„Das Spiel gegen Rain ist abgehakt, da mit Blick auf den Vorsprung nichts passiert ist“, sagt Schwabmünchens Co-Trainer Sebastian Deutscher. Da sind die Schwabmünchner dem TSV Hollenbach durchaus dankbar, dass dieser den Verfolger aus Durach besiegt hat. Denn sonst wäre der einst komfortable Vorsprung der Schwabmünchner weiter geschmolzen. Damit dies auch so bleibt, muss sich jedoch einiges bei den Schwarz-Weißen ändern.
Deshalb ist am Sonntag (15 Uhr, Siegmund-Arena, Schiedsrichter Raphael Salzberger, FC Mühldorf) gegen das Schlusslicht aus Oberweikertshofen ein Sieg fast schon Pflicht. „45 gute Minuten werden da genauso wenig genügen, wie in Rain. Kein Gegner wird uns etwas schenken“, so Deutscher. Zumal die Oberbayern ums nackte Überleben kämpfen und jeden Punkt benötigen.
Noch einmal blickt Deutscher auf das Spiel in Rain zurück: „Am Sonntag ist eine 100-prozentige Steigerung notwendig. Und das in allen Belangen.“ Gerade im Verlauf der ersten Hälfte haben die Schwabmünchner da einiges vermissen lassen. „Wir müssen von der ersten Minute an da sein, Gier zeigen und konzentriert sein“, fordert der Co-Trainer. Dies soll vor allem vor dem Tor helfen. Denn in den vier Rückrundenpartien haben die Schwabmünchner nur fünfmal getroffen. Eine schwache Quote, waren es in der Hinrunde doch drei Treffer pro Spiel.
Von einer Torflaute will Sebastian Deutscher trotzdem nicht sprechen: „Wir sind ein Team ohne explizierten Torjäger. Bei uns können viele Spieler die Tore machen. Und zuletzt war auch ein wenig Spielpech dabei.“ Trotzdem fordert er beim Abschluss mehr „Willen und Gier“ ein. „Wenn das wieder in die Köpfe kommt, wird nach dem Spiel niemand mehr über eine Torflaute sprechen“, ist er überzeugt.
Das Schlusslicht Oberweikertshofen war lange Zeit ein ungeliebter Gegner der Schwabmünchner. Immer wieder waren die Oberbayern als Stolperstein gut. Doch mit ihrer bisherigen Bilanz ist es möglich, dass die Schwarz-Weißen zum ersten Mal beide Spiele gegen den SCO gewinnen können. Leidtragender wäre dann ein in Schwabmünchen nicht unbekannter: Paolo Maiolo. Der ist seit dem Jahreswechsel Trainer beim Schlusslicht. In gleicher Funktion war er fast 100 Spiele für den TSV aktiv. Sechs Spieler aus seiner Zeit, darunter Maik und tim Uhde, sind immer noch im Schwabmünchner Kader.
Sebastian Deutscher misst Maiolos Schwabmünchen-Vergangenheit keine Bedeutung zu: „Ich selbst kenne ihn nicht, und unsere Mannschaft ist eine andere wie damals. Daher ist mir das egal. Wir müssen auf uns und unsere Leistung blicken.“ Dazu kann Deutscher wieder auf fast den ganzen Kader zurückgreifen. Anders als Maiolo, der auf Maximilian Schuch verzichten muss. Der torgefährlichste SCO-Akteur sah vergangene Woche Rot. Schuch trug – vor mehr als zehn Jahren – auch schon das Schwarz-Weiße Trikot, ebenso wie SCO-Torhüter Elias Reinert.
Das war so nicht geplant. Der Fußball-Landesligist TSV Schwabmünchen musste mit leeren Händen die Rückreise vom Duell gegen den TSV Rain antreten. Am Ende waren es zwei Faktoren, die zur 0:1-Niederlage führten: eine gut 30 Minuten andauernde Schwächephase in der ersten Hälfte, sowie eine erneut mangelhafte Chancenverwertung. Vor allem Letzteres verhinderte am Ende einen durchaus möglichen Punktgewinn.
