Nach 96 Minuten lagen die Schwabmünchner völlig fertig am Boden. Das Endergebnis von 1:3 auf der Videowand spiegelt dabei nicht das wider, was vor allem in der zweiten Hälfte auf dem Platz geschehen ist. Trotz Unterzahl waren die Hausherren die spielbestimmende Mannschaft, kamen zum Anschluss, belohnten sich am Ende jedoch nicht mit dem verdienten Ausgleich. Somit warten die Schwarz-Weißen weiter auf den ersten Punkt in der Bayernliga.
„Das Spiel ist in der ersten Viertelstunde vom Schiedsrichter kaputt gemacht worden“, schimpfte Schwabmünchens Trainer Emanuel Baum nach der Partie. Damit spielt Schwabmünchens Trainer auf zwei Szenen an. Die Erste führte zur Roten Karte von Maximilian Muha, der nach zehn Minuten wegen einer vermeintlichen Notbremse vom Feld musste. „Beide ziehen und zerren, dass kann man auch gegen den Stürmer pfeifen“, so Baum. Keine fünf Minuten später versagte Schiedsrichter Hummel nach einem klaren Heimstetter Handspiel im eigenen Strafraum den fälligen Elfmeter.
Die Anfangsphase der Partie ging klar an die Gäste aus Oberbayern. „Wir haben in der ersten Hälfte viel Gutes gezeigt“, so SVH-Trainerin Sarah Romert. Vor allem in den ersten 15 Minuten spielten die Heimstetter so, wie es die Konkurrenz erwartet hatte. Im Stile einer Spitzenmannschaft waren sie den Schwabmünchnern immer einen Schritt voraus. Das wirkte sich schon nach fünf Minuten aus, als der wenig überzeugende Schiedsrichter Andreas Hummel den Gästen einen Strafstoß zusprach. Keeper Lasse Holthuis soll in seinen Augen einen Gegner zu Boden gebracht haben. Doch der machte seinen vermeintlichen Fehler wieder gut und hielt den Elfer.
Fünf Minuten später war Holthuis dann machtlos, ein starker Angriff der Gäste führte zum 0:1. Nur wenig später folgte die Rote Karte für Muha. Zu diesem Zeitpunkt sah es nicht gut für die Schwabmünchner aus. Kurz danach wurde den Gastgebern auch noch ein Strafstoß verweigert. Nach 21 Minuten schien dann auch die Vorentscheidung gefallen, denn nach einem erneut sehenswerten Spielzug stellte Heimstetten auf 0:2. Bis kurz vor der Pause passierte wenig, ehe Schwabmünchen auf einmal Morgenluft witterte. Die Gäste kamen besser ins Spiel und zu guten Chancen. So sorgte nur die Latte dafür, dass Di Maggio noch vor der Pause den Anschluss hätte herstellen können.
Nach dem Seitenwechsel passierte lange Zeit nicht viel, Schwabmünchen kontrollierte die Gäste und kam besser in die Partie, auch weil die Gäste in Augen ihrer Trainerin in der zweiten Hälfte „unfassbar schlecht waren.“ Schwabmünchen erhöhte den Druck und belohnte sich nach einer Stunde. Robin Glöckle bewies im Strafraum Übersicht und legte den Ball quer auf Philipp Gmell, der für den Anschluss sorgte. Fortan waren die Gastgeber am Drücker. „Das war unfassbar, was die Jungs da gezeigt haben“, so TSV-Trainer Emanuel Baum.
Am Ende reichte es jedoch nicht für den verdienten Ausgleich. „Ein Punkt wäre heute verdient gewesen“, so Baum. So kam es, wie es kommen musste, Schwabmünchen drückte und die Gäste nutzten den einen Konter zum 1:3. Trotz der bitteren Niederlage zeigt sich Emanuel Baum zuversichtlich: „Wenn wir nächste Woche so auftreten, werden wir uns belohnen.“
TSV Schwabmünchen: Holthuis, L. Kusterer, L. Boyer, Gmell (75. Gumpinger), Moser (71. Schmid), Muha, Aschner (87. Berger), Di Maggio, P. Boyer (84. n. Kusterer), Uhde, Glöckle (84. Emirzeoglu)
SV Heimstetten: da Silva-Pötzinger, Ezeala (46. Rüther), Günzel, May, Riglewski, Steimel, Müller, Sakhi Zada, Girtler (75. Goebl), Leitl (61. Kehl), Lindner (66. Penski)
Schiedsrichter: Hummel (Betzigau) - Zuschauer: 300
Tore: 0:1 Steimel (9.), 0:2 Girtler (20.), 1:2 Gmell (60.), 1:3 Riglewski (90.+5)
Rot: Muha (10. TSV Schwabmünchen/Notbremse)
Besondere Vorkommnisse: Riglewski (SV Heimstetten) scheitert mit Foulelfmeter an Torwart Holthuis (5.).
