Es waren 93 Minuten gespielt, da gab es auf der Schwabmünchner Bank kein Halten mehr. Soeben hatte sich Philip Gmell in der eigenen Hälfte den Ball geschnappt, war die Linie in Richtung Kirchanschöringer Tor hinab gespurtet, am Strafraum nach innen abgebogen und hat das Spielgerät mit seinem eigentlich schwächeren linken Fuß im Tor versenkt. Sekunden später war er unter einer jubelnden Menschentraube begraben.

„Wir haben in dieser Saison immer wieder in der Schlussphase Tore bekommen und so Punkte verloren, dieses Mal haben wir das so gemacht“, sagt ein erleichterter Trainer Emanuel Baum nach der Partie im Traunsteiner Land. Mit dem zweiten Sieg in Serie konnten die Schwabmünchner ein kleines Polster zwischen sich und den Abstiegsplätzen schieben.

Fußball: Schon früh der erste Ausfall für TSV Schwabmünchen

Durch den Ausfall von Luca Boyer musste TSV-Coach Baum ein wenig seine Startelf umbauen. Für Boyer rückte Simon Paulus als „Sechser“ aufs Feld. Doch schon nach etwas mehr als 20 Minuten mussten die Schwabmünchner ein erstes Mal wechseln. Manuel Schmid musste angeschlagen runter, für ihn kam Tim Heckmeier ins Spiel. Die Schwarz-Weißen waren bis dahin gut in der Partie, verpassten es aber, wirklich gefährliche Aktionen zu generieren.

Bis kurz vor dem Seitenwechsel. Da kamen die Schwabmünchner zu einer Reihe von guten Torgelegenheiten. Im vierten Anlauf landete der Ball bei Maximilian Aschner, dessen Schussversuch von der Hand eines Kirchanschöringers geblockt wurde. Den folgenden Elfmeter versenkte Matteo Di Maggio souverän zur nicht unverdienten Schwabmünchner Führung.

Weitere Verletzungen machten den Schwabmünchnern das Leben schwer

„Wir wollten in der zweiten Hälfte an die erste anknüpfen, doch das hat nicht wirklich funktioniert“, so Emanuel Baum nach dem Spiel. Dass der Trainer mit der Leistung nicht zufrieden war, war auch immer wieder über den ganzen Platz zu hören. Baum nimmt sein Team aber auch in Schutz: „Wir mussten in der zweiten Hälfte dreimal verletzungsbedingt wechseln und umstellen. Das war nicht einfach.“

So war der Ausgleichstreffer der Gastgeber nicht unverdient. Danach witterte Kirchanschöring Morgenluft und erhöhten den Druck, doch die Schwabmünchner hielten die Oberbayern weitgehend erfolgreich von ihrem Tor fern. „Wir wollten uns auch mit dem Unentschieden nicht unbedingt zufriedengeben“, so Emanuel Baum. Vor allem wohl nicht Philip Gmell.

TSV Schwabmünchen: Zeche, Kusterer, Schmid (24. Heckmeier), Muha, Aschner (79. Speiser), Paulus, Di Maggio, Krist (68. Gmell), Boyer (72. Kusterer), Uhde (58. Glöckle), Gumpinger - Tore: 0:1 Di Maggio (43. Handelfmeter), 1:1 Nicklas (59.), 1:2 Gmell (90.+3) - Schiedsrichter: Eßberger (Geiselhöring) - Zuschauer: 385.

Nach dem wichtigen 2:1-Heimerfolg gegen den FC Gundelfingen will und muss der TSV Schwabmünchen beim SV Kirchanschöring (Samstag, 15 Uhr, EM-Group-Arena, Schiedsrichter Korbinian Eßberger, SV Wallkofen) nachlegen. Die Oberbayern haben derzeit einen Punkt weiger als der Schwarz-Weißen auf dem Konto. Mit einem Erfolg beim SVK könnten die Schwabmünchen somit ein kleines Polster zwischen sich und der Abstiegszone bringen.
„Ein Dreier wäre Gold wert“, sagt TSV-Trainer Emanuel Baum vor der Partie im Traunsteiner Land. Denn die Schwabmünchner wollen „unten rauskommen“, wie Baum erklärt. Dass es nicht leicht wird, ist ihm auch klar. Kirchanschöring war in der vergangenen Saison noch Dritter und erlebt in dieser Saison einen heftigen Absturz. „Die haben nicht über den Sommer alles verlernt. Wir müssen wachsam sein“ sagt Baum.

