Mit 2:1 hat Landesligameister Schwabmünchen gegen die zweite Mannschaft des FV Illertissen gewonnen. Dabei konnten die Schwarz-Weißen nicht immer an die zuletzt gezeigten starken Leistungen anknüpfen. „Man merkt schon, dass mancher Spieler reif für die Sommerpause ist“, Trainer Emanuel Baum. Schwabmünchen hatte nur vier Wechselspieler, zudem durfte Teo Köbler aus der U19 sein Startelfdebüt im Landesligateam feiern. Matthias Moser, Robin Glöckle und Benedikt Berger wurden geschont, Simon Paulus, Manuel Schmid und Muhammed Emirezeoglu halfen bei der Zweiten aus.
Am Ende reichte es zum Erfolg, weil die Schwabmünchner doch abgeklärter und zielstrebiger waren als die Gäste. „Wir waren lange zu ungenau im Passspiel. In der Pause haben wir ein wenig umgestellt. Das hat dann auch Wirkung gezeigt“, so Baum. Mit dem Erfolg kommen die Schwabmünchner nun auf 77 Punkte und haben das Ziel, mehr Punkte als der Vorjahresmeister Gundelfingen zu holen, bereits drei Spiele vor dem Saisonende erreicht.

Schon der erste Angriff der Gäste sitzt

Das Spiel begann für die Gastgeber mit einem kräftigen Nackenschlag. Denn nach nicht einmal einer Minute netzte Illertissens Routinier Ardian Morina zum 0:1 ein. Das war aber lange das einzige offensive Signal der Gäste. Nur selten kamen die Westschwaben in der Folgezeit gefährlich vors Schwabmünchner Tor. Die Gastgeber hatten zwar schnell mehr vom Spiel, was aber nicht bedeutete, dass sie sich auch Chancen herausspielten.
Es dauerte eine gute halbe Stunde, ehe sich die Schwarz-Weißen die erste dicke Torchance erspielten: Nach einer Flanke von Matteo Di Maggio kommt Maik Uhde zum Kopfball, doch Illertissens Keeper Valentin Rommel verhindert mit einer starken Parade den Ausgleich. Bis zur Pause waren die Schwabmünchner am Drücker, kamen dem Gästetor immer wieder gefährlich näher, nur der Erfolg blieb noch aus.

Auch Schwabmünchen trifft früh

Nur wenig länger als zu Spielbeginn dauerte es, bis auch Schwabmünchen nach dem Wiederanpfiff jubeln durfte. Nach einer Flanke von Lucas Kusterer wurde ein Kopfball von Matteo Di Maggio noch abgewehrt, der Ball kam zum Schwabmünchner Offensivspieler zurück und der nutzte die zweite Gelegenheit trocken zum Ausgleich. Schwabmünchen war nun endgültig am Drücker, doch die Gäste blieben durch Konter gefährlich. TSV-Torhüter Fabio Zeche musste daher zweimal sein ganzes Können zeigen, um einen erneuten Rückstand zu verhindern.
Dass auch Schwabmünchen Kontern kann, zeigten Maik Uhde, Philipp Boyer und Matteo di Maggio. Ein abgewehrter Freistoß fand den Weg über Boyer zu Di Maggio, der vor dem Strafraum Übersicht bewies und auf Maik Uhde quer legte. Dieser tanzte noch einen Illertisser aus, um dann den Ball trocken im langen Eck zu versenken. Die Schwabmünchner brachten den Vorsprung über die Zeit und bleiben somit zu Hause weiter ungeschlagen.
Ein besonderes Spiel dürfte die Partie für den 18-jährigen Teo Köbler gewesen sein. Nach zwei Kurzeinsätzen durfte er zum ersten Mal von Beginn an ran und auch die volle Spielzeit genießen. „Das war hart, aber geil“, freute er sich nach der Partie. „Hier fühlen sich 15 Minuten an wie ein ganzes Spiel in der U19“, ergänzte er. Auch Trainer Emanuel Baum war mit dem Auftritt Köblers zufrieden: „Er hat seine Sache gut gemacht, war völlig unaufgeregt.“
Vielleicht bekommt Köbler ja am Samstag die nächste Chance. Da geht es für Schwabmünchen zum VfB Durach (14 Uhr, Offino-Stadio, Schiedsrichter Nicolas Dolderer, SV Bernried). Durach war lange der härteste Verfolger der Schwabmünchner, ehe eine Niederlagenserie die Titelchancen der Allgäuer zu nichte machte. „Durach war beim Hinspiel ein starker Gegner. Für die geht es immer noch um den zweiten Platz“, weiß Schwabmünchens Trainer Emanuel Baum. „Wir werden alles daran setzen, auch dort zu gewinnen“, gibt er die Marschrichtung vor.

