Der TSV Schwabmünchen wartet weiter auf den ersten Punkt in der Fußball-Bayernliga. Beim FC Pipinsried war der Aufsteiger so nah drin, wie noch nie in dieser Saison. Doch am Ende mussten die dezimierten Schwarz-Weißen, Trainer Emanuel Baum musste auf zwölf Spieler verzichten, mit leeren Händen vom Platz schleichen.
Die Vorzeichen für einen Erfolg im Dachauer Hinterland waren denkbar schlecht. Mit nur einem „gelernten“ Außenverteidiger auf dem Spielfeld und kaum Alternativen fürs Mittelfeld auf der Bank gingen die Schwabmünchner in die Partie. Simon Paulus und Benedikt Berger, die beiden in der Vorsaison fast komplett ausfielen, mussten von Beginn an ran.
Die Partie startete flott, Schwabmünchen zeigte sich engagiert und zielstrebig. Doch jubeln durften erst einmal die Gastgeber. Der erste gute Angriff des FCP führte direkt zum 1:0 (8.). Doch Schwabmünchen zeigte sich wenig geschockt und setzte immer wieder offensive Akzente. Nur eines blieb vorerst aus: ein Torerfolg. Nach 18 Minuten waren die Gäste kurz vor dem Ausgleich, doch ein feiner Schlenzer von Maik Uhde tropfte nur auf die Latte. Kurz danach fiel das 1:1 dann doch. Nachdem Maik Uhde im Strafraum gelegt wurde, trat Maximilian Krist zum Elfmeter an, scheiterte jedoch an FC-Torhüter Enrique Bösl, der auch den Nachschuss von Achim Speiser parieren konnte, gegen den zweiten Nachschuss von Maik Uhde dann aber machtlos war. In der Folgezeit entwickelte sich phasenweise ein offener Schlagabtausch, in dem sich vor allem beide Torhüter auszeichnen konnten, wobei Lasse Holthuis auf Schwabmünchner Seite mehr glänzen durfte.
„Die erste Viertelstunde ging klar an Pipinsried, danach war es eine offene Angelegenheit“, urteilte TSV-Trainer Emanuel Baum über die erste Hälfte. Sein Gegenüber Roman Langer stimmte ihm zu und ergänzte: „Phasenweise war es wild.“ Das Urteil der beiden Trainer fasst die ersten 45 Minuten gut zusammen, die richtig gute Unterhaltung boten und vor allem den Schwabmünchnern Hoffnung machten.
Auch nach der Pause gingen beide Teams mit offenem Visier ins Spiel. Wieder erwischten die Gastgeber den besseren Start, und wieder dauerte es acht Minuten, bis der FCP jubeln durfte. Es war wieder kein schlechter Angriff, den Pipinsried vorgetragen hatte, jedoch hatte auch Torschütze Jaroud Kanze vollkommen frei am langen Pfosten keine allzu schwere Aufgabe, den Ball zu versenken. Schwabmünchen zeigte erneut Reaktion, wollte erkennbar nicht mit leeren Händen den Heimweg antreten.
Das sorgte für Räume, die die Gastgeber versuchten, zu nutzen. Während sich die Schwarz-Weißen oft an der Defensive der Pipinsrieder die Zähne ausbissen, kamen diese immer wieder gefährlich vor das TSV-Tor. Doch ein gut aufgelegter Lasse Holthuis und eine kräftige Portion Fahrlässigkeit verhinderten, dass die Gastgeber ihre Führung ausbauen konnten.
Schwabmünchen warf in der Schlussphase alles nach vorn und dementsprechend hektisch wurde die Partie. Zuerst holte sich Pipinsrieds Dombrowka die Gelb-Rote Karte ab und durfte sich dabei glücklich wähnen, dass er für sein hartes Einsteigen nicht gleich mit Rot bestraft wurde. Nur wenig später hatte Jaroud Kanze ähnliches Glück, denn auch sein Foul war eines Platzverweises würdig, doch auch da entschied sich Schiedsrichter Julian Perl, der in der Schlussphase leicht den Überblick verlor, auf Gelb.
In dieser Phase zeigte sich auch Schwabmünchens Hauptproblem: aus dem Spiel gelingt den Schwarz-Weißen kein Tor. Auch wenn sie mehr deutlich mehr Chancen generiert hatten, wie in den beiden Spielen zuvor.