Das „Schreckgespenst“ Rückrunde scheint somit weiter ein Teil der Schwabmünchner Fußballwelt zu sein. Der ehemals stolze Vorsprung von zwölf Punkten schmilzt weiter vor sich hin und die Schwarz-Weißen laufen Gefahr, sich erneut die guten Leistungen einer Hinrunde vom Papier nehmen zu lassen.
Dabei sah es in Rain zu Beginn gar nicht so schlecht aus. Das Trainerduo Sebastian Deutscher und Luckmann Abdallah – sie mussten ohne den erkrankten Chef-Coach Emanuel Baum auskommen – hatte die Mannschaft gut eingestellt. Schwabmünchen startete spielbestimmend in die Partie. In der ersten Viertelstunde hatte die Begegnung aus Sicht des Spitzenreiters nur einen Makel: Die Schwarz-Weißen waren nicht in der Lage, den guten Start zu vergolden. Und das wäre wichtig gewesen. Denn nach dieser Phase kam es zum Bruch im Spiel der Schwabmünchner.
„Wir können uns nicht wirklich erklären, was da passiert ist“, so Trainer Sebastian Deutscher. Auf einmal war Rain giftiger, gedankenschneller und die bessere Mannschaft. Im Grunde war nur Torhüter Fabio Zeche Herr der Lage, der mehrfach einen Rückstand verhinderte. Nach vorne brachte Schwabmünchen wenig, auch weil sich Maik Uhde oft einer Doppeldeckung gegenübersah und auch der linke Flügel mit Matteo Di Maggio auf ähnliche Weise kalt gestellt wurde.
Nach etwas mehr als einer halben Stunde schlug dann das Schicksal gleich zweimal zu. Erst bekamen die Gastgeber einen, durchaus zu hinterfragenden, Elfmeter zugesprochen. Rains Michael Knötzinger trat an, scheiterte aber an Fabio Zeche. Doch der Ball prallte zurück zum Schützen, der dann aus sieben Metern keine Mühe hatte, das Spielgerät über die Linie zu bringen. Mit dieser verdienten Führung für die Gastgeber ging es in die Pause.
Sebastian Deutscher und Luckmann Abdallah schienen in der Kabine die richtigen Worte gefunden zu haben. Schwabmünchen legte nach Wiederanpfiff los wie die Feuerwehr. Doch im Vergleich zu den Einsatzkräften fehlte die Ruhe in den Aktionen. Zwar generierte der Spitzenreiter in den ersten Minuten der zweiten Hälfte mehr Chancen als zuvor in 45 Minuten, doch zählbares sprang dabei nicht heraus. Dabei war der Auftritt im zweiten Spielabschnitt ein Guter. Rain kam nur noch zu Konterchancen, dich da war meist Fabio Zeche Endstation. Das half aber am Ende nichts, denn die Schwarz-Weißen wussten auch die besten Chancen zu vergeben.
Dementsprechend frustriert war Sebastian Deutscher nach der Partie. „Da wäre mehr drin gewesen. Die Phase in der ersten Hälfte und die vergebenen Chancen dürfen nicht sein“, kritisiert er. „Vielleicht haben die Jungs nun aber auch endlich verstanden, dass 80 Prozent zu wenig sind. Wir müssen immer alles geben“, ergänzt er.
TSV Rain/Lech: Gordy, Schuster, Schmidt, Ott, Knötzinger (75. Perfetto), Talla (86. Bobinger), Lohner, Joerss (90. Huck), Müller, Schmidt (81. Böhm), Lechner
TSV Schwabmünchen: Zeche, L. Kusterer, Schmid (91. Ott), T. Uhde, Aschner (84. Gmell), Di Maggio, Krist (63. Ammann), P. Boyer, N. Kusterer (81. l. Boyer), M. Uhde, Gumpinger (77. Glöckle)
Schiedsrichter: Wörz (Friesenried) - Zuschauer: 200
Tore: 1:0 Knötzinger (33.)