Kirchanschöring darf nicht unterschätzt werden

„Der Platz in Kirchanschöring ist klein, da kommen viele Zuschauer. Das ist auch ein gewisser Heimvorteil“, so Baum. Sieben ihrer zwölf Punkte holten die Oberbayern zu Hause, darunter war auch ein Sieg gegen Wasserburg. Um auf den Gegner vorbereitet zu sein, wird es wieder eine Videoanalyse geben. „Wir werden eine Lösung, um da erfolgreich zu sein, parat haben“, ist sich Baum sicher.
Die Gastgeber werfen eine der schwächeren Offensiven und die zweitmeisten Gegentore in die Wagschale. Ein Fakt, der Schwabmünchen auch entgegenkommen könnte. „Defensiv haben wir gegen Gundelfingen gut gespielt“, sagt Baum. „Besser werden könnte die Chancenverwertung. Was mir zuletzt gefallen hat, ist das Verhalten bei Standards. Das haben die Jungs gut gemacht“, so der Trainer, der anfügt: „Wir wollen defensiv weiter so gut stehen, dass es genügt, mit einem oder zwei Toren zu Punkten.“

Wird die lange Busfahrt zum Faktor?

Mindestens drei Stunden werden die Schwabmünchner auf dem Weg nach Kirchanschöring im Bus sitzen. Bislang kein gutes Omen für die Schwarz-Weißen, denn die Auftritte in Wasserburg oder Landshut mit ähnlichen Strecken nahmen kein gutes Ende. „Nach so einer Fahrt sind die Beine schwer“, weiß Baum. Daher hat man beim TSV auch ein Auge darauf, ob sich die Fahrten wirklich negativ auswirken. „Dann müssen wir uns etwas einfallen lassen, damit die Beine lockerer werden“, so Baum.
Einfallen lassen muss sich das Schwabmünchner Trainerteam auch etwas im Hinblick auf Aufstellung. Neben dem schon in der Vorwoche verletzen Matthias Moser wird auch Luca Boyer nicht zur Verfügung stehen. „Dazu waren in der Woche einige krank und angeschlagen“, so Baum.
Die Fahrt können auch Fans mit antreten, Abfahrt des Busses ist am Samstag um 9.30 Uhr am Sportplatz.

Durchatmen beim TSV Schwabmünchen. Nach vier sieglosen Spielen in Folge gelang im Derby gegen den FC Gundelfingen ein wichtiger Sieg. Somit rückten die Schwarz-Weißen wieder aus der Relegationszone. Den wichtigen drei Punkten ging ein hartes Stück Arbeit voraus. Wie angekündigt setzen die Gundelfinger auf viel Intensität und machten so den Schwabmünchnern das Leben schwer.

Vor allem in der ersten Hälfte kamen die Gastgeber kaum zur Geltung. Gundelfingen verteidigte mit viel Engagement. So sah sich Schwabmünchens Matteo Di Maggio fast immer in enger Manndeckung. Nur selten kamen die Schwabmünchner vors Tor der Gäste, hätten aber nach zehn Minuten durchaus führen können, als Maik Uhde, schön von Richard Gumpinger angespielt, frei vor dem Tor verzog. Das war auch für lange Zeit die beste Schwabmünchner Torgelegenheit.

Klassischer Konter bringt Gundelfingen in Führung

Die Gäste, wenn auch optisch etwas überlegen, zeigten ebenfalls lange keine Torgefahr. Bis nach etwas mehr als einer halben Stunde ein Schwabmünchner Angriff abgefangen wurde. Und dann ging es ganz schnell. Nach dem Ballgewinn schickten die Gundelfinger Simon Achatz auf die Reise, der die Gäste in Führung brachte. Das Spiel blieb danach schnell und etwas zu intensiv, was auch einige Gelbe Karten auf beiden Seiten nach sich zog.

Kurz vor der Pause sorgte dann ein Freistoß für den nicht unverdienten Ausgleich. Nach einem Handspiel an der Gundelfinger Strafraumkante berieten sich Matteo Di Maggio und Maximilian Krist kurz. Die finale Entscheidung der beiden war, dass Krist es versuchen durfte. Und das machte der richtig gut. Sein Schlenzer passte haargenau ins lange Eck. Ein starker Treffer, der eigentlich kaum zu toppen war.

Schwabmünchen kommt besser aus der Kabine

Nach dem Seitenwechsel waren die Schwabmünchner aktiver in der weiterhin temporeichen, immer wieder hitzigen, aber wenig niveauvollen Partie. So sorgte erneut ein individueller Lichtblick für den nächsten Treffer. Ein, eigentlich fast zu weiter, Ball von Luca Boyer lockte Gundelfingens Torhüter Frank aus seinem Kasten. Der hatte aber nicht mit der Geschwindigkeit von Matteo Di Maggio gerechnet. Schwabmünchens Außenspieler kam an die Kugel, erkannte, dass Frank zu weit vor seinem Tor war und sorgte mit einem technisch anspruchsvollen Lupfer für die Schwabmünchner Führung.