FC Pipinsried: Bösl, Keßler (82. Sanawar), Krist, Dombrowka, Reithmeir, Reichl (76. Lobenhofer), Roithmayr (92. Haas), Weihrauch, Petkovic (72. Seifert), Gebert (79. Anyaonu), Kanze
TSV Schwabmünchen: Holthuis, Kusterer, Berger (82. Köbler), L. Boyer (82. Emirzeoglu), Gmell, Paulus (79. Muha), Di Maggio, Krist, P. Boyer, Uhde, Speiser (66. Glöckle)
Schiedsrichter: Perl (Pullach i. Isartal)
Tore: 1:0 Roithmayr (8.), 1:1 Uhde (21.), 2:1 Kanze (54.)
Gelb-Rot: Dombrowka (91. FC Pipinsried), Kanze (94. FC Pipinsried)
Dass der TSV Schwabmünchen als Aufsteiger in die Bayernliga nach zwei Spieltagen ohne Punkte dasteht, ist noch kein Beinbruch. Zwar wäre zum Auftakt in Kottern mehr drin gewesen, doch noch ist dies kein Problem. Probleme haben die Schwarz-Weißen an anderer Stelle. Denn dem Trainerduo Emanuel Baum und Sebastian Deutscher gehen in Sachen Kader langsam die Alternativen aus.
Für die Partie in Kottern müssen die Schwabmünchner auf mehr als zehn Spieler verzichten. „Das ist der Wahnsinn“, so Emanuel Baum. Bitter ist vor allem, dass durch die Ausfälle von Matthias Moser, Manuel Schmid und Maximilian Aschner gleich drei Spieler nicht zur Verfügung stehen, die auf der Außenverteidigerposition spielen können. Dazu kommen noch Fabio Zeche, Richard Gumpinger, Simon Ammann, Maximilian Högg, Dennis Sedlmeir, David Drexel und natürlich Kapitän Tim Uhde.
„Das hat schon in der Vorbereitung angefangen, immer wieder waren Spieler verletzt oder nicht da. Da ist auch schwer, sich einzuspielen“, so Baum. Trotzdem will er nicht von vorneherein die Partie beim FC Pipinsried (Samstag, 16 Uhr, Küchenstadel-Arena, Schiedsrichter Julian Perl, SV Pullach) abschenken. „Basti Deutscher und ich tüfteln viel an der optimalen Aufstellung. Wir werden eine gute Elf aufs Feld bringen“, ist Baum überzeugt.
Was es wohl nicht geben wird, ist eine Defensiv-Lösung wie gegen 1860 München. Da spielten die Schwabmünchner, durchaus erfolgreich, mit einer Fünferkette in der Abwehr. „Das ist aber nicht unser Spiel, das entspricht nicht unserem Naturell“, erklärt der Trainer. Wobei auch das Fehlen von Außenverteidigern diese Option schwer umsetzbar macht. „Wir wollen einen Punkt“, so Baum.
Bei Gastgeber Pipinsried sieht es derweil deutlich besser aus. Die Oberbayern sind mit zwei Siegen in die Spielzeit gestartet, die Pokalniederlage in Schwabmünchen scheint vergessen zu sein. Da hatte der FCP noch einige Spieler nicht dabei, wie zum Beispiel Stürmer Florian Gebert. Der ehemalige Bobinger scheint gut in Form zu sein und hat schon dreimal getroffen. Achtmal haben die Pipinsrieder in den ersten beiden Spielen getroffen, daher ist Emanuel Baum gewarnt: „Wir müssen da gut verteidigen. Aber das ist uns im Pokal auch gelungen.“
Der enge Pipinsrieder Platz sieht Baum als möglichen Vorteil. „Das könnte uns dieses Mal entgegenkommen“, sagt er. Auch wenn die personelle Lage schwierig ist, sieht Baum eine Chance. „Wenn die Mannschaft die Leistung aus den Pokalspielen zeigt, geht was“, ist er überzeugt. Denn, „wir wollen nicht ewig auf die ersten Punkte warten.“
Die Vorgabe von Schwabmünchens Trainer vor der Partie gegen den TSV 1860 München war klar: Besser spielen als in Kottern. Bei einer guten Leistung hat der Coach vorgegeben, dass er sogar mit einer Niederlage leben hätte können. Diese Zielvorgabe haben die Schwabmünchner nur bedingt erfüllt. Gegen eine Münchner Mannschaft, die aus weiten Teilen des künftigen Regionalligakaders bestand, setzte es eine 1:5-Niederlage.