Besondere Vorkommnisse: Knötzinger (TSV Rain/Lech) scheitert mit Foulelfmeter an Torwart Zeche (33.).
Nach dem wichtigen Sieg gegen Aindling vor einer Woche geht es für die Landesliga-Fußballer des TSV Schwabmünchen nun gegen Rain (Samstag, 14 Uhr, Georg-Weber-Stadion, Schiedsrichter Elias Wörz, TSV Friesenried). Dabei ist die Zielsetzung klar, die Schwarz-Weißen wollen den nächsten Sieg einfahren. Ein Blick auf die Heimbilanz der Nordschwaben zeigt, dass dies kein leichtes Unterfangen wird, denn bisher hat der Absteiger zu Hause noch nicht verloren.
Doch auf der anderen Seite sind die Schwabmünchner das beste Auswärtsteam der Liga. Bei den zwölf Partien auf fremden Gelände ging der TSV achtmal als Sieger vom Feld, holte drei Unentschieden und nur eine Niederlage. Es dürfte somit eine spannende Partie auf die Zuschauer zukommen.
Auch Schwabmünchens Trainer Manuel Baum will den TSV Rain nicht auf die leichte Schulter nehmen. „Ich denke, das Hinspiel (2:2) hat gezeigt, dass wir aufpassen müssen“, so der Trainer. Er sieht Rain als schwierig zu bespielenden Gegner. „Rain zeigt mal gute Spiele, um dann wieder überraschend zu verlieren. Die Mannschaft ist inkonstant“, ergänzt er. Daher sieht er die Tagesform als wichtigen Faktor. „Wir müssen wieder alles raushauen“, forder Baum daher.
Hilfreich könnte da der Erfolg aus der Vorwoche sein. „Der Sieg gegen Aindling könnte der benötigte Knotenlöser gewesen sein. Wir können nun mit einem anderen Gefühl auflaufen“, hofft Baum. Dazu betont er auch: „Wir haben in der Rückrunde bisher nicht verloren, dass wird oft übersehen. Unsere Auftritte waren nicht so schlecht.“
Beim TSV Rain müssen die Schwabmünchner neben dem weiter verletzt fehlenden Maximilian Muha auch auf Muhammed Emirzeoglu, der sich in Manchning verletzt hatte und Matthias Moser verzichten. Dafür könnte Luca Boyer wieder eine Option sein, der nach seinem beruflich bedingten Auslandsaufenthalt wieder zur Verfügung steht. „Wir werden eine konkurrenzfähige Mannschaft aufs Feld bringen“, ist Baum überzeugt.
Gegen Rain müssen die Schwabmünchner vor allem auf die schnellen Außenspieler acht geben, erklärt Baum. „Der große Platz kommt beiden Teams zu Gute. Daher ist es wichtig, Ballverluste zu vermeiden“, so der Trainer weiter.
Durchatmen beim TSV Schwabmünchen. Nach den zwei Punkteteilungen zum Auftakt ins Frühjahr ist gegen den TSV Aindling am Sonntag der erste Dreier gelungen. Die Partie war die erwartet schwierige Aufgabe, doch am Ende reichte es zu einem durchaus verdienten 1:0-Erfolg für den Landesliga-Spitzenreiter. Damit können die Schwabmünchner Verfolger Durach, der zu Hause gegen Ehekirchen einen Sieg einfuhr, auf Distanz halten.
Mit dem Erfolg konnten die Schwabmünchner einen kapitalen Fehlstart vermeiden. Nach den schwachen Rückrunden in den vergangenen beiden Spielzeiten bestand durchaus die Gefahr, dass dies zur Kopfsache hätte werden können. Die Gefahr ist nun gebannt – zumindest hofft das das Schwabmünchner Umfeld.
Schwabmünchen kam gut in die Partie und konnte auch die ersten offensiven Akzente setzen, wobei diese noch nicht zwingend waren. Die Gäste fanden sich nach zögerlichen Anfangsminuten dann immer besser im Spiel ein. So verlagerte sich das Geschehen in den Bereich zwischen den Strafräumen, gefährlich in Richtung eines der Tore ging es selten. Nach einer guten Viertelstunde wurden die Gäste stärker, während Schwabmünchen seine Fehleranzahl erhöhte.