In der Folge versuchten die Gäste den Druck zu erhöhen, schafften es aber kaum, wirklich gefährlich zu werden. Schwabmünchen hingegen konnte die sich bietenden Räume nicht nutzen und waren ebenfalls wenig gefährlich. Pech hatte nur Maik Uhde, der nach 71 Minuten nur den Pfosten traf. Am Ende reichte es für die Schwarz-Weißen zu einem knappen, aber verdienten Sieg.

TSV Schwabmünchen: Zeche, Kusterer, Boyer (80. Heckmeier), Schmid, Muha, Aschner, Di Maggio (82. Ammann), Krist (71. Gmell), Boyer (65. Kusterer), Uhde, Gumpinger (78. Speiser)

Zuschauer: 478 Tore: 0:1 Achatz (33.), 1:1 Krist (43.), 2:1 Di Maggio (56.)

Es gibt Spiele, die sind ein wenig anders als andere. Die Partie des TSV Schwabmünchen gegen den FC Gundelfingen (Samstag, 14 Uhr, Siegmund-Arena, Schiedsrichter Elias Wörz, TSV Friesenried) hat gleich mehrere Faktoren, die das Spiel besonders machen. Grundsätzlich ist es eines von zwei schwäbischen Derbys, die für den TSV anstehen. Dazu kommt noch eine sportliche und persönliche Historie.
Die Gundelfinger sind als Meister der Landesliga Südwest in der Spielzeit 2024/2025 in die Bayernliga aufgestiegen, schnappten den Schwarz-Weißen den damals fast schon sicher geglaubten Titel weg. Auch wenn Schwabmünchen in dieser Spielzeit beide Spiele gegen Gundelfingen gewinnen konnte, dürfte da noch eine Rechnung offen sein. Dazu kommt, dass das Duell zwischen dem Zehnten Gundelfingen und dem 16. Schwabmünchen für die laufende Saison wichtig ist, da beide Teams derzeit nur vier Punkte auseinander liegen.

Gundelfingens Trainer Thomas Rudolph hat Schwabmünchner Vergangenheit

Eine nicht unbedeutende Würze in die Partie bringt auch FCG-Trainer Thomas Rudolph. Ein gutes Jahrzehnt schnürte er seine Fußballschuhe für den TSV. Seit dieser Zeit ist er nicht nur mit großen Teilen der Mannschaft befreundet. Auch bei Vereinsverantwortlichen und Fans genießt der sympathische 37-Jährige hohes Ansehen. Doch diese Zuneigung wird am Samstag für 90 Minuten auf beiden Seiten ruhen.
Zum Spiel gegen Deisenhofen war Rudolph vor Ort, um sich ein Bild der Schwabmünchner zu machen. „Das ist für beide Mannschaften ein wichtiges Spiel“, sagt Rudolph. „Schwabmünchen ist fußballerisch stark, da müssen wir gut dagegenhalten. Zweikämpfe, Intensität und Lautstärke müssen da von unserer Seite auf den Platz kommen“, sagt er. Grundsätzlich erwartet Thomas Rudolph eine ausgeglichene Partie, die „von Kleinigkeiten entschieden wird.“

Schwabmünchen will grobe Schnitzer vermeiden

Genau diese Kleinigkeiten waren es, die Schwabmünchen zuletzt Punkte gekostet haben. „Defensiv gut stehen und Fehler vermeiden“, fordert daher Schwabmünchens Trainer Emanuel Baum, der auch sieht, „dass die Mannschaft aus den Fehlern lernt.“ Denn eines ist für ihn klar: „Wir müssen einfach gewinnen. Mit Blick auf die Tabelle benötigen wir einen Sieg.“ Seinem Team gibt er mit auf den Weg, dass „zuerst die Defensiven Aufgaben zu lösen sind.“
Hoffnungen setzt Baum auch auf den Heimspielfaktor. „Auf unserem Platz kann die Mannschaft ihre technischen Fähigkeiten voll ausspielen“, sagt der Trainer. Gundelfingen sieht Baum als „disziplinierte, gute Mannschaft.“ Was die Schwarz-Weißen aber nicht aufhalten soll. „Wir haben den Anspruch, zu Hause zu siegen.“

Mit leeren Händen musste der TSV Schwabmünchen von der Auswärtspartie in Wasserburg die Rückreise antreten. Mit 0:2 unterlagen die Schwarz-Weißen im Aufsteigerduell mit dem Team aus Oberbayern. Dabei präsentierten sich die Schwabmünchner nicht schlecht. Am Ende mangelte es aber an Torgefahr und in der Defensive sorgten zwei grobe Schnitzer für die Gegentore.