Drei Spiele, keine Punkte und kein Tor aus dem Spiel heraus. Der Start des TSV Schwabmünchen in die Fußball-Bayernliga hätte auch besser ausfallen können. Zumindest am vergangenen Wochenende in Pipinsried war für die Schwabmünchner mehr drin. Am Samstag gegen den SV Heimstetten soll es besser werden.
In der Heimpartie gegen die Oberbayern, (Samstag, 14 Uhr, Siegmund-Arena, Schiedsrichter Andreas Hummel, SG Betzigau/Wilpoldsried) sollen die ersten Zähler aufs Schwabmünchner Konto wandern. „Das muss unser Ansporn sein“, so Trainer Emanuel Baum vor dem Heimspiel gegen den SV Heimstetten.
Die angespannte Personallage der Schwabmünchner hat sich nicht wirklich gebessert. Zwar stehen Manuel Schmid und Maximilian Aschner wieder zur Verfügung, dafür fallen am Samstag Achim Speiser und Maximilian Krist aus. Richard Gumpinger und Fabio Zeche haben zwar wieder mittrainiert, doch ein Einsatz ist eher unwahrscheinlich. „Da ist das Risiko zu groß“, so Baum. Zumal Zeche-Vertreter Lasse Holthuis im Tor „seine Sache richtig gut macht.“
„Besser machen“ lautet das Motto der Schwabmünchner für ihre Zweikampfführung. Als „zu vorsichtig“ bezeichnet Emanuel Baum das Zweikampfverhalten des Aufsteigers. „Wir müssen uns in den Zweikämpfen steigern, körperlicher spielen“, so der Trainer. Vor allem gegen Pipinsried hat er da Defizite ausgemacht. Verbesserungsbedarf besteht auch bei der Torausbeute. Zweimal konnten die Schwabmünchner treffen, beide Male vom Elfmeterpunkt beziehungsweise im Nachschuss. Was nach drei Spielen fehlt, ist ein Tor aus dem Spiel heraus. „In der Offensive fehlt es und an Eingespieltheit. Da sind wir neu aufgestellt, aber durch Urlaub und Verletzungen läuft es da bisher nicht optimal“, so Baum.
Bei den Gästen steht mit Sarah Romert eine Frau als Cheftrainerin an der Seitenlinie. Die ehemalige Spielerin des FC Bayern ist seit der vergangenen Spielzeit in der Verantwortung. „Sie macht das nicht schlechter als ein Mann“, sagt Emanuel Baum über seine Kollegin. Die kann mit dem bisherigen Saisonverlauf nicht zufrieden sein. Der SVH wurde zu Saisonbeginn von vielen Seiten zu den Favoriten in der Bayernliga erkoren, hat bislang jedoch nur einen Punkt geholt.
Den gab es vorige Woche gegen Geretsried. Die Grundlage für den Punkt legte dabei Heimstettens Torhüter Fabian Scherger, der den Ball aus 70 Metern ins Geretsrieder Tor beförderte. „Das war eigentlich ein Befreiungsschlag“, stellte der Scherger später klar. Dass es bisher für Heimstetten nicht rund läuft, hat ähnliche Gründe wie in Schwabmünchen. Schon in der Vorbereitung fehlten wichtige Spieler und darunter leidet die Eingespieltheit.
Der TSV Schwabmünchen wartet weiter auf den ersten Punkt in der Fußball-Bayernliga. Beim FC Pipinsried war der Aufsteiger so nah drin, wie noch nie in dieser Saison. Doch am Ende mussten die dezimierten Schwarz-Weißen, Trainer Emanuel Baum musste auf zwölf Spieler verzichten, mit leeren Händen vom Platz schleichen.
Die Vorzeichen für einen Erfolg im Dachauer Hinterland waren denkbar schlecht. Mit nur einem „gelernten“ Außenverteidiger auf dem Spielfeld und kaum Alternativen fürs Mittelfeld auf der Bank gingen die Schwabmünchner in die Partie. Simon Paulus und Benedikt Berger, die beiden in der Vorsaison fast komplett ausfielen, mussten von Beginn an ran.