Dass die Hausherren Fußballspielen können, bewiesen sie zum ersten Mal in der 24. Minute. Ein gut vorgetragener Angriff brachte den Ball zu Matteo Di Maggio, der im Strafraum zwei Aindlinger austanzte und dann auf den freien Maximilian Aschner zurücklegte. Der wiederum zielte deutlich zu hoch und vergab die bislang beste Chance des Spiels. Danach begab sich das Spiel wieder auf die Suche nach Niveau. Kurz vor der Pause gab es dann wieder etwas davon. Zuerst verpasst Aschner erneut eine gute Hereingabe, nur wenig später scheiterte Aindlings Torjäger Laurin Völlmerk mit einem Kopfball am stark reagierenden Fabio Zeche im Schwabmünchner Tor.
Nach dem Seitenwechsel zeigte sich dasselbe triste Bild wie in den ersten 45 Minuten. Bei den Gästen wurde man das Gefühl nicht los, dass sie nicht mehr zeigen können, während bei den Schwabmünchnern es nicht rund laufen wollte. Mit vielen leichten Fehlern machten diese sich das Leben selbst schwer. In der 55. Minute dezimierten sich die Gäste selbst. Nach einem Foul von Matthias Aschner nahe der Eckfahne – dieser sah dafür zu Recht Gelb – stieß Aindlings Marco Ruppenstein Aschner von hinten um und sah dafür Rot.
Doch nach den beiden vergangenen Spielen hat sich gezeigt, dass eine Überzahl für Schwabmünchen nicht gut sein muss. Die Hausherren schafften es nur selten, dies zu nutzen, agierten zu kompliziert. Erst in der 79. Minute gab es die Befreiung. Nachdem Di Maggio noch an Aindlings Torhüter Kevin Schmidt gescheitert war, prallte der Ball zu Maik Uhde an der Strafraumkante. Schwabmünchens Torjäger tanzte noch einen Gegner aus und versenkte den Ball zum 1:0 im langen Eck.
In der Folgezeit verpassten es die Hausherren, mit dem zweiten Treffer die Sache klarzumachen. So mussten die Schwabmünchner bis zum Ende um den wichtigen Sieg zittern. Schwabmünchens Trainer Emanuel Baum war am Ende froh um die drei Punkte, aber trotzdem nicht zufrieden: „Wir haben uns das Leben wieder schwer gemacht, zu kompliziert gespielt.“
TSV Schwabmünchen: Zeche, Kusterer, Schmid, Moser, Uhde (85. Berger), Aschner (60. Ammann), Di Maggio (86. Krist), Boyer (93. Gmell), Kusterer, Uhde, Gumpinger (77. Ott)
TSV Aindling: Schmidt, Stoll, Menhart, Burghart, Robinson (16. Gießer), Ruppenstein, Schöttl (90. Göttinger), Wagner, Müller (85. Thang), Neziri (64. Gastl), Völlmerk
Schiedsrichter: Kücük (Bruckmühl) - Zuschauer: 198
Tore: 1:0 Uhde (79.)
Rot: Ruppenstein (55. TSV Aindling)
Nach einem nicht zufriedenstellenden Start ins Frühjahr gilt es für den Landesliga-Spitzenreiter endlich einen Sieg einzufahren. Dies soll am Sonntag im Derby gegen den TSV Aindling (14 Uhr, Siegmund-Arena, Schiedsrichter Mustafa Kücük, TV Feldkirchen) gelingen. Doch auch dieses Mal erwartet die Schwabmünchner keine leichte Aufgabe.