Wasserburgs Trainer Florian Heller bezeichnete Schwabmünchen nach der Partie „als einen der stärksten Gegner im bisherigen Saisonverlauf.“ Ein Lob, das vielleicht gut tut, aber am Ende nichts bringt. Schwabmünchens Trainer Emanuel Baum war das Lob fast schon egal. „Das Ergebnis ist unter dem Strich total ärgerlich“, bilanzierte er nach dem Spiel.

Schwabmünchen startet gut in die Partie

Die Schwabmünchen waren, fast schon ungewohnt, in der Anfangsphase die deutlich bessere Mannschaft. Das einzige Manko war jedoch, dass die Schwarz-Weißen in Richtung Tor nicht zwingend genug agierten. Trotz mehr Ballbesitz ergab sich keine wirklich große Abschlussgelegenheit für die Baum-Truppe. Die Gastgeber waren erst nach gut 20 Minuten im Spiel, sodass sich eine Partie auf Augenhöhe entwickelte.

Der einzige Unterschied: Die Hausherren bewiesen, kaum im Spiel, mehr Zug zum Tor. So rettete nach gut 24 Minuten nur der Pfosten die Schwabmünchner vor einem Rückstand. Fabio Zeche, der nach langer Verletzungspause wieder im Gehäuse der Schwarz-Weißen einen guten Einstand ablieferte, hätte da keine Chance mehr gehabt. Die hatte er auch wenige Minuten später nicht. Nach einem Patzer im Spielaufbau schafften es die Gastgeber mit zwei Spielern die Schwabmünchner Hintermannschaft richtig alt aussehen zu lassen und durch Torjäger Robin Ungerath die Führung zu erzielen.

Auch in der zweiten Hälfte war Schwabmünchen ebenbürtig

Auch nach der Pause bot sich ein ähnliches Bild wie vor dem Seitenwechsel. Beide Teams traten sich auf Augenhöhe gegenüber. Dabei hätten die Gastgeber in der zweiten Hälfte nach Ansicht der Schwabmünchner in Unterzahl antreten müssen. Kurz vor der Pause Abwehrmann Simon Fischer nach einem üblen Tritt gegen Matteo Di Maggio die Gelbe Karte. „Der Ball war weg und die Intensität des Fouls hoch. Da ist eigentlich Rot“, so TSV-Trainer Emanuel Baum.

Auch wenn die Schwabmünchner das Spiel mitgestalteten, am Ende half das Nichts. Die besten Chancen hatten die Schwarz-Weißen, als es schon 2:0 stand. Da vergab Di Maggio zwei gute Möglichkeiten. Das 2:0 resultierte aus einem dicken Patzer von Matthias Moser, der in der Vorwärtsbewegung leichtsinnig den Ball verlor und so Robin Ungerath einen Doppelpack ermöglichte. „Bei dem schlechten Platzverhältnisse war es keine gute Idee so zu agieren“, sagt Baum über den folgenschweren Versuch Mosers, zu zaubern.

Schwabmünchens Trainer Baum stellt um

„Machen wir die Fehler nicht, nehmen wir einen Punkt mit“, so Baum nach der Partie, der zum Ende der Partie auf eine Dreierkette umstellte und alles Offensivspieler, die zur Verfügung standen, aufs Feld brachte. Bis auf die zwei dicken Böcke in der Defensive und dem offensiv „oft zu umständlichen Auftritt“ können sich die Schwabmünchner keine Vorwürfe machen. So geht es mit der Erkenntnis, dass die Bayernliga kein Selbstläufer ist, in eine wichtige Trainingswoche vor dem Heimspiel gegen Gundelfingen.

TSV Schwabmünchen: Zeche, L. Boyer, Schmid, Moser, Muha (77. Ammann), Aschner (67. Gmell), Di Maggio, P. Boyer (72. Paulus), Uhde, Gumpinger (56. Krist), Glöckle (62. Speiser)

Schiedsrichter: Gehrwald (Irlbach) - Zuschauer: 356

Tore: 1:0 Ungerath (28.), 2:0 Ungerath (65.)

Nach drei Spielen ohne Sieg wartet am Samstag für den TSV Schwabmünchen die nächste harte Nuss. Beim letztjährigen Vizemeister der Landesliga Ost, dem TSV Wasserburg (14 Uhr, Sportplatz Landwehrstraße, Schiedsrichter Magnus Gehrwald, JFG Straubinger Land), liegt die Messlatte hoch. Die Oberbayern konnten ihren Aufstiegsschwung über die Sommerpause retten und liegen mit 19 Punkten auf dem fünften Rang der Bayernliga.

Vor allem zu Hause sieht Schwabmünchens Trainer Emanuel Baum die Wasserburger stark. „Die gehen früh drauf, erzeugen viel Druck“, weiß er. Aufpassen müssen die Schwarz-Weißen vor allem auf Robin Ungerath. Der Torjäger der Wasserburger hat schon achtmal getroffen und vier Tore vorbereitet. „Der Vorteil ist, wir wissen, wer gefährlich ist. Das ist besser, als wenn ein Team drei oder vier Spieler mit vier, fünf Toren hat“, so Baum.