Die Partie startete flott, Schwabmünchen zeigte sich engagiert und zielstrebig. Doch jubeln durften erst einmal die Gastgeber. Der erste gute Angriff des FCP führte direkt zum 1:0 (8.). Doch Schwabmünchen zeigte sich wenig geschockt und setzte immer wieder offensive Akzente. Nur eines blieb vorerst aus: ein Torerfolg. Nach 18 Minuten waren die Gäste kurz vor dem Ausgleich, doch ein feiner Schlenzer von Maik Uhde tropfte nur auf die Latte. Kurz danach fiel das 1:1 dann doch. Nachdem Maik Uhde im Strafraum gelegt wurde, trat Maximilian Krist zum Elfmeter an, scheiterte jedoch an FC-Torhüter Enrique Bösl, der auch den Nachschuss von Achim Speiser parieren konnte, gegen den zweiten Nachschuss von Maik Uhde dann aber machtlos war. In der Folgezeit entwickelte sich phasenweise ein offener Schlagabtausch, in dem sich vor allem beide Torhüter auszeichnen konnten, wobei Lasse Holthuis auf Schwabmünchner Seite mehr glänzen durfte.
„Die erste Viertelstunde ging klar an Pipinsried, danach war es eine offene Angelegenheit“, urteilte TSV-Trainer Emanuel Baum über die erste Hälfte. Sein Gegenüber Roman Langer stimmte ihm zu und ergänzte: „Phasenweise war es wild.“ Das Urteil der beiden Trainer fasst die ersten 45 Minuten gut zusammen, die richtig gute Unterhaltung boten und vor allem den Schwabmünchnern Hoffnung machten.
Auch nach der Pause gingen beide Teams mit offenem Visier ins Spiel. Wieder erwischten die Gastgeber den besseren Start, und wieder dauerte es acht Minuten, bis der FCP jubeln durfte. Es war wieder kein schlechter Angriff, den Pipinsried vorgetragen hatte, jedoch hatte auch Torschütze Jaroud Kanze vollkommen frei am langen Pfosten keine allzu schwere Aufgabe, den Ball zu versenken. Schwabmünchen zeigte erneut Reaktion, wollte erkennbar nicht mit leeren Händen den Heimweg antreten.
Das sorgte für Räume, die die Gastgeber versuchten, zu nutzen. Während sich die Schwarz-Weißen oft an der Defensive der Pipinsrieder die Zähne ausbissen, kamen diese immer wieder gefährlich vor das TSV-Tor. Doch ein gut aufgelegter Lasse Holthuis und eine kräftige Portion Fahrlässigkeit verhinderten, dass die Gastgeber ihre Führung ausbauen konnten.
Schwabmünchen warf in der Schlussphase alles nach vorn und dementsprechend hektisch wurde die Partie. Zuerst holte sich Pipinsrieds Dombrowka die Gelb-Rote Karte ab und durfte sich dabei glücklich wähnen, dass er für sein hartes Einsteigen nicht gleich mit Rot bestraft wurde. Nur wenig später hatte Jaroud Kanze ähnliches Glück, denn auch sein Foul war eines Platzverweises würdig, doch auch da entschied sich Schiedsrichter Julian Perl, der in der Schlussphase leicht den Überblick verlor, auf Gelb.
In dieser Phase zeigte sich auch Schwabmünchens Hauptproblem: aus dem Spiel gelingt den Schwarz-Weißen kein Tor. Auch wenn sie mehr deutlich mehr Chancen generiert hatten, wie in den beiden Spielen zuvor.
FC Pipinsried: Bösl, Keßler (82. Sanawar), Krist, Dombrowka, Reithmeir, Reichl (76. Lobenhofer), Roithmayr (92. Haas), Weihrauch, Petkovic (72. Seifert), Gebert (79. Anyaonu), Kanze
TSV Schwabmünchen: Holthuis, Kusterer, Berger (82. Köbler), L. Boyer (82. Emirzeoglu), Gmell, Paulus (79. Muha), Di Maggio, Krist, P. Boyer, Uhde, Speiser (66. Glöckle)
Schiedsrichter: Perl (Pullach i. Isartal)
Tore: 1:0 Roithmayr (8.), 1:1 Uhde (21.), 2:1 Kanze (54.)