Bei den Aindlingern stechen primär zwei Umstände heraus: Eine starke Defensive, die bislang nur 21 Gegentore zugelassen hat und Stürmer Laurin Völlmerk, der bislang 20 Tore geschossen und sechs weitere vorbereitet hat. Somit ist Völlmerk für fast 70 Prozent der Aindlinger Tore beteiligt. Kein Wunder, dass höherklassige Teams auf den Stürmer aufmerksam wurden. Nach dieser Spielzeit wechselt Völlmerk in die Regionalliga Südwest zu den Stuttgarter Kickers.
Nach den verschenkten Punkten in Manching dürfte die Fehleranalyse für Schwabmünchens Trainer Emanuel Baum relativ einfach gewesen sein. Denn zwei Hauptursachen haben sich vergangene Woche ausmachen lassen: eine fahrlässige Chancenverwertung und eine viel zu sorglos agierende Defensive. „Wir müssen wieder einfacher werden“, fordert dazu Trainer Baum. Dazu wurden auch in dieser Woche vermehrt Abschlüsse trainiert. „Wir werden nicht die Summe an Chancen bekommen, wie wir sie in Manching vergeben haben“, weiß der Trainer.
Die Abwehr ist das Prunkstück der Aindlinger. „Die ist gut eingespielt, das macht viel aus“, so Baum, der damit rechnet, dass der Tabellensechste viel mit langen Bällen auf Sturmtank Völlmerk agieren wird. „Es wird nicht einfach, aber wir müssen Laurin Völlmerk so gut es geht aus dem Spiel nehmen“, fordert Baum daher.
Dazu fordert Baum auch, dass sein Team wieder geduldiger auftritt. „Das hat uns in der Hinrunde ausgezeichnet und in den ersten beiden Spielen gefehlt“, so der Trainer. Vor allem in den Überzahlminuten in beiden Partien nach der Winterpause trat ihm das Team zu hektisch auf. Daher fordert er eine ruhigere Spielweise. Dass dies noch nicht so klappt, begründet er auch mit den aktuellen Platzverhältnissen: „Der Boden ist noch uneben und mitunter schwer zu spielen und so auch der Ball schwer zu kontrollieren. Das war in der Vorbereitung auf Kunstrasen anders.“ Aber da ist er guter Dinge, denn „das ist eine Sache der Gewöhnung, das wird wieder besser.“
Steigerungsfähig ist auch die „Gier“, das war nach dem Spiel in Manching aus dem Umfeld zu hören. In der Hinrunde kam von den Auswechselspielern viel Druck und Leistung, das fehlt derzeit. Oftmals sorgten die eingewechselten Spieler für mehr Intensität. Doch in den ersten beiden Punktspielen in diesem Jahr fehlte dieser „Punch“. Auch das sollte besser werden, wollen die Schwabmünchner einen Fehlstart vermeiden.
Am 8. März wurde rund um unsere Siegmund-Arena ein Qualifikationsturnier zum Löwen-Cup ausgetragen. Unser Orga-Team hat wieder gezeigt was es kann und auch das Wetter spielte mit.
Gewonnen haben das Turnier die Jungs der SpVgg Höhenkirchen.

Die Enttäuschung stand den Schwabmünchner Landesligafußballern nach dem Abpfiff ins Gesicht geschrieben. Beim Tabellenzehnten Manching mussten sich die Schwarz-Weißen, nach einem phasenweise wilden Spiel, mit einem 3:3 und somit nur einem Punkt zufrieden geben. Und dass es nicht zu mehr reichte, lag nicht am Gegner, sondern einzig und allein an den Schwabmünchnern selbst.
„Das war für uns enttäuschend“, so TSV-Kapitän Tim Uhde. Auch der Umstand, dass die Schwabmünchner aus einem 3:1-Rückstand noch ein 3:3 gemacht haben, war für Uhde kein Trost: „Das waren heute zwei verlorene Punkte.“ Auch Abteilungsleiter Germar Thiele war nach der Partie unzufrieden. „Da war vieles einfach zu leichtsinnig“, beklagte er.