Zuletzt bekamen die Schwabmünchner relativ viele Gegentore nach ruhenden Bällen. „Da muss unsere Zuteilung besser werden“, so Baum. Während die offensiven Standardsituationen in seinen Augen ganz gut klappen, hapert es dabei vor dem eigenen Tor. „Wir müssen da vor allem ruhiger bleiben“, fordert er. Die Aufarbeitung dieses Problems war auch Teil der Trainingswoche.

„Wasserburg hat einen Lauf, aber sie sind nicht unschlagbar“, so Baum. Wichtig sei, „den Druck den sie aufbauen, zu verhindern.“ Dazu zählt auch, den Ball mal weit zu schlagen, um dem Pressing der Oberbayern zu entgehen. Mit Blick auf den Kader hat Baum gemischte Gefühle. Positiv ist, dass seit dieser Woche wieder alle drei Torhüter zur Verfügung stehen. Fehlen wird weiterhin Benedikt Berger. Maik Uhde war ebenfalls wieder im Trainingsbetrieb, Lucas Kusterer musste die Woche passen. Ob die beiden am Samstag spielen können, zeigt sich kurzfristig. Tim Heckmeier kam vergangene Woche nach langer Verletzungspause zum ersten Kurzeinsatz und sammelte auch in der zweiten Mannschaft wichtige Spielminuten.

Gut drei Stunden wird die Busfahrt der Schwabmünchner nach Wasserburg dauern. „Das ist nicht angenehm, aber wesentlich besser, als wenn die Spieler einzeln fahren müssen“, so Baum. Dabei ist für den Trainer eines wichtig: „Wir müssen beim Spiel dafür sorgen, dass auf der Rückfahrt gute Laune herrscht. Das war zuletzt auf dem Heimweg von Landshut nicht der Fall.“ Auf Fans können die Fahrt mit dem Bus mitmachen, Abfahrt ist am Samstag um 9.30 Uhr am Sportplatz.

Einen bitteren Samstagnachmittag erlebten die Bayernliga-Fußballer des TSV Schwabmünchen. Gegen den FC Deisenhofen reichte es nur zu einem 3:3, obwohl die Schwarz-Weißen noch 15 Minuten vor dem Ende mit 3:1 führten. Doch ein Fußballspiel dauert nun mal 90 Minuten, manchmal sogar noch ein wenig länger. Am Ende für Schwabmünchen zu lange, denn der Ausgleichstreffer des FC Deisenhofen fiel in der Nachspielzeit.

Verdient war der Punkt für die biederen Gäste nicht, dass die Oberbayern ihn jedoch haben, das müssen sich die Schwabmünchner selbst zuschreiben. Auf der einen Seite waren genügend Torgelegenheiten da, um die Partie deutlicher zu gestalten. Auf der anderen Seite waren es wieder zwei ruhende Bälle, die zu den entscheidenden Gegentoren führten. Und dass, obwohl Deisenhofen „seit gefühlt einem Jahr nach einer Ecke nicht getroffen hat“, wie Trainer Andreas Pummer noch während der Partie feststellte.

Deisenhofen hatte zu Beginn mehr vom Spiel

Schwabmünchen ging im Vergleich zur Partie in Landshut mit zwei personellen Änderungen ins Spiel. Rückkehrer Lucas Kusterer rückte in die Vierkette, und schob so Luca Boyer auf die „Sechs“, der Noah Kusterer ersetzte. Im offensiven Zentrum begann Maximilian Krist statt Simon Paulus. Maik Uhde nahm, noch angeschlagen auf der Bank Platz.

Die ersten Minuten der Partie agierten die Gäste spielbestimmend, aber nicht zwingend. Schwabmünchens Angriffsversuche verpufften im Feld, da die Zuspiele oftmals zu ungenau waren. Nach etwas mehr als einer Viertelstunde hatten die Gastgeber dann ins Spiel gefunden. Der Lohn: Mit dem zweiten guten Angriff gelang die Führung. Richard Gumpinger kam von rechts frei in den Strafraum und bewies mit einem Rückpass auf Torschütze Manuel Schmid Übersicht.

Schwabmünchen kommt schlecht aus der Pause

Nach dem Seitenwechsel bot sich den Zuschauern dasselbe Bild wie zu Spielbeginn. Die Gäste waren am Drücker, dieses Mal mit mehr Torgefahr. Doch der junge Philip Bissinger im Schwabmünchner Tor reagierte mehrfach stark. Nach gut zehn Minuten konnte der Torhüter einen Schuss aus kurzer Distanz nicht festhalten, beim Nachfassen holte er einen Deisenhofer von den Beinen. Den fälligen Strafsto0ß versenkte Florian Schmid ohne Probleme.