Ein Ergebnis, welches am Ende zu deutlich ausfiel. Schwabmünchner verteidigte lange geschickt und effizient, doch in den Schlussminuten der Partie kassierte der Aufsteiger drei Treffer, die dafür sorgen, dass das Ergebnis nicht dem Spielverlauf widerspiegelt.
Mit der taktischen Ausrichtung der Schwabmünchner zum Start in die Partie war schnell klar, dass die Gastgeber nicht darauf aus sind, das Spiel zu machen. Erstmals agierten die Schwarz-Weißen mit einer Fünfer-Abwehrkette mit Lucas Kusterer, Luca Boyer und Maximilian Muha im Zentrum und Manuel Schmid und Maximilian Aschner auf den Außenpositionen.
Und die Gastgeber machten das richtig gut. Schwabmünchen verteidigte effektiv, wirklich gute Torgelegenheiten gab es für die Münchner kaum, während die Hausherren auf Konter lauerten. Doch nach 20 Minuten stand Löwe Luis Pereira de Azambuja nach einem Abpraller goldrichtig und brachte die 1860er in Führung. Dieses Ergebnis konnten die Schwabmünchner bis zur Halbzeit halten.
Auch in der zweiten Hälfte bot sich dasselbe Bild. Schwabmünchen verteidigte weiter hocheffizient und zeigte viel Einsatz, so wie Maxi Aschner, nach 53 Minuten einen schon sicher im Tor geglaubten Schuss der Münchner noch weggrätschte. Nach gut einer Stunde wechselte Münchens Trainer Alper Kayabunar den Sieg ein. Denn Angreifer Arian Ortivero Calderon stand wenige Minuten nach seiner Einwechslung goldrichtig und erhöhte nach einem Querpass auf 2:0.
Nach dem zweiten Gästetreffer war Schwabmünchen besser im Spiel und kam zu einigen Chancen. Nach einer Ecke folgte ein Münchner Handspiel im Strafraum und Maximilian Krist sorgte per Strafstoß für den ersten Bayernligatreffer des Aufsteigers (77.). Doch Freude und Hoffnung währten nur kurz. Nur vier Minuten später erreichte ein weiter Schlag der Münchner erneut Arian Ortivero Calderon und der stellte auf 3:1, zwei weitere Minuten später machte er seinen Hattrick komplett. In der Nachspielzeit trafen die Münchner nochmals.
„Die ersten 80 Minuten haben wir das umgesetzt, was wir machen wollten. Nach dem Anschluss hatten wir schon die Hoffnung, dass da was geht“, so Schwabmünchens Trainer Emanuel Baum. „Aber mit dem ersten Ball nach dem 2:1 haben wir das schnelle Gegentor bekommen, dann war das Spiel entschieden. Die letzten Gegentore waren unnötig“, ergänzt er. „Das Ergebnis war zu hoch und spiegelt nicht den Spielverlauf wider“, so Baum weiter.
TSV Schwabmünchen: Holthuis, L. Kusterer, L. Boyer, Schmid, Muha (80. Paulus), Aschner (78. Berger), Di Maggio (70. Krist), P. Boyer, M. Uhde, Gumpinger (63. Gmell), Speiser (70. Emirzeoglu)
TSV 1860 München II: Eicher, Fiedler, Bell, Faßmann, Weber (46. Hoppe), Wach, Grancay, Leone (59. Ortivero Calderon), Pereira de Azambuja, Erdogan (67. Gosalci) (74. Porta), Niederlechner (59. Moumou)
Schiedsrichter: Wagner (Ingolstadt) – Zuschauer: 802
Tore: 0:1 Pereira de Azambuja (20.), 0:2 Ortivero Calderon (69.), 1:2 Krist (77. Foulelfmeter), 1:3 Ortivero Calderon (81.), 1:4 Ortivero Calderon (83.), 1:5 Fiedler (90.+1)
Wohl kaum ein Fußballverein hat eine so unruhige Sommerpause hinter sich, wie der TSV 1860 München. Nach langem Hin und Her mit dem Investor stand für die Löwen am Ende der Zwangsabstieg in die Regionalliga an. Eine Liga, in der die Münchner theoretisch auch so gespielt hätten, da die zweite Mannschaft Meister der Bayerliga wurde, aber aufgrund der Regularien nicht aufsteigen durfte.