Eines der Schwabmünchner Probleme in Manching war schon in der Anfangsphase zu erkennen: Trotz mehr Spielanteile ging vor dem Tor nichts. Das änderte auch die Führung in nach einer Viertelstunde nicht. Nach starkem Einsatz von Richard Gumpinger musste Maximilian Aschner nur noch einschieben. Auch danach ließen die Schwarz-Weißen beste Chancen liegen. TSV-Trainer Emanuel Baum war an der Seitenlinie trotz der Führung im höchsten Grad unzufrieden.
Kein Wunder, denn viele vielversprechende Möglichkeiten nahm sich sein Team selbst, weil es immer wieder die falschen Entscheidungen traf. „Da war einiges dann viel zu kompliziert und nicht gut genug“, so der Trainer. Wie es effektiv und einfach geht, zeigten dann die Gastgeber kurz vor der Pause. Einem Ballgewinn nach einer Schwabmünchner Ecke folgte ein schneller Diagonalball und die komplette Schwabmünchner Restverteidigung war ausgehebelt – auch weil der Rückwärtsgang ein wenig behäbig war, wie Baum nach der Partie kritisierte. Dem 1:1 folgte nur wenige Sekunden später die Manchinger Führung. Lucas Kusterer vertändelte als letzter Mann den Ball und Manchings Torjäger bedankte sich mit dem 2:1.
Schwabmünchen kam mit dem sichtbaren Willen aus der Kabine, die Partie zu drehen. Daraus wurde aber erst einmal nichts. Direkt nach Wiederanpfiff vergab der TSV zwei hundertprozentige Tormöglichkeiten, musste aber in der 50. Minute das 3:1 hinnehmen. Matthias Moser ging an der Strafraumkante zu ungestüm in einen Zweikampf, der Gegner fiel. Elfmeter und 3:1. Aber die Schwabmünchner steckten nicht auf.
Es dauerte keine fünf Minuten, da keimte Hoffnung im Lager der Schwabmünchner auf, denn Matteo Di Maggio sorgte für den 3:2-Anschluss. Weitere vier Minuten später war es wieder Di Maggio, der den Ausgleich erzielte. Der Spitzenreiter hat sich eindrucksvoll zurückgemeldet, um sich auch zeitgleich wieder abzumelden. Denn statt das Momentum mitzunehmen, stagnierte das Spiel wieder. Selbst ein Platzverweis für Manching und 20 Minuten Überzahl konnten das Blatt nicht weiter wenden. Schwabmünchen drückte zwar, vergab aber zu viele Chancen.
„Defensiv haben wir heute drei Geschenke verteilt und in der Offensive so viele Chancen vergeben, dass es eigentlich für die ganze Rückrunde gereicht hätte“, war Trainer Emanuel Baum unzufrieden. Kapitän Tim Uhde brachte es nach dem Spiel auf den Punkt: „Wir müssen wieder dahin kommen, was uns in der Hinrunde ausgezeichnet hat.“
SV Manching: Obermeier, Eberwein, Oehler, Dexl, Meisinger, Posselt, Graßl, Jung, Schweiger (74. Daffner), Neumayer, Peric
TSV Schwabmünchen: Zeche, Kusterer, Schmid (67. Gmell), Moser, Uhde, Aschner (76. Ammann), Di Maggio (81. Krist), Boyer, Kusterer, Uhde, Gumpinger (65. Emirzeoglu) (79. Glöckle)
Schiedsrichter: Rösch (Nürnberg) - Zuschauer: 140
Tore: 0:1 Aschner (15.), 1:1 Posselt (44.), 2:1 Graßl (45.+1), 3:1 Graßl (50.), 3:2 Di Maggio (54.), 3:3 Di Maggio (58.)
Gelb-Rot: Peric (70. SV Manching)
Nach dem nicht so wie gewünschten Auftakt ins fußballerische Frühjahr hat sich der Druck auf den Landesliga-Spitzenreiter Schwabmünchen ein wenig erhöht. Das 1:1 vergangene Woche war in Bezug auf Punkte zu wenig und auch die Leistung sorgte nicht für volle Zufriedenheit. Am Samstag soll es besser werden, auch wenn die Aufgabe nicht unbedingt leichter wird. Für die Schwarz-Weißen geht es zum SV Manching (14 Uhr, Sportpark Manching, Schiedsrichter Kevin Rösch, SF Laubendorf), derzeit Zehnter in der Landesliga.