Die Schwabmünchner Antwort dauerte nicht allzu lange. Nach feinem Zuspiel von Luca Boyer war Matteo Di Maggio auf dem linken Flügel durch und versenkten den Ball zur erneuten Schwabmünchner Führung. Die Gastgeber waren fortan die bessere Mannschaft auf dem Platz, versäumte es aber, weiter Tore zu machen. Chancen hierzu gab es reichlich.

Achim Speisers Freude über das erste Saisontor währt nicht lange

Nach 70 Minuten kam Achim Speiser für den glücklosen Richard Gumpinger. Ein Wechsel, der sich zu lohnen schien. Schon kurz nach seiner Einwechslung zwang er Deisenhofens Torhüter Obermeier mit einem starken Kopfball zu einer Glanzparade. Wenig später konnte dann endlich jubeln. Ein Zuspiel von Lucas Kusterer landete bei Speiser am kurzen Eck, der mit einer schnellen Drehung nach innen alle überraschte und den Ball sehenswert im Tor unterbrachte.

So sahen die Schwabmünchner eine Viertelstunde vor dem Ende wie der sichere Sieger aus. Die Schwarz-Weißen hatten durchaus noch weitere Möglichkeiten, den Sack zuzumachen. Stattdessen genügten den Gästen zwei schlecht verteidigte Standards, um zum Ausgleich zu kommen. „Das darf so nicht passieren“, stellte ein enttäuschter Emanuel Baum nach der Partie fest. „Mit Blick auf die nächsten Aufgaben dürfen wir nun aber nicht den Kopf in den Sand stecken. Wir müssen das Positive mitnehmen und nach vorn blicken“, ergänzt er.

TSV Schwabmünchen: Bissinger, L. Kusterer, L. Boyer (78. Paulus), Schmid, Moser, Muha, Aschner (60. Gmell), Di Maggio (83. Ammann), Krist (92. Heckmeier), P. Boyer, Gumpinger (70. Speiser)

Im Laufe der Woche war bei den Schwabmünchner Fußballern Videostudium angesagt. Denn nach der Niederlage bei der SpVgg Landshut gab es für die Schwarz-Weißen einiges aufzuarbeiten, das wieder besser werden soll. Denn am Samstag (14 Uhr, Siegmund-Arena, Schiedsrichter Matthias Putz, SV Perlesreut) gegen den FC Deisenhofen wollen die Schwabmünchner wieder punkten.
Die Oberbayern, Deisenhofen ist ein Ortsteil des südliche von München gelegenem Oberhaching, spielen die siebte Spielzeit in Folge in der Bayernliga. Dadurch kam es schon zu vier Aufeinandertreffen mit dem FCD. Die Bilanz für die Schwabmünchner sieht dabei alles andere als gut aus, denn alle Spiele wurden verloren, und das mit einer Torbilanz von 6:18. Der FC Deisenhofen hat sich seit seinem Aufstieg in die Bayernliga 2019 souverän im Mittelfeld der Liga gehalten. In der laufenden Spielzeit starteten die Oberbayern verhalten in die Saison, nach dem Auftaktsieg gegen Gundelfingen folgten acht sieglose Spiele, ehe am vergangenen Wochenende ein 4:0-Heimerfolg gegen Geretsried wieder ein Sieg gelang.

Schwabmünchen muss mehr Körperlichkeit und Aggressivität zeigen

„Nach der Leistung in Landshut muss die ganze Mannschaft eine deutliche Leistungssteigerung zeigen“, sagt Trainer Emanuel Baum. Baum ist der Ansicht, dass die Mannschaft in Landshut vieles hat vermissen lassen. „Das Zweikampfverhalten war nicht gut, wir waren zu passiv“, sagt er. Um dies zu untermauern, gabs die entsprechenden Bilder im Video. „Da kann man auch gleich erklären, wie es besser geht“, sagt der Trainer.
Dabei stellte er vordergründig eines fest: „Fußballerisch sind wir gut dabei. Doch wir waren wieder zu brav. Wenn Körperlichkeit und Aggression fehlen, wird das in dieser Liga bestraft.“ Daher zieht Baum den Schluss, „dass wir da nicht nachlassen dürfen.“ Für diesen Plan am Samstag muss Baum aber wohl wieder auf den einen oder anderen Akteur verzichten: „Maxi Aschner ist fraglich, auch Maik Uhde hat noch Probleme.“ Im Tor ist zwar Fabio Zeche wieder im Aufbautraining, für einen Einsatz wird es aber noch nicht ausreichen. So wird der junge Philipp Bissinger zu seinem zweiten Einsatz kommen, da auch Lasse Holthuis fehlt. „Philipp hat das in Landshut gut gemacht, bei den Gegentoren konnte er nichts machen“, so Baum. Zudem fehlt der rotgesperrte Teo Köbler als Alternative.