Gelb-Rot: Dombrowka (91. FC Pipinsried), Kanze (94. FC Pipinsried)
Dass der TSV Schwabmünchen als Aufsteiger in die Bayernliga nach zwei Spieltagen ohne Punkte dasteht, ist noch kein Beinbruch. Zwar wäre zum Auftakt in Kottern mehr drin gewesen, doch noch ist dies kein Problem. Probleme haben die Schwarz-Weißen an anderer Stelle. Denn dem Trainerduo Emanuel Baum und Sebastian Deutscher gehen in Sachen Kader langsam die Alternativen aus.
Für die Partie in Kottern müssen die Schwabmünchner auf mehr als zehn Spieler verzichten. „Das ist der Wahnsinn“, so Emanuel Baum. Bitter ist vor allem, dass durch die Ausfälle von Matthias Moser, Manuel Schmid und Maximilian Aschner gleich drei Spieler nicht zur Verfügung stehen, die auf der Außenverteidigerposition spielen können. Dazu kommen noch Fabio Zeche, Richard Gumpinger, Simon Ammann, Maximilian Högg, Dennis Sedlmeir, David Drexel und natürlich Kapitän Tim Uhde.
„Das hat schon in der Vorbereitung angefangen, immer wieder waren Spieler verletzt oder nicht da. Da ist auch schwer, sich einzuspielen“, so Baum. Trotzdem will er nicht von vorneherein die Partie beim FC Pipinsried (Samstag, 16 Uhr, Küchenstadel-Arena, Schiedsrichter Julian Perl, SV Pullach) abschenken. „Basti Deutscher und ich tüfteln viel an der optimalen Aufstellung. Wir werden eine gute Elf aufs Feld bringen“, ist Baum überzeugt.
Was es wohl nicht geben wird, ist eine Defensiv-Lösung wie gegen 1860 München. Da spielten die Schwabmünchner, durchaus erfolgreich, mit einer Fünferkette in der Abwehr. „Das ist aber nicht unser Spiel, das entspricht nicht unserem Naturell“, erklärt der Trainer. Wobei auch das Fehlen von Außenverteidigern diese Option schwer umsetzbar macht. „Wir wollen einen Punkt“, so Baum.
Bei Gastgeber Pipinsried sieht es derweil deutlich besser aus. Die Oberbayern sind mit zwei Siegen in die Spielzeit gestartet, die Pokalniederlage in Schwabmünchen scheint vergessen zu sein. Da hatte der FCP noch einige Spieler nicht dabei, wie zum Beispiel Stürmer Florian Gebert. Der ehemalige Bobinger scheint gut in Form zu sein und hat schon dreimal getroffen. Achtmal haben die Pipinsrieder in den ersten beiden Spielen getroffen, daher ist Emanuel Baum gewarnt: „Wir müssen da gut verteidigen. Aber das ist uns im Pokal auch gelungen.“
Der enge Pipinsrieder Platz sieht Baum als möglichen Vorteil. „Das könnte uns dieses Mal entgegenkommen“, sagt er. Auch wenn die personelle Lage schwierig ist, sieht Baum eine Chance. „Wenn die Mannschaft die Leistung aus den Pokalspielen zeigt, geht was“, ist er überzeugt. Denn, „wir wollen nicht ewig auf die ersten Punkte warten.“
Die Vorgabe von Schwabmünchens Trainer vor der Partie gegen den TSV 1860 München war klar: Besser spielen als in Kottern. Bei einer guten Leistung hat der Coach vorgegeben, dass er sogar mit einer Niederlage leben hätte können. Diese Zielvorgabe haben die Schwabmünchner nur bedingt erfüllt. Gegen eine Münchner Mannschaft, die aus weiten Teilen des künftigen Regionalligakaders bestand, setzte es eine 1:5-Niederlage.
Ein Ergebnis, welches am Ende zu deutlich ausfiel. Schwabmünchner verteidigte lange geschickt und effizient, doch in den Schlussminuten der Partie kassierte der Aufsteiger drei Treffer, die dafür sorgen, dass das Ergebnis nicht dem Spielverlauf widerspiegelt.
Mit der taktischen Ausrichtung der Schwabmünchner zum Start in die Partie war schnell klar, dass die Gastgeber nicht darauf aus sind, das Spiel zu machen. Erstmals agierten die Schwarz-Weißen mit einer Fünfer-Abwehrkette mit Lucas Kusterer, Luca Boyer und Maximilian Muha im Zentrum und Manuel Schmid und Maximilian Aschner auf den Außenpositionen.