Schwabmünchens Trainer Emanuel Baum sieht die Aufgabe ähnlich schwer wie gegen Pfaffenhofen: „Manching ist nicht ganz so stark, dafür spielen wir auswärts.“ Baum warnt vor allem vor der Offensive der Oberbayern, und das zu Recht. Mit Sebastian Graßl (16 Tore), Fabian Neumayer und Rainer Meisinger (je 12) stehen die Plätze drei, sechs und sieben der Landesliga-Torjägerliste im Kader der Manchinger. Mit insgesamt 51 Treffern stellen die Oberbayern die dritteeffektivste Offensive der Liga.
Um einen Fehlstart zu vermeiden, gilt es für die Schwabmünchner, in Manching einen Sieg einzufahren. Beim ersten Auftritt in der vergangenen Spielzeit ist dies schon gelungen. Nun gilt es, den Angriff der Oberbayern in den Griff zu bekommen und dabei selbst die eigene Offensive nicht zu vernachlässigen. Denn die Abwehr der Manchinger gilt nicht gerade als sattelfest. „Die haben schon viele Gegentore bekommen. Wer offensiv so stark ist und dann hinten so anfällig, der kann nicht sattelfest sein“, ist Emanuel Baum überzeugt. In der Tat zählt der SVM im Hinblick auf Gegentore (44) eher zu den Kellerkindern der Liga.
Um erfolgreich zu sein, fordert Baum von seinem Team „mehr Zielstrebigkeit und mehr Gier.“ Vor allem vor dem gegnerischen Tor. Das hat dem Trainer gegen Pfaffenhofen nicht gefallen. Um das nachzuschärfen, hat er auch im Training seine Mannschaft nochmals daran arbeiten lassen. „Wir haben viel Eins-gegen-Eins mit Abschlüssen trainiert“, verrät er. Zudem „müssen wir unseren Siegeswillen nochmals steigern“, so Baum, der in der Offensive auch alle Spieler zurückgreifen kann.
Ein wenig Bauchschmerzen hat Emanuel Baum mit Blick auf seine Abwehrkette. Luca Boyer fehlt bis Ende März aus beruflichen Gründen, und Benedikt Berger ist zwar wieder im Kader, aber weiterhin nach seinem langen Ausfall im Aufbau. Nun wird wohl auch noch Maximilian Muha ausfallen. „Was ihm genau fehlt, ist noch nicht klar. Aber so wie es aussieht, wird er uns einige Wochen fehlen“, so Baum. So drohen den Schwabmünchnern in der Innenverteidigung Probleme. Aller Voraussicht nach wird am Samstag Noah Kusterer neben seinem Bruder Lucas auflaufen. „Noah kann das, das hat er schon bewiesen“, ist Baum überzeugt.
Für die Schwabmünchner gilt es, in Manching „alles rauszuhauen“, wie Emanuel Baum sagt. Denn auch wenn der Vorsprung auf den Verfolger Durach weiterhin zehn Punkte beträgt, wollen die Schwarz-Weißen selbst dafür sorgen, dass dieser nicht schmilzt. „Wenn wir punkten, dann steht auch Durach unter Druck. Aber wir dürfen nicht hoffen, dass die dann auch patzen, wenn wir es tun“, so Abteilungsleiter Germar Thiele. „Wobei ich nichts dagegen hätte, wenn wir gewinnen und Durach nicht“, fügt er hinzu.
Für die Fans bieten die Fußballer am Samstag die Mitfahrt im Bus an. Abfahrt in Richtung Manching ist um 10.30 Uhr am Sportplatz.