Deisenhofen: War der Sieg am Wochenende die Wende oder ein Zwischenhoch?

Schwabmünchens Gegner Deisenhofen hat am vergangenen Wochenende seine Negativserie beendet. So bleibt die Frage, ob dies im Kellerduell gegen Geretsried nur ein Zwischenhoch, oder mehr war. . Mit aktuell 14 geschossenen Toren zählt der FCD nicht zu den offensiv stärksten Teams der Liga. Auch die 19 Gegentore reichen nur für einen hinteren Platz in dieser Wertung. Statistisch am auffälligsten ist bisher Lukas Kretzschmar. Der Angreifer konnte bislang je vier Tore und Vorlagen für sich verbuchen und zählte auch schon in der vorigen Saison zu den besten Scorern der Deisenhofer.
Im Gegensatz zu Schwabmünchen hatten es die Deisenhofener im bisherigen nur mit zwei Mannschaften aus der oberen Tabellenhälfte zu tun. Gegen Kottern und Kirchanschöring, beide in der Abstiegszone, gab es jeweils nur einen Punkt. Ein Umstand, der den Schwabmünchnern Hoffnung machen könnte, denn der TSV hat bewiesen, dass er gegen jede Mannschaft der Liga mithalten und punkten kann. Dafür ist aber laut Trainer Emanuel Baum eines wichtig: „Wir müssen 100 Prozent oder mehr bringen“.

Das war nicht der Plan. Wenn auch ersatzgeschwächt, wollten die Schwabmünchner Bayernligafußballer beim Meister der Landesliga Nord, der SpVgg Landshut, nicht leer ausgehen. Klar war, dass es erneut eine gute Leistung benötigte, denn die Niederbayern scheinen den Schwung aus dem Aufstiegsjahr in die Bayernliga mitgenommen zu haben und spielen auch dort oben mit.

Der Schwabmünchner Plan ging nicht auf, am Ende unterlag der TSV mit 4:1. „Das war kein Vergleich zum Spiel gegen Hankofen“, so Sportdirektor Manfred Bock. „Es ist für mich nicht zu erklären, warum fast dieselbe Mannschaft, die in der Vorwoche auf dem Platz stand, so schwach aufspielt“, ergänzt Bock und schiebt noch „Das war ein Totalausfall“ nach.

Der knappe Rückstand zur Pause war schon glücklich

Laut Bock hätten die Landshuter zur Pause durchaus höher führen können. Das 1:0 der Niederbayern resultierte, mal wieder, aus einem Standard. Landshuts Spielertrainer Sebastian Maier brachte den Ball hoch aus dem Halbfeld in den Strafraum, wo Lucas Biberger recht unbedrängt den Ball mit dem Kopf eine minimale Richtungsänderung verpasste. Philipp Bissinger im Schwabmünchner Tor hatte dadurch keine Chance mehr, den Ball abzuwehren. Schwabmünchens „Nummer drei“ kam in Landshut zu seinem Ligadebüt, da Fabio Zeche weiter ausfällt und Lasse Holthuis verhindert war.

„Er war in meinen Augen der beste Mann auf dem Platz“, so Manfred Bock über den jungen Torhüter. Der war auch an dem Fakt nicht unbeteiligt, dass es mit dem 1:0 in die Pause ging. Schwabmünchen fand in den ersten 45 Minuten kaum statt.

Der Hoffnungsschimmer nach der Pause währte nur kurz

Vier Minuten nach Wiederanpfiff keimte kurz Hoffnung im Schwabmünchner Lager auf. Im feinen Zusammenspiel mit dem zur Pause eingewechselten Maximilian Krist erzielte Philipp Boyer mit seinem ersten Saisontreffer den Ausgleich. „Da kamen schon ein bisschen Gedanken an den FCA auf, der ja auch zurzeit gern die erste Hälfte verschläft und dann loslegt“, so Manfred Bock. Doch die Hoffnung des Schwabmünchner Sportdirektors war vergeben.

Denn nur wenige Minuten später stümperte die Schwabmünchner Defensive einen einfachen Ball zur Bogenlampe, die von zwei Schwarz-Weißen nicht geklärt werden konnte. Die Folge: Das 2:1. In der 70. Minute konnten es sich die Gastgeber gar noch leisten, einen etwas fraglichen Strafstoß neben das Tor zu setzen.