Und die Gastgeber machten das richtig gut. Schwabmünchen verteidigte effektiv, wirklich gute Torgelegenheiten gab es für die Münchner kaum, während die Hausherren auf Konter lauerten. Doch nach 20 Minuten stand Löwe Luis Pereira de Azambuja nach einem Abpraller goldrichtig und brachte die 1860er in Führung. Dieses Ergebnis konnten die Schwabmünchner bis zur Halbzeit halten.
Auch in der zweiten Hälfte bot sich dasselbe Bild. Schwabmünchen verteidigte weiter hocheffizient und zeigte viel Einsatz, so wie Maxi Aschner, nach 53 Minuten einen schon sicher im Tor geglaubten Schuss der Münchner noch weggrätschte. Nach gut einer Stunde wechselte Münchens Trainer Alper Kayabunar den Sieg ein. Denn Angreifer Arian Ortivero Calderon stand wenige Minuten nach seiner Einwechslung goldrichtig und erhöhte nach einem Querpass auf 2:0.
Nach dem zweiten Gästetreffer war Schwabmünchen besser im Spiel und kam zu einigen Chancen. Nach einer Ecke folgte ein Münchner Handspiel im Strafraum und Maximilian Krist sorgte per Strafstoß für den ersten Bayernligatreffer des Aufsteigers (77.). Doch Freude und Hoffnung währten nur kurz. Nur vier Minuten später erreichte ein weiter Schlag der Münchner erneut Arian Ortivero Calderon und der stellte auf 3:1, zwei weitere Minuten später machte er seinen Hattrick komplett. In der Nachspielzeit trafen die Münchner nochmals.
„Die ersten 80 Minuten haben wir das umgesetzt, was wir machen wollten. Nach dem Anschluss hatten wir schon die Hoffnung, dass da was geht“, so Schwabmünchens Trainer Emanuel Baum. „Aber mit dem ersten Ball nach dem 2:1 haben wir das schnelle Gegentor bekommen, dann war das Spiel entschieden. Die letzten Gegentore waren unnötig“, ergänzt er. „Das Ergebnis war zu hoch und spiegelt nicht den Spielverlauf wider“, so Baum weiter.
TSV Schwabmünchen: Holthuis, L. Kusterer, L. Boyer, Schmid, Muha (80. Paulus), Aschner (78. Berger), Di Maggio (70. Krist), P. Boyer, M. Uhde, Gumpinger (63. Gmell), Speiser (70. Emirzeoglu)
TSV 1860 München II: Eicher, Fiedler, Bell, Faßmann, Weber (46. Hoppe), Wach, Grancay, Leone (59. Ortivero Calderon), Pereira de Azambuja, Erdogan (67. Gosalci) (74. Porta), Niederlechner (59. Moumou)
Schiedsrichter: Wagner (Ingolstadt) – Zuschauer: 802
Tore: 0:1 Pereira de Azambuja (20.), 0:2 Ortivero Calderon (69.), 1:2 Krist (77. Foulelfmeter), 1:3 Ortivero Calderon (81.), 1:4 Ortivero Calderon (83.), 1:5 Fiedler (90.+1)
Wohl kaum ein Fußballverein hat eine so unruhige Sommerpause hinter sich, wie der TSV 1860 München. Nach langem Hin und Her mit dem Investor stand für die Löwen am Ende der Zwangsabstieg in die Regionalliga an. Eine Liga, in der die Münchner theoretisch auch so gespielt hätten, da die zweite Mannschaft Meister der Bayerliga wurde, aber aufgrund der Regularien nicht aufsteigen durfte.
Das größte Fragezeichen der Münchner ist mittlerweile die Zusammenstellung der Mannschaft. Vom vorjährigen Profiteam sind nicht mehr viele Akteure dabei, Stürmer Florian Niederlechner zählt noch zu den bekannten Namen. Im Laufe dieser Woche konnten die Münchner weitere Zugänge vermelden, sodass sich langsam ein Regionalliga-Team formiert. Da die Münchner erst kommende Woche in diese Liga starten, wird von vielen Seiten vermutet, dass das Spiel am Sonntag (14 Uhr, Siegmund-Arena, Schiedsrichter Johannes Wagner, SV Zuchering) mit dem Regionalliga-Team gespielt wird.
Nach dem enttäuschenden Auftritt zum Punktspielauftakt in Kottern erwartet Schwabmünchens Trainer Emanuel Baum eine Leistungssteigerung seiner Mannschaft. „Wir müssen an die Leistung des Landsberg-Spiels anknüpfen“, fordert er. Wichtig ist Baum auch, „dass wir wieder als Mannschaft agieren.“ Schwabmünchens Trainerteam hat beim Auftritt in Kottern wenig gefallen, sieht die Mannschaft in der Pflicht, das wiedergutzumachen.