Es ist geschafft. Nach einer schwierigen Hinrunde hat unsere zweite Mannschaft mit vier Siegen in Folge die Abstiegsplätze der Kreisklasse verlassen. Unterstützt von Spielern aus dem erweiterten Kader der 1. Mannschaft und Akteuren, die sich gerade wieder im Aufbau befinden, scheint nun der Klassenerhalt möglich.

Keine Erholung gibt es für den Landesligameister Schwabmünchen. Nach dem sonntäglichen Erfolg gegen Jetzendorf steht bereits am Mittwochabend das Nachholspiel gegen Illertissen an (18.30 Uhr, Siegmund-Arena, Schiedsrichter Hirad Aurahman, FC Puchheim). Für die Gäste ist der Klassenerhalt sicher, die Chance auf den zweiten Rang aber recht theoretisch. Dass die Partie kein Selbstläufer wird, davon ist Schwabmünchens Trainer Emanuel Baum überzeugt: „Jetzt will jeder den Meister schlagen.“ Zumal sich die Schwabmünchner noch Ziele gesetzt haben. Dazu zählt der Plan, mehr Punkte als Gundelfingen im Vorjahr zu holen. Dieser würde mit einem Erfolg in Erfüllung gehen.

Nach der vorzeitigen Meisterschaft und der dementsprechenden Feier im Laufe der vergangenen Woche zeigte sich der designierte Landesligameister Schwabmünchen zum Spiel gegen Jetzendorf wieder in guter Verfassung. Wie im Vorfeld versprochen, ließen die Schwarz-Weißen die Zügel nicht streifen und holten am Ende einen verdienten 1:0-Sieg.

Noch vor der Partie gab es den ersten Höhepunkt: Die Gäste des TSV Jetzendorf stellten beim Einlaufen einen Spalier für die Schwabmünchner Meistermannschaft. Eine feine Geste, die die Schwabmünchner sichtbar erfreute. Gemeinsam ging es dann auf den Platz, um ein durchaus anschauliches Spiel zu zeigen, in dem es für beide Teams in sportlicher Hinsicht nur noch um wenig ging.

Schwabmünchen: Trotz Meistertitel weiter hungrig

Die Gastgeber zeigten von Beginn an, dass sie sich nicht auf ihren erreichten Lorbeeren ausruhen wollen. Schon der erste Angriff nach knapp 30 Sekunden brachte fast die Führung, doch der quirlige Matteo Di Maggio scheiterte an Jetzendorfs Torhüter Jeremy Manhard, der sich im Laufe der Partie noch mehrmals auszeichnen durfte. Gerade in der Anfangsphase hielten die Schwabmünchner den Druck hoch, vergaben aber die eine oder andere hochkarätige Torchance - oder scheiterten am Gästekeeper.

Zwischendurch ebbte der Schwabmünchner Druck ab, sodass die Partie mitunter verflachte, ohne zum Langweiler zu werden. Zwar agierten die Gäste dann gefällig, aber auch harmlos. Nach etwas mehr als einer halben Stunde konnten die Schwabmünchner endlich jubeln. Nach einer Di Maggio-Ecke flipperte der Ball am kurzen Eck durch den Strafraum und Richard Gumpinger zeigte sich reaktionsschnell und brachte den Ball über die Linie.

Das Torgestänge verhindert gleich zwei Tore

Auch nach dem Seitenwechsel bot sich den 388 Zuschauern dasselbe Bild: Wenn ein Team gefährlich wurde, dann die Schwabmünchner. Doch wie schon von der Pause gingen die Gastgeber recht fahrlässig mit ihren Chancen um. Zudem hatten sie auch Pech, denn zuerst traf Muhammed Emirzeoglu den Pfosten und Maximilian Krist die Latte. Im Grunde war die mangelnde Torausbeute, das Einzige, was sich die Schwabmünchner vorwerfen lassen mussten.

Am Ende blieb es beim knappen, aber verdienten 1:0-Erfolg und der Gewissheit, eines der beiden gesteckten Ziele für die restliche Saison wohl zu erreichen. Um mehr Punkte als der Vorjahresmeister Gundelfingen zu holen, fehlt nur noch ein weiterer Sieg. Die 100-Tore-Marke hingegen wird schwerer, dafür wurde am Sonntag zu viel liegen lassen.