Das größte Fragezeichen der Münchner ist mittlerweile die Zusammenstellung der Mannschaft. Vom vorjährigen Profiteam sind nicht mehr viele Akteure dabei, Stürmer Florian Niederlechner zählt noch zu den bekannten Namen. Im Laufe dieser Woche konnten die Münchner weitere Zugänge vermelden, sodass sich langsam ein Regionalliga-Team formiert. Da die Münchner erst kommende Woche in diese Liga starten, wird von vielen Seiten vermutet, dass das Spiel am Sonntag (14 Uhr, Siegmund-Arena, Schiedsrichter Johannes Wagner, SV Zuchering) mit dem Regionalliga-Team gespielt wird.
Nach dem enttäuschenden Auftritt zum Punktspielauftakt in Kottern erwartet Schwabmünchens Trainer Emanuel Baum eine Leistungssteigerung seiner Mannschaft. „Wir müssen an die Leistung des Landsberg-Spiels anknüpfen“, fordert er. Wichtig ist Baum auch, „dass wir wieder als Mannschaft agieren.“ Schwabmünchens Trainerteam hat beim Auftritt in Kottern wenig gefallen, sieht die Mannschaft in der Pflicht, das wiedergutzumachen.
„Sollten die Münchner, wie von vielen erwartet wird, wirklich mit der ersten Mannschaft kommen, haben wir nichts zu verlieren“, so Baum. Dann zählt es nur, eine gute Leistung zu zeigen. Stimmt diese, könnte der Trainer gar mit einer Niederlage leben. „Wenn wir gut spielen, kann man auch gegen einen Gegner dieser Stärke verlieren“, so Baum. Doch aufgeben will er nicht. „Es gibt Punkte, die für uns sprechen, wenn wir unsere Leistung bringen“, sagt Baum. Als Erstes führt er den Umstand vor, dass die Münchner nicht eingespielt sind. Einen weiteren Vorteil sieht er in der Bedeutung der Partie: „Für uns geht es um wichtige Punkte, für die Münchner geht es darum, sich einzuspielen.“ Daher hält Baum vieles für möglich, „1860 ist eine Bombenmannschaft, aber nichts ist unmöglich“, schließt er ab.
Alleine der Umstand, dass wohl die erste Mannschaft der Münchner in Schwabmünchen aufläuft, dürfte für eine volle Siegmund-Arena sorgen. Zuletzt sorgten die Löwen überall für viele Zuschauer. Emanuel Baum freut sich darauf: „Eine große Kulisse ist super. Die Mannschaft hat es sich verdient, vor vielen Zuschauern zu spielen. Das wird in jedem Fall eine zusätzliche Motivation. Wir freuen uns darauf.“
In den Genuss einer vollen Siegmund-Arena wird wohl auch Lasse Holthuis kommen. Er wird wohl auch am Sonntag Stammtorhüter Fabio Zeche vertreten. Im Vergleich zum Spiel am Dienstag wird Manuel Schmid wieder dabei sein. Tim Uhde und Matthias Moser fallen weiter aus, der Einsatz von Richard Gumpinger ist fraglich. „Dazu kommt noch, dass ein paar Spieler angeschlagen sind. Die Situation ist nicht gut, aber damit müssen wir aktuell leben“, so Baum.
Am kommenden Sonntag, 26. Juli, steht für die Schwabmünchner das erste Bayernliga-Heimspiel an. Gegner ist die zweite Mannschaft des TSV 1860 München. Da die erste Mannschaft der Münchner an diesem Wochenende noch nicht ins Spielgeschehen eingreift, rechnen die Schwabmünchner mit einem großen Zuschauerzuspruch. Daher bieten die Schwabmünchner am Freitag, 24. Juli, ab 18 Uhr einen Kartenvorverkauf an. Auch die vorbestellten Dauerkarten können am Freitag abgeholt werden.
Die große Hoffnung auf Punkte zum Saisonstart in die Fußball Bayernliga blieb für den TSV Schwabmünchen unerfüllt. Der Aufsteiger unterlag beim TSV Kottern völlig verdient mit 1:0. Die Schwarz-Weißen waren guter Dinge ins Allgäu gereist, denn nach dem starken Auftritt im Pokal gegen Landsberg wähnte man sich bereit für die Bayernliga.