„Sollten die Münchner, wie von vielen erwartet wird, wirklich mit der ersten Mannschaft kommen, haben wir nichts zu verlieren“, so Baum. Dann zählt es nur, eine gute Leistung zu zeigen. Stimmt diese, könnte der Trainer gar mit einer Niederlage leben. „Wenn wir gut spielen, kann man auch gegen einen Gegner dieser Stärke verlieren“, so Baum. Doch aufgeben will er nicht. „Es gibt Punkte, die für uns sprechen, wenn wir unsere Leistung bringen“, sagt Baum. Als Erstes führt er den Umstand vor, dass die Münchner nicht eingespielt sind. Einen weiteren Vorteil sieht er in der Bedeutung der Partie: „Für uns geht es um wichtige Punkte, für die Münchner geht es darum, sich einzuspielen.“ Daher hält Baum vieles für möglich, „1860 ist eine Bombenmannschaft, aber nichts ist unmöglich“, schließt er ab.
Alleine der Umstand, dass wohl die erste Mannschaft der Münchner in Schwabmünchen aufläuft, dürfte für eine volle Siegmund-Arena sorgen. Zuletzt sorgten die Löwen überall für viele Zuschauer. Emanuel Baum freut sich darauf: „Eine große Kulisse ist super. Die Mannschaft hat es sich verdient, vor vielen Zuschauern zu spielen. Das wird in jedem Fall eine zusätzliche Motivation. Wir freuen uns darauf.“
In den Genuss einer vollen Siegmund-Arena wird wohl auch Lasse Holthuis kommen. Er wird wohl auch am Sonntag Stammtorhüter Fabio Zeche vertreten. Im Vergleich zum Spiel am Dienstag wird Manuel Schmid wieder dabei sein. Tim Uhde und Matthias Moser fallen weiter aus, der Einsatz von Richard Gumpinger ist fraglich. „Dazu kommt noch, dass ein paar Spieler angeschlagen sind. Die Situation ist nicht gut, aber damit müssen wir aktuell leben“, so Baum.
Am kommenden Sonntag, 26. Juli, steht für die Schwabmünchner das erste Bayernliga-Heimspiel an. Gegner ist die zweite Mannschaft des TSV 1860 München. Da die erste Mannschaft der Münchner an diesem Wochenende noch nicht ins Spielgeschehen eingreift, rechnen die Schwabmünchner mit einem großen Zuschauerzuspruch. Daher bieten die Schwabmünchner am Freitag, 24. Juli, ab 18 Uhr einen Kartenvorverkauf an. Auch die vorbestellten Dauerkarten können am Freitag abgeholt werden.
Die große Hoffnung auf Punkte zum Saisonstart in die Fußball Bayernliga blieb für den TSV Schwabmünchen unerfüllt. Der Aufsteiger unterlag beim TSV Kottern völlig verdient mit 1:0. Die Schwarz-Weißen waren guter Dinge ins Allgäu gereist, denn nach dem starken Auftritt im Pokal gegen Landsberg wähnte man sich bereit für die Bayernliga.
Dass dies am Ende nicht der Fall war, lag vor allem daran, dass kaum ein Feldspieler in Normalform auftrat. Am Ende war es Torhüter Lasse Holthuis, der den verletzten Fabio Zeche vertrat, der als einziger Bayernligaansprüchen genügte. Zwar zeigte der junge Keeper bei Ecken gelegentlich Unsicherheiten, sorgte aber mit einigen starken Paraden dafür, dass Kottern nicht noch öfter traf.
Der Auftakt ins Spiel verlief durchaus vielversprechend. Zwar hatten die Gastgeber schon nach gut vier Minuten die erste große Chance, doch Schad jagte den Ball aus kurzer Distanz über das Tor. Danach entwickelte sich ein offenes Spiel, beide Teams versuchten, sich weiter Torgelegenheiten zu erarbeiten. Die Schwabmünchner schafften es dabei meist erfolgreich, den Spielaufbau der Allgäuer schon früh durch hohes Anlaufen zu unterbinden.