TSV Schwabmünchen Schneider, L. Kusterer, L. Boyer, Moser (46. Schmid), T. Uhde (46. N. Kusterer), Aschner, Di Maggio, Krist, P. Boyer (66. Högg), M. Uhde (69. Ammann), Gumpinger (46. Emirzeoglu)

TSV Jetzendorf Manhard, Geuenich, Rist, Beyreuther (82. Spielvogel), Nefzger (68. Schloßbauer), Greifenegger, Donnert, Nuhanovic (68. Pöllner), Holzmeier (59. Kobold), Stöckl, Heckmeier (59. Beiz)

Tor 1:0 Gumpinger (34.) - Schiedsrichter Breitruck (Oberhaching) Zuschauer 388.

Kurz nach dem feststehenden Aufstieg in die Bayernliga präsentiert der TSV Schwabmünchen seinen ersten Neuzugang. Der sportliche Leiter Matthias Vogel sicherte sich die Dienste von Torwarttrainer Guido Martin. Der 55-Jährige bringt reichliche hochklassige Erfahrung als Torhüter und Trainer mit nach Schwabmünchen.

Als aktiver Torhüter sammelte Guido Martin in Kempten, Betzigau, Sonthofen und Mindelheim viel Erfahrung auf höchstem Niveau. Nach seiner Karriere im Tor gründete er in Tussenhausen eine Torwartschule und übernahm zudem den Posten als Torwarttrainer bei vielen Topteams im Allgäu. Zuletzt war er vier Spielzeiten beim Bayernligisten TSV Kottern aktiv.

Mit Guido Martin will Schwabmünchen das Torwartspiel noch besser machen

Die Verpflichtung von Martin begründet Schwabmünchens sportlicher Leiter Matthias Vogel mit einfachen Worten: „Der Torhüter macht 50 Prozent des Spiels aus, und daher wollen wir uns in diesem Bereich noch mehr verbessern.“ Ein Vorteil ist, dass sich der neue Torwarttrainer und Stammtorhüter Fabio Zeche gut kennen. „Ich kenne Fabios Stärken, weiß aber auch, wo noch etwas geht“, so Martin.

Dass es ihn nun vom Allgäu nach Schwabmünchen verschlägt, erklärt der Experte so: „Es ist hier ein toller Verein, das Konzept der Schwabmünchner hat mich überzeugt. Außerdem will ich auf hochklassigen Niveau arbeiten.“ Vogel und Martin kenne sich schon lange, stammen beide aus Irsingen im Unterallgäu. „Mit Guido bekommen wir beste Qualität“, ist Vogel überzeugt.

Nicht nur Trainer für das Bayernligateam

Ein weiterer Grund für Martins Wechsel nach Schwabmünchen ist die Chance für ihn, bei den Schwarz-Weißen etwas aufzubauen. Künftig wird er direkt für das Training der Torhüter im gesamten Herrenbereich zuständig sein. Zudem wird Guido Martin die Torwarttrainer im Jugendbereich unterstützen. „Das Ziel ist es, die Torhüter schon früh auszubilden, an den Seniorenbereich heranzuführen. Dazu werden wir ein Ausbildungskonzept aufbauen“, so Martin.

Seit Dienstag sind die Schwabmünchner Fußballer in Partylaune. Denn seitdem ist klar, dass die Schwarz-Weißen Meister der Landesliga-Südwest sind und in die Bayernliga aufsteigen. Am Sonntag (15 Uhr, Siegmund-Arena, Schiedsrichter Moritz Breitruck, FC Deisenhofen) gegen Jetzendorf steht erst einmal Arbeit für die Titelträger an. Nach dem Spiel soll aber noch einmal richtig mit den Fans gefeiert werden.

„Das Motto ist ganz einfach: Siegen und Feiern“, so Abteilungsleiter Germar Thiele. Nach dem Spiel wird es Freibier geben und die Fans können mit dem Team nochmals ausgiebig den Titel feiern. Für Fußballfreunde steht am Sonntag zudem ein Doppelpack an, denn vor dem Landesligateam spielt die zweite Mannschaft (12.30 Uhr). „Es wäre super, wenn da schon Fans da sind“, hofft Thiele.

Landesligateam hat neue Ziele für die restliche Saison

Auch wenn die Titelfrage nun zugunsten der Schwabmünchner geklärt ist, wollen die Jungs von Trainer Emanuel Baum nicht nachlassen. „Wir werden jetzt nichts abschenken“, so Baum. Vielmehr hat sich das Team nun weitere Ziele gesetzt. Eines davon ist er, mehr Punkte als der Vorjahresmeister Gundelfingen zu holen. Die Nordschwaben hatten am Ende 76 Zähler. Somit gilt es für Schwabmünchen noch weitere sechs zu holen.