Dass dies am Ende nicht der Fall war, lag vor allem daran, dass kaum ein Feldspieler in Normalform auftrat. Am Ende war es Torhüter Lasse Holthuis, der den verletzten Fabio Zeche vertrat, der als einziger Bayernligaansprüchen genügte. Zwar zeigte der junge Keeper bei Ecken gelegentlich Unsicherheiten, sorgte aber mit einigen starken Paraden dafür, dass Kottern nicht noch öfter traf.
Der Auftakt ins Spiel verlief durchaus vielversprechend. Zwar hatten die Gastgeber schon nach gut vier Minuten die erste große Chance, doch Schad jagte den Ball aus kurzer Distanz über das Tor. Danach entwickelte sich ein offenes Spiel, beide Teams versuchten, sich weiter Torgelegenheiten zu erarbeiten. Die Schwabmünchner schafften es dabei meist erfolgreich, den Spielaufbau der Allgäuer schon früh durch hohes Anlaufen zu unterbinden.
Doch nach gut 30 Minuten war ein nicht zu erklärender Bruch im Schwabmünchner Spiel. Der Aufsteiger kam kaum noch in die Zweikämpfe, die Fehlpässe häuften sich. Als Kotterns Mittelfeldmotor Roland Fichtel nach 36 Minuten verletzt vom Platz musste, hofften die mitgereisten Fans, dass Schwabmünchen davon profitieren könnte und wieder ins Spiel findet. Doch das Gegenteil war der Fall. Der für Fichtel eingewechselte Markoi Jozic hatte nur Sekunden nach seiner Hereinnahme die erste gute Chance, kurz darauf stand er im Strafraum goldrichtig und verwertete einen schlecht abgewehrten Ball zur Kotterner Führung.
Auch nach dem Seitenwechsel fanden die Schwabmünchner nicht in die Spur. Vor allem, weil die einfachen Dinge nicht klappten. Unzählige unnötige Ballverluste durch Fehlpässe und schlechte Ballannahmen prägten das Spiel der Schwarz-Weißen. So schenkte der Aufsteiger den Gastgebern immer wieder den Ball und dadurch Chancen, nur Lasse Holthuis sorgte dafür, dass der knappe Rückstand Bestand hatte.
Erst in der Schlussphase, als Schwabmünchen es mit der Brechstange versuchte, kam der Aufsteiger zu ersten Chancen, die am Ende jedoch im Nichts verpufften. Kein Wunder, dass Schwabmünchens Trainer Emanuel Baum nach der Partie bedient war. „Wir haben gut angefangen, ab nach 25 Minuten war ein Bruch im Spiel. Danach ist uns nichts mehr gelungen“, so Baum, der vor allem zwei Dinge bemängelte: „Das waren zu viele unnötige Ballverluste. Zudem haben wir keine Abschlüsse gesucht.“ Das war in der Tat ein großes Problem. Die Schwabmünchner suchten in den Phasen, in denen sie mitspielten, viel zu selten den direkten Weg zum Tor. So hatten sie am Ende auch kaum Torschüsse, weil zu viele Angriffe am Ende in Alibi-Pässen verpufften.
TSV Kottern: Mormone, Miller, Ender, Watari, Lorenz (81. Günes), Fichtl (36. Jozic), Schad, Bär (94. Dagtekin), Bareis, Keckeisen, Dudukovic (50. Hackenschmidt) (86. Qosaj)
TSV Schwabmünchen: Holthuis, L. Kusterer, L. Boyer, Köbler (46. Gmell), Aschner (81. Berger), Paulus (77. N. Kusterer), Di Maggio, Krist (64. Ammann), P. Boyer, M. Uhde, Speiser (64. Glöckle)
Schiedsrichter: Jäcker (Weilheim) – Zuschauer: 481
Tore: 1:0 Jozic (39.)
Die Zeit der Vorbereitung ist zu Ende. Am Dienstagabend (18.30 Uhr, Abt-Arena Durach, Schiedsrichter Jonas Jäcker, SV Polling) beginnt für den TSV Schwabmünchen die Bayernligasaison. Der Aufsteiger ist beim TSV Kottern zu Gast. Die Allgäuer sind seit mehr als zehn Jahren Bestandteil der Bayernliga.
In der vergangenen Spielzeit war die Bayernligazeit für den TSV Kottern beinahe vorbei, erst in der Relegation sicherten sich die Allgäuer den Klassenerhalt. Damit dies in dieser Spielzeit verhindert wird, kamen sechs Neue ins Team von Trainer Andreas Maier.