Doch nach gut 30 Minuten war ein nicht zu erklärender Bruch im Schwabmünchner Spiel. Der Aufsteiger kam kaum noch in die Zweikämpfe, die Fehlpässe häuften sich. Als Kotterns Mittelfeldmotor Roland Fichtel nach 36 Minuten verletzt vom Platz musste, hofften die mitgereisten Fans, dass Schwabmünchen davon profitieren könnte und wieder ins Spiel findet. Doch das Gegenteil war der Fall. Der für Fichtel eingewechselte Markoi Jozic hatte nur Sekunden nach seiner Hereinnahme die erste gute Chance, kurz darauf stand er im Strafraum goldrichtig und verwertete einen schlecht abgewehrten Ball zur Kotterner Führung.
Auch nach dem Seitenwechsel fanden die Schwabmünchner nicht in die Spur. Vor allem, weil die einfachen Dinge nicht klappten. Unzählige unnötige Ballverluste durch Fehlpässe und schlechte Ballannahmen prägten das Spiel der Schwarz-Weißen. So schenkte der Aufsteiger den Gastgebern immer wieder den Ball und dadurch Chancen, nur Lasse Holthuis sorgte dafür, dass der knappe Rückstand Bestand hatte.
Erst in der Schlussphase, als Schwabmünchen es mit der Brechstange versuchte, kam der Aufsteiger zu ersten Chancen, die am Ende jedoch im Nichts verpufften. Kein Wunder, dass Schwabmünchens Trainer Emanuel Baum nach der Partie bedient war. „Wir haben gut angefangen, ab nach 25 Minuten war ein Bruch im Spiel. Danach ist uns nichts mehr gelungen“, so Baum, der vor allem zwei Dinge bemängelte: „Das waren zu viele unnötige Ballverluste. Zudem haben wir keine Abschlüsse gesucht.“ Das war in der Tat ein großes Problem. Die Schwabmünchner suchten in den Phasen, in denen sie mitspielten, viel zu selten den direkten Weg zum Tor. So hatten sie am Ende auch kaum Torschüsse, weil zu viele Angriffe am Ende in Alibi-Pässen verpufften.
TSV Kottern: Mormone, Miller, Ender, Watari, Lorenz (81. Günes), Fichtl (36. Jozic), Schad, Bär (94. Dagtekin), Bareis, Keckeisen, Dudukovic (50. Hackenschmidt) (86. Qosaj)
TSV Schwabmünchen: Holthuis, L. Kusterer, L. Boyer, Köbler (46. Gmell), Aschner (81. Berger), Paulus (77. N. Kusterer), Di Maggio, Krist (64. Ammann), P. Boyer, M. Uhde, Speiser (64. Glöckle)
Schiedsrichter: Jäcker (Weilheim) – Zuschauer: 481
Tore: 1:0 Jozic (39.)
Die Zeit der Vorbereitung ist zu Ende. Am Dienstagabend (18.30 Uhr, Abt-Arena Durach, Schiedsrichter Jonas Jäcker, SV Polling) beginnt für den TSV Schwabmünchen die Bayernligasaison. Der Aufsteiger ist beim TSV Kottern zu Gast. Die Allgäuer sind seit mehr als zehn Jahren Bestandteil der Bayernliga.
In der vergangenen Spielzeit war die Bayernligazeit für den TSV Kottern beinahe vorbei, erst in der Relegation sicherten sich die Allgäuer den Klassenerhalt. Damit dies in dieser Spielzeit verhindert wird, kamen sechs Neue ins Team von Trainer Andreas Maier.
Für Aufsteiger Schwabmünchen ist das vorrangige Ziel in dieser Saison klar: In der Liga zu bleiben. Da sind Punkte gegen Teams, die vermeintlich dasselbe Ziel haben, wichtig. Da vor allem der Auftritt der Schwabmünchner im Pokal Hoffnung gemacht hat, ist die Vorgabe von Trainer Emanuel Baum klar: „Wir wollen aus Kottern was mit nach Hause nehmen.“
„Am Freitag habe ich viel Gutes gesehen. Wenn wir da weitermachen, ist was drin“, zeigt sich Baum überzeugt. Trotzdem ist ihm auch klar: „Leicht wird es nicht.“ Vor allem, da neben Kapitän Tim Uhde auch Matthias Moser und Manuel Schmid nicht zur Verfügung stehen. Hinter weiteren Akteuren steht noch ein Fragezeichen. Daher übt TSV-Trainer Baum auch leise Kritik an der Terminplanung des Verbands. „Dass das Spiel vom Wochenende auf einen Wochentag weichen musste, ist nicht durchdacht. Das ist Amateurfußball, die Jungs müssen arbeiten, dadurch zusätzlich freinehmen. Für uns ist der Termin saublöd.“
Für Schwabmünchens Neuzugang Achim Speiser ist der Ligaauftakt eine besondere Partie, denn der Offensivspieler kam zur neuen Saison vom TSV Kottern. Dort war lange aktiv. Das wollen die Schwabmünchner auch für sich nutzen. „Wir werden uns mit Achim austauschen, wollen wissen, was er uns über die Mannschaft sagen kann“, so Emanuel Baum.
