Pause.

Sebastian Deutscher und Luckmann Abdallah schienen in der Kabine die richtigen Worte gefunden zu haben. Schwabmünchen legte nach Wiederanpfiff los wie die Feuerwehr. Doch im Vergleich zu den Einsatzkräften fehlte die Ruhe in den Aktionen. Zwar generierte der Spitzenreiter in den ersten Minuten der zweiten Hälfte mehr Chancen als zuvor in 45 Minuten, doch zählbares sprang dabei nicht heraus. Dabei war der Auftritt im zweiten Spielabschnitt ein Guter. Rain kam nur noch zu Konterchancen, dich da war meist Fabio Zeche Endstation. Das half aber am Ende nichts, denn die Schwarz-Weißen wussten auch die besten Chancen zu vergeben.

Dementsprechend frustriert war Sebastian Deutscher nach der Partie. „Da wäre mehr drin gewesen. Die Phase in der ersten Hälfte und die vergebenen Chancen dürfen nicht sein“, kritisiert er. „Vielleicht haben die Jungs nun aber auch endlich verstanden, dass 80 Prozent zu wenig sind. Wir müssen immer alles geben“, ergänzt er.

TSV Rain/Lech: Gordy, Schuster, Schmidt, Ott, Knötzinger (75. Perfetto), Talla (86. Bobinger), Lohner, Joerss (90. Huck), Müller, Schmidt (81. Böhm), Lechner

TSV Schwabmünchen: Zeche, L. Kusterer, Schmid (91. Ott), T. Uhde, Aschner (84. Gmell), Di Maggio, Krist (63. Ammann), P. Boyer, N. Kusterer (81. l. Boyer), M. Uhde, Gumpinger (77. Glöckle)

Schiedsrichter: Wörz (Friesenried) - Zuschauer: 200

Tore: 1:0 Knötzinger (33.)

Besondere Vorkommnisse: Knötzinger (TSV Rain/Lech) scheitert mit Foulelfmeter an Torwart Zeche (33.).

Nach dem wichtigen Sieg gegen Aindling vor einer Woche geht es für die Landesliga-Fußballer des TSV Schwabmünchen nun gegen Rain (Samstag, 14 Uhr, Georg-Weber-Stadion, Schiedsrichter Elias Wörz, TSV Friesenried). Dabei ist die Zielsetzung klar, die Schwarz-Weißen wollen den nächsten Sieg einfahren. Ein Blick auf die Heimbilanz der Nordschwaben zeigt, dass dies kein leichtes Unterfangen wird, denn bisher hat der Absteiger zu Hause noch nicht verloren.

Doch auf der anderen Seite sind die Schwabmünchner das beste Auswärtsteam der Liga. Bei den zwölf Partien auf fremden Gelände ging der TSV achtmal als Sieger vom Feld, holte drei Unentschieden und nur eine Niederlage. Es dürfte somit eine spannende Partie auf die Zuschauer zukommen.

Die Tagesform könnte ein Faktor werden

Auch Schwabmünchens Trainer Manuel Baum will den TSV Rain nicht auf die leichte Schulter nehmen. „Ich denke, das Hinspiel (2:2) hat gezeigt, dass wir aufpassen müssen“, so der Trainer. Er sieht Rain als schwierig zu bespielenden Gegner. „Rain zeigt mal gute Spiele, um dann wieder überraschend zu verlieren. Die Mannschaft ist inkonstant“, ergänzt er. Daher sieht er die Tagesform als wichtigen Faktor. „Wir müssen wieder alles raushauen“, forder Baum daher.

Hilfreich könnte da der Erfolg aus der Vorwoche sein. „Der Sieg gegen Aindling könnte der benötigte Knotenlöser gewesen sein. Wir können nun mit einem anderen Gefühl auflaufen“, hofft Baum. Dazu betont er auch: „Wir haben in der Rückrunde bisher nicht verloren, dass wird oft übersehen. Unsere Auftritte waren nicht so schlecht.“

Schwabmünchen: Drei Ausfälle und ein Rückkehrer

Beim TSV Rain müssen die Schwabmünchner neben dem weiter verletzt fehlenden Maximilian Muha auch auf Muhammed Emirzeoglu, der sich in Manchning verletzt hatte und Matthias Moser verzichten. Dafür könnte Luca Boyer wieder eine Option sein, der nach seinem beruflich bedingten Auslandsaufenthalt wieder zur Verfügung steht. „Wir werden eine konkurrenzfähige Mannschaft aufs Feld bringen“, ist Baum überzeugt.

Gegen Rain müssen die Schwabmünchner vor allem auf die schnellen Außenspieler acht geben, erklärt Baum. „Der große Platz kommt beiden Teams zu Gute. Daher ist es wichtig, Ballverluste zu vermeiden“, so der Trainer weiter.

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