Für Aufsteiger Schwabmünchen ist das vorrangige Ziel in dieser Saison klar: In der Liga zu bleiben. Da sind Punkte gegen Teams, die vermeintlich dasselbe Ziel haben, wichtig. Da vor allem der Auftritt der Schwabmünchner im Pokal Hoffnung gemacht hat, ist die Vorgabe von Trainer Emanuel Baum klar: „Wir wollen aus Kottern was mit nach Hause nehmen.“
„Am Freitag habe ich viel Gutes gesehen. Wenn wir da weitermachen, ist was drin“, zeigt sich Baum überzeugt. Trotzdem ist ihm auch klar: „Leicht wird es nicht.“ Vor allem, da neben Kapitän Tim Uhde auch Matthias Moser und Manuel Schmid nicht zur Verfügung stehen. Hinter weiteren Akteuren steht noch ein Fragezeichen. Daher übt TSV-Trainer Baum auch leise Kritik an der Terminplanung des Verbands. „Dass das Spiel vom Wochenende auf einen Wochentag weichen musste, ist nicht durchdacht. Das ist Amateurfußball, die Jungs müssen arbeiten, dadurch zusätzlich freinehmen. Für uns ist der Termin saublöd.“
Für Schwabmünchens Neuzugang Achim Speiser ist der Ligaauftakt eine besondere Partie, denn der Offensivspieler kam zur neuen Saison vom TSV Kottern. Dort war lange aktiv. Das wollen die Schwabmünchner auch für sich nutzen. „Wir werden uns mit Achim austauschen, wollen wissen, was er uns über die Mannschaft sagen kann“, so Emanuel Baum.
Schwabmünchens Trainer ist überzeugt, dass die Allgäuer aus ihren Fehlern der Vorsaison gelernt haben. Emanuel Baum erwartet einen „kompakten und physisch starken Gegner.“ Und auf einen besonderen Umstand weist der Baum auch noch hin: „Im Allgäu ist es nie leicht.“
Am kommenden Sonntag, 26. Juli, steht für die Schwabmünchner das erste Bayernliga-Heimspiel an. Gegner ist die zweite Mannschaft des TSV 1860 München. Da die erste Mannschaft der Münchner an diesem Wochenende noch nicht ins Spielgeschehen eingreift, rechnen die Schwabmünchner mit einem großen Zuschauerzuspruch. Daher bieten die Schwabmünchner am Freitag, 24. Juli, ab 18 Uhr einen Kartenvorverkauf an. Auch die vorbestellten Dauerkarten können am Freitag abgeholt werden.
Eigentlich hätte der TSV Schwabmünchen am Freitagabend in Kottern den Bayernliga-Auftakt begehen sollen. Da jedoch beide Vereine im Pokal die Hauptrunde erreicht haben und der Pokal Vorrang vor der Liga hat, steht für die Schwabmünchner nun eine Partie gegen den Regionalliga-Aufsteiger TSV Landsberg (Freitag, 17. Juli, 18.30 Uhr, Siegmund-Arena, Schiedsrichter Maximilian Riedel, FC Horgau) an. Der Ligaauftakt der Schwabmünchner verschiebt sich dadurch auf den Dienstagabend.
Schwabmünchens Trainer Emanuel Baum hat beim Blick auf den Gegner Landsberg gemischte Gefühle. „Mir wäre Bobingen lieber gewesen, gegen Landsberg hatten wir schon gespielt. Aber die wollen uns ja nicht. Es wäre ein tolles Derby geworden“, so der Trainer.
Baum sieht die Partie als Bonus, will sie aber nicht, auch wenn Landsberg Favorit ist, abschenken. „Ein Weiterkommen wäre schon toll. Mit ein wenig Glück könnte die zweite Runde einen richtig tollen Gegner bringen“, sagt Baum. Für den Freitag hat er einen Wunsch: „Die Mannschaft soll das Spiel genießen.“
Für Schwabmünchens Übungsleiter ist die Partei eine Vorbereitung auf Wettbewerbsniveau. „Wir haben die Chance, es besser zu machen als gegen Murnau“, so Baum. Für ihn zählt es, dass die Mannschaft weitere Erfahrungen für den Ligaauftakt sammelt. „Wir sind in vielen Dingen weit, die Fitness finde ich richtig gut“, sagt der Trainer. „Dafür können wir im Hinblick auf die Abstimmung auf dem Feld noch besser werden“, ergänzt er. Aber es sieht Schwabmünchen nicht chancenlos: „Wenn alle noch einmal zehn Prozent drauflegen, dann ist ein Erfolg drin.“
Zum Auftakt in die neue Spielzeit haben die Schwabmünchner erste Verletzungssorgen. Kapitän Tim Uhde wird wohl die komplette Spielzeit ausfallen. Aktuell gesellen sich Matthias Moser und Noah Kusterer zu ihrem Kapitän auf die Ausfallliste. Da auch sonst immer wieder Spieler angeschlagen oder im Urlaub waren, lief die Vorbereitung diesbezüglich nicht immer rund.