Schwabmünchens Trainer ist überzeugt, dass die Allgäuer aus ihren Fehlern der Vorsaison gelernt haben. Emanuel Baum erwartet einen „kompakten und physisch starken Gegner.“ Und auf einen besonderen Umstand weist der Baum auch noch hin: „Im Allgäu ist es nie leicht.“
Am kommenden Sonntag, 26. Juli, steht für die Schwabmünchner das erste Bayernliga-Heimspiel an. Gegner ist die zweite Mannschaft des TSV 1860 München. Da die erste Mannschaft der Münchner an diesem Wochenende noch nicht ins Spielgeschehen eingreift, rechnen die Schwabmünchner mit einem großen Zuschauerzuspruch. Daher bieten die Schwabmünchner am Freitag, 24. Juli, ab 18 Uhr einen Kartenvorverkauf an. Auch die vorbestellten Dauerkarten können am Freitag abgeholt werden.
Eigentlich hätte der TSV Schwabmünchen am Freitagabend in Kottern den Bayernliga-Auftakt begehen sollen. Da jedoch beide Vereine im Pokal die Hauptrunde erreicht haben und der Pokal Vorrang vor der Liga hat, steht für die Schwabmünchner nun eine Partie gegen den Regionalliga-Aufsteiger TSV Landsberg (Freitag, 17. Juli, 18.30 Uhr, Siegmund-Arena, Schiedsrichter Maximilian Riedel, FC Horgau) an. Der Ligaauftakt der Schwabmünchner verschiebt sich dadurch auf den Dienstagabend.
Schwabmünchens Trainer Emanuel Baum hat beim Blick auf den Gegner Landsberg gemischte Gefühle. „Mir wäre Bobingen lieber gewesen, gegen Landsberg hatten wir schon gespielt. Aber die wollen uns ja nicht. Es wäre ein tolles Derby geworden“, so der Trainer.
Baum sieht die Partie als Bonus, will sie aber nicht, auch wenn Landsberg Favorit ist, abschenken. „Ein Weiterkommen wäre schon toll. Mit ein wenig Glück könnte die zweite Runde einen richtig tollen Gegner bringen“, sagt Baum. Für den Freitag hat er einen Wunsch: „Die Mannschaft soll das Spiel genießen.“
Für Schwabmünchens Übungsleiter ist die Partei eine Vorbereitung auf Wettbewerbsniveau. „Wir haben die Chance, es besser zu machen als gegen Murnau“, so Baum. Für ihn zählt es, dass die Mannschaft weitere Erfahrungen für den Ligaauftakt sammelt. „Wir sind in vielen Dingen weit, die Fitness finde ich richtig gut“, sagt der Trainer. „Dafür können wir im Hinblick auf die Abstimmung auf dem Feld noch besser werden“, ergänzt er. Aber es sieht Schwabmünchen nicht chancenlos: „Wenn alle noch einmal zehn Prozent drauflegen, dann ist ein Erfolg drin.“
Zum Auftakt in die neue Spielzeit haben die Schwabmünchner erste Verletzungssorgen. Kapitän Tim Uhde wird wohl die komplette Spielzeit ausfallen. Aktuell gesellen sich Matthias Moser und Noah Kusterer zu ihrem Kapitän auf die Ausfallliste. Da auch sonst immer wieder Spieler angeschlagen oder im Urlaub waren, lief die Vorbereitung diesbezüglich nicht immer rund.
„Das muss man den Jungs aber zugestehen. Es war eine lange Saison mit kurzer Sommerpause. Da kommen kleine Blessuren und auch die Urlaube fallen dann in diese Zeit. Wir sind Amateure, damit müssen wir leben“, bilanziert Trainer Emanuel Baum. In jedem Fall möchten die Schwabmünchner ein besseres Ergebnis als im Testspiel Ende Juni erreichen. Dort unterlag der Bayernliga-Aufsteiger in Landsberg mit 1:4.
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