Im Endspurt macht Landshut alles klar

In den Schlussminuten machten die Gastgeber dann alles klar. Das 3:1 in der 80. Minute sah zwar schön herausgespielt auch, wenn aber die Abwehr kaum Gegenwehr leistet, ist es leicht, schön zu spielen. Ähnlich das 4:1. Ein schlampiger Spielaufbau, ein schneller Pass der Landshute rin die Tiefe und Tor. Bitter wurde es dann noch für Schwabmünchens Teo Köbler. Gerade eingewechselt wurde sein Zweikampf als letzter Mann gegen einen Landshuter als Notbremse gewertet und somit mit der Roten Karte geahndet. Manfred Bock hat da eine andere Meinung: „Beide ziehen und zerren, beide gehen zu Boden. Bei dem Spielstand kurz vor Schluss ist die Entscheidung überzogen.“

TSV Schwabmünchen: Bissinger, L. Boyer, Schmid (88. Köbler), Moser, Muha, Aschner (61. Ammann), Paulus, Di Maggio, P. Boyer, N. Kusterer, Gumpinger

Schiedsrichter: Egner (Bodenmais) – Zuschauer: 556

Tore: 1:0 Biberger (11.), 1:1 Boyer (49.), 2:1 Biberger (52.), 3:1 Biberger (81.), 4:1 Steer (88.)

Rot: Köbler (90. TSV Schwabmünchen)

Besondere Vorkommnisse: Steer (SpVgg Landshut) verschießt Foulelfmeter (70.).

Am Samstag geht es für den TSV Schwabmünchen zum nächsten Mitaufsteiger. Nach dem erfolgreichen Gastspiel beim FSV Pfaffenhofen sind die Schwarz-Weißen nun beim Vorjahresmeister der Landesliga Nord, der SpVgg Landshut zu Gast (Samstag, 15 Uhr, ebmpapst-Stadion, Schiedsrichter Andreas Egner, TSV Bodenmais).
Die Landshuter setzten von Beginn an ihre erfolgreiche Landesliga-Saison auch in der Bayernliga fort und haben in den ersten neun Partien nach dem Aufstieg nur ein Spiel verloren. Der Lohn: aktuell sind die Niederbayern Dritter. Der Aufstieg der Landshuter beendete eine zehnjährige Bayernligapause. Vor mehr als zehn Jahren gab es die letzten Aufeinandertreffen beider Teams, die Bilanz ist mit zwei Siegen, zwei Niederlagen und zwei Unentschieden ausgeglichen. Die letzte Partie in Landshut ging an den TSV, hatte jedoch ihre eigene Besonderheit: für die Landshuter stand der jetzige Schwabmünchner Kapitän Lucas Kusterer auf dem Feld.

Trotz einiger Ausfälle ist Schwabmünchens Trainer zuversichtlich

„Das wird eine spannende Geschichte“, so TSV-Trainer Emanuel Baum. „Es wird nicht leichter als in den vergangenen Wochen“, fügt er hinzu. Vor allem, weil es für die Schwabmünchner erneut wieder einige Spieler zu ersetzen gilt. Maik Uhde steht nicht zur Verfügung und Lucas Kusterer verpasst die Reise in seine sportliche Vergangenheit. Daneben fallen auch noch Benedikt Berger und Tim Heckmeier aus, der nach langer Ausfallzeit wieder bereit gewesen wäre. Nur Matthias Moser ist nach seiner Sperre wieder dabei. „Da wird es wieder Anpassungen geben“, so Baum. Klar dürfte sein, dass durch das Fehlen von Lucas Kusterer Luca Boyer von der „Sechs“ wieder in die Abwehrkette rücken wird.
Der Punkt gegen Hankofen hat der Mannschaft weiteres Selbstbewusstsein gegeben. „Wir haben gesehen, dass wir mithalten können“, so Emanuel Baum. Das wollen die Schwabmünchner nun auch in Landshut zeigen. „Wenn wir ein gutes Spiel machen, können wir was holen“, sagt der Trainer.

Landshuts Trainer stand schon in der Bundesliga auf dem Platz

Für Landshuts Spielertrainer Sebastian Maier war die vergangene Saison ein erfolgreicher Einstand ins Trainerleben. Gleich bei seiner ersten Station holte er sich Landesligatitel und Aufstieg. Maier kam aus Unterhaching nach Niederbayern, zuvor war der bei 1860 München ausgebildete Mittelfeldspieler auch für St. Pauli, Bochum und Hannover in der zweiten Liga aktiv. In Hannover bestritt er zudem zehn Bundesligaspiele.
Für die Fahrt nach Landshut setzen die Schwabmünchner Fußballer wieder einen Bus ein. Abfahrt ist um 10.30 Uhr am Sportplatz. „Die Mannschaft würde sich sehr über mitreisende Fans freuen“, so Sportdirektor Manfred Bock.

Ⓒ TSV 1863 Schwabmünchen Abt. Fußball. Impressum. Datenschutz.

Fußball - TSV Schwabmünchen 1863 e.V.