Recht holprig ist der TSV Schwabmünchen in die Frühjahrsrunde der Fußball-Landesliga gestartet. Gegen den Tabellendritten Pfaffenhofen reichte es, trotz einer halben Stunde in Überzahl, am Ende nur zu einem 1:1. Kein Wunder, dass TSV-Trainer Emanuel Baum nach der Partie wenig zufrieden war. „Uns hat die Gier gefehlt, die unser Spiel in der Hinrunde ausgemacht hat“, bilanzierte er. In der Tat war es nicht die beste Leistung, die die Schwabmünchner auf den Rasen gebracht haben.
Aber genau eine solche wäre im Spitzenspiel gegen die mutig und selbstbewusst auftretenden Pfaffenhofener nötig gewesen. Die Gäste zeigten, dass sie den Erfolg wollten, um ihre Chance auf den zweiten Rang am Leben zu erhalten. Am Ende stand ein 1:1, welches durchaus gerecht war, aber beiden Teams nicht besonders weiterhilft.
Das Spiel begann mit einer ausgedehnten Abtastphase, beiden Mannschaften war der gegenseitige Respekt anzumerken. So dauerte es lange, ehe die ersten gefährlichen Torannäherungen zustande kamen. Da hatten die Hausherren erst einmal mehr, blieben am Ende aber zu ungenau und inkonsistent. Mit der Zeit kamen auch die Gäste besser ins Spiel und nach 22 Minuten zwangen die Pfaffenhofener Schwabmünchens Torhüter Fabio Zeche zu einer ersten Glanztat.
Nach und nach wurde der Spitzenreiter wieder stärker, doch verpassten die Schwabmünchner dabei das Wichtigste: Ein Tor zu machen. Zu ungenau waren die Pässe, und es wirkte, als wären die Hausherren nicht wach genug, um an die zweiten Bälle zu gelangen. So entwickelte sich ein durchaus nettes Spiel, welches aber in Tornähe noch einige Wünsche offen ließ.
Fünf Minuten vor der Pause jubelten die Gäste. Michael Senger zog von der Strafraumkante ab und der Ball drehte sich unhaltbar ins lange Eck. Dort lag schon, seit fast einer halben Minute, Schwabmünchens Maximilian Aschner benommen am Boden, was zu vehementen Protesten der Schwarz-Weißen führte, da das Spiel nicht unterbrochen wurde. Trainer Baum sah in der Szene jedoch ein anderes Problem: „Wir dürfen den Gegner da nicht so zum Schuss kommen lassen“, sagt er. Mit dem Rückstand ging es in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel taten sich die Schwabmünchner lange schwer, gefährlich nach vorn zu kommen. Pfaffenhofen nach der Führung mit breiter Brust auf und bestimmte das Geschehen. Erst nach einer knappen Stunde wurden die Schwarz-Weißen gefährlicher, verpassten aber die ersten Torgelegenheiten. Nach einer Stunde dezimierte sich Pfaffenhofen mit einer Gelb-Roten Karte selbst.
Mit einem Mann mehr wollten die Schwabmünchner mit aller Macht die Niederlage abwenden. Doch weiterhin agierten sie zu ungenau und auch immer wieder zu hektisch. Lange Zeit fanden die Hausherren gegen die diszipliniert verteidigenden Gäste kein probates Mittel. Zwar häuften sich die potenziellen Möglichkeiten, doch es fehlte weiter an der Genauigkeit, wie auch an der letzten Entschlossenheit. In der Nachspielzeit konnten die Schwarz-Weißen zum ersten Mal die Pfaffenhofener richtig unter Druck setzen – und belohnten sich doch noch für ihre Moral. Einem Freistoß folgte ein Gestochere im Pfaffenhofener Strafraum und Muhammed Emirzeoglu konnte aus sieben Metern zum viel umjubelten Ausgleich einnetzen.
Schwabmünchens Trainer sprach nach der Partie nicht von einem gewonnenen Punkt, sondern von verlorenen Punkten. „Wir waren heute nicht wach genug.“ Vor allem in der ersten Hälfte bemängelte der Trainer die Chancenverwertung. Trotzdem konnte er am Ende dem Ergebnis etwas Positives abgewinnen: „Wir haben nicht verloren, das war somit der Auftakt zu einer neuen Serie.“