„Das muss man den Jungs aber zugestehen. Es war eine lange Saison mit kurzer Sommerpause. Da kommen kleine Blessuren und auch die Urlaube fallen dann in diese Zeit. Wir sind Amateure, damit müssen wir leben“, bilanziert Trainer Emanuel Baum. In jedem Fall möchten die Schwabmünchner ein besseres Ergebnis als im Testspiel Ende Juni erreichen. Dort unterlag der Bayernliga-Aufsteiger in Landsberg mit 1:4.
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Der Jubel der Schwabmünchner nach dem 2:1-Sieg im Pokal gegen den FC Pipinsried war verhalten. Zum einen wohl, weil die Partie einiges an Kraft gekostet hat, zum anderen auch, weil klar war, dass schon zum Saisonstart eine weitere englische Woche ansteht. Denn die nächste Runde im Pokalwettbewerb findet statt des ersten Spieltags statt, der Gegner wird am 10. Juli ausgelost. Die Auftaktpartie gegen Kottern findet am Dienstag, 21. Juli, im Allgäu statt, was nicht unbedingt auf Freude im Schwabmünchner Lager stößt.
Das Spiel selbst war der erwartete Gradmesser für den Aufsteiger, das Fazit positiv. „Ich habe nicht erwartet, dass wir so viel Ballbesitz haben“, stellte TSV-Trainer Emanuel Baum nach der Partie fest. Nach einer durchaus ausgeglichenen ersten Hälfte waren die Schwabmünchner im zweiten Spielabschnitt lange Zeit spielbestimmend.
Die Gäste in Blau-Gelb kamen etwas besser in die Partie, hatten mehr vom Spiel. Torgelegenheiten blieben in den ersten Minuten jedoch auf beiden Seiten Mangelware. Schwabmünchen präsentierte sich nach 13 Minuten einmal unsortiert und musste prompt einen Gegentreffer hinnehmen. Nach einem Freistoß nahe der Mittellinie verloren die Gastgeber die Zuordnung, Pipinsried nutzte dies clever aus und ging in Führung.
In der Folgezeit entwickelte sich eine Partie auf Augenhöhe. Nach gut einer halben Stunde wurde der TSV immer stärker und konnte die ersten Abschlussversuche für sich verbuchen. Es dauerte jedoch bis zur 45. Minute, ehe die Gastgeber jubeln konnten. Der erneut auffällige Matteo Di Maggio wurde im Strafraum von den Beinen geholt und Maxi Krist verwandelte den daraus resultierenden Elfmeter. So setzte er ein erstes Ausrufezeichen im Duell gegen seinen Bruder Benjamin auf Pipinsrieder Seite.
Mit dem verdienten Ausgleich im Rücken übernahmen die Schwabmünchner das Spielgeschehen in der zweiten Hälfte. Die Gäste sahen den Ball phasenweise nur aus der Ferne. Die Hausherren diskutierten das Geschehen auf dem Feld und belohnten sich in der 65. Minute mit der Führung. Nach einem weiten Einwurf kam Luca Boyer im Strafraum an den Ball, schirmte diesen gut ab und legte auf Maik Uhde zurück, der clever ins lange Eck vollstreckte.
Nach der Führung drückten die Gäste aus Oberbayern wieder mehr, während beim TSV sichtbar die Kräfte schwanden. Doch eine weiter konzentrierte Defensivleistung samt eines starken Lasse Holthuis im Tor brachten den knappen Vorsprung über die Zeit. Am Ende steht so ein verdienter Schwabmünchner Sieg. Emanuel Baum war nach der Partie sichtlich zufrieden, denn „Wir haben gezeigt, dass wir gegen ein starkes Team aus der Bayernliga mithalten können.
Die schlechteste Nachricht für die Schwabmünchner gab es schon vor der Partie. Kapitän Tim Uhde wird für den Rest der Saison ausfallen. Der 34-Jährige hat sich im Laufe der Vorbereitung eine schwere Knieverletzung zugezogen. „Das ist eine Katastrophe“, so Trainer Emanuel Baum. „Tim ist nicht nur wegen seiner spielerischen Fähigkeiten wichtig. Er ist unser Anführer, mit seiner Präsenz auf dem Platz ein wesentlicher Faktor“, so Baum, der hofft, dass die Mannschaft den Ausfall Tim Uhdes „intern kompensiert“.
TSV Schwabmünchen: Holthuis, L. Kusterer, L. Boyer, Schmid (65. Köbler), Moser (46. Aschner), Muha, Di Maggio (86. Berger), Krist, P. Boyer, M. Uhde (68. Paulus), Speiser (77. Emirzeoglu)
FC Pipinsried: Bösl, Keßler, Krist, Dombrowka, Reithmeir, Haas, Roithmayr, Weihrauch, Petkovic, Kanze, Seifert (73. Anyaonu)
Schiedsrichter: Riedel (Horgau) - Zuschauer: 157
Tore: 0:1 Seifert (13.), 1:1 Krist (45.), 2:1 M. Uhde (65.)
Ist es ein Test oder doch schon Wettkampf? Bei der Frage ist Schwabmünchens Trainer Emanuel Baum hin- und hergerissen. Am Ende bleibt er diplomatisch: „Es ist ein Test unter Wettkampfbedingungen“, sagt er über die Pokalpartie gegen den FC Pipinsried (Samstag, 16 Uhr, Siegmund-Arena, Schiedsrichter Maximilian Riedel, FC Horgau). Eines ist klar: Nach Spielen gegen Bezirks- und Regionalligisten ist dies die erste Partie gegen einen Gegner aus derselben Liga.
Der FC Pipinsried schloss die Bayernliga in der Vorsaison auf Rang sechs ab, dürfte also einen spannenden Prüfstein für die Schwabmünchner darstellen. Das letzte Aufeinandertreffen beider Teams war vor gut sieben Jahren, ebenfalls in der Bayernliga. Da hatten die Oberbayern in beiden Spielen das bessere Ende für sich.
Für zwei Spieler könnte der Samstagnachmittag besonders werden. Denn Schwabmünchens Maximilian Krist hat seinen Bruder Benjamin als Gegenspieler: „Ich spiele auf Linksaußen, Benni ist Rechtsverteidiger. Da kommt es zum direkten Duell.“ Und will Maxi als großer Bruder für sich entscheiden. Ein Duell, auf das sich auch TSV-Trainer Baum freut: „Wenn Maxi da nicht voll motiviert ist, wann dann?“
Verzichten müssen die Schwabmünchner auf Stürmer Richard Gumpinger, der privat verhindert ist. Sehr fraglich ist auch der Einsatz von Tim Uhde, dem ein längerer Ausfall drohen könnten. „Das wäre bitter, Tim ist ein wichtiger Faktor für uns“, so Baum. Sonst kann Schwabmünchens Trainer aus dem Vollen schöpfen. Dies will er auch ausnutzen. „Es soll auch für unsere Jungen wieder ein paar Spielminuten geben“, sagt Baum. Im Tor wird dieses Mal Neuzugang Lasse Holthuis stehen.
„Wenn wir 100 Prozent geben, dann können wir schon etwas holen“, ist sich Emanuel Baum mit Blick auf die Pokalpartie sicher. Und eigentlich wollen die Schwabmünchner das auch. Aber es gibt auch eine andere Seite. Kommt der TSV weiter, steigt die nächste Runde am 1. Spieltag der Bayernliga. Der wird dann verschoben. „Das heißt, wir müssen dann unter der Woche nach Kottern fahren“, stellt Baum fest. Was für die Schwabmünchner mit viel Aufwand verbunden ist. „Unsere Spieler gehen nun mal auch zur Arbeit“, so Baum.
Doch selbst, wenn die Schwabmünchner nicht weiterkommen, ist der erste Spieltag nicht gesichert, denn auch Kottern spielt im Pokal. „Kommen die weiter, ist es dasselbe“, so Baum. Absurd wird es, wenn die Pokalpartie am Ende Kottern gegen Schwabmünchen heißen würde. Dann wird am ersten Spieltag das Pokalmatch gespielt und das Ligaspiel nachgeholt.