Doch das ist nicht das einzige Ziel. Die 100-Tore-Marke soll noch erreicht werden, heißt es aus Mannschaftskreisen. Da zeigt sich jedoch Trainer Emanuel Baum noch zurückhaltend. „Das wären drei pro Spiel, das ist nicht einfach. Da plane ich schrittweise. Erst einmal die 90 erreichen, dann schauen wir weiter“, so der Trainer, der es als „wichtig“ empfindet, dass sich das Team nach dem Titelgewinn neue Ziele gesetzt hat.

Emanuel Baum: Jeder will uns schlagen

Dass die Partie gegen Jetzendorf kein Selbstläufer wird, davon geht der Trainer aus. Zwar droht den Oberbayern keine Abstiegsgefahr mehr, aber nach einem schwachen Start ins Jahr 2026 gelang den Jetzendorfern zuletzt wieder ein Sieg. „Trainer Markus Pöllner ist sehr ehrgeizig, der will gegen uns was holen“, ist sich Baum sicher. Schwabmünchens Trainer ist auch überzeugt, dass die Schwarz-Weißen nun noch mehr gejagt werden: „Jeder will den Meister schlagen, das ist doch klar. Daher erwarten wir keine Geschenke, werden aber auch keine verteilen.“

Die Meistermannschaft wird in jedem Fall für Sonntag bereit sein. „Die Jungs hatten Mittwoch trainingsfrei, am Freitag haben wir wieder trainiert. Jetzt ist kurze Feierpause. Nach dem Spiel gegen Jetzendorf wollen wir nochmals mit den Fans feiern. Ich hoffe, dass viele kommen“, so Baum.

Es war etwa 19.45 Uhr, als auf dem Nebenfeld am Schwabmünchner Fußballplatz die ersten Raketen in den Himmel flogen. Und schon brach Jubel auf der Wiese auf, denn dort trainierte die Schwabmünchner Landesligamannschaft. Schnell war klar, dass das Feuerwerk nur eines bedeutet: Kontrahent Durach hat sein Nachholspiel in Rain verloren und so den Schwabmünchnern den vorzeitigen Titelgewinn und Wiederaufstieg in die Bayernliga gesichert. Dabei spielte mit Dennis Lechner ausgerechnet ein ehemaliger Schwabmünchner mit zwei Toren eine entscheidende Rolle.

In einer Jubeltraube lagen sich die Spieler in den Armen, ehe sie einen Kreis bildeten, in dessen Zentrum „Chef-Ansager“ Fabio Zeche laut schrie: „Was sind wir?“, und das Team mit „Meister sind wir“ antwortete. Der Rest war Freude pur, Spieler, Trainerteam und Teile der Vorstandschaft lagen sich jubelnd in den Armen. Auf dem Weg zum Hauptplatz gab es dann die erste Überraschung, denn auf der Videowand stand groß „Bayernliga wir kommen“. Schnell sammelte sich das Team, mit den ersten Bieren in der Hand, nochmals zum Foto mit passendem Hintergrund. Derweil gingen auf allen Kanälen die ersten Glückwünsche ein. „Thommy Rudolph war der Erste“, berichtet Kapitän Tim Uhde. Rudolph spielte zehn Jahre für den TSV und ist seit zwei Spielzeiten erfolgreich Trainer beim FC Gundelfingen – in der kommenden Saison einer der Schwabmünchner Gegner.

Schwabmünchner Aufstieg: Gefeiert wurde bis in die Morgenstunden

Fußballchef Germar Thiele kam erst später hinzu und wurde von der Mannschaft mit einer kräftigen Bierdusche empfangen. Bei seinem letztlich erfolglosen Fluchtversuch zeigte er aber überraschende Sprint-Qualitäten. Singend und tanzend ging es erst in der Kabine, später im benachbarten Restaurant, mit der Feier weiter. Bis weit nach Mitternacht feierten die Schwabmünchner den nun sicheren Titel, teilweise noch in ihren Trainingsklamotten samt Fußballschuhen.

Mit dabei war eine große Menge stolz auf das Geleistete. „Fünf Spiele vor Saisonende Meister zu sein, das ist schon eine Ansage“, jubelte der stellvertretende Abteilungsleiter Stefan Ammann. Auch Trainer Emanuel Baum stimmte in die Lobeshymnen ein: „Vor allem der Teamgeist war der Schlüssel zum Erfolg.“ Auch Schwabmünchens designierter Bürgermeister Benjamin Schorer stieß noch kurz zur Feier, um dem Team seine Glückwünsche auszusprechen. Was in Schwabmünchen nun noch fehlt, ist ein Rathausbalkon für die offizielle Meisterfeier.

Mannschaft bleibt wohl weitgehend zusammen

„Wir können jetzt vier Wochen lang feiern“, stellt Trainer Emanuel Baum fest, trotzdem wollen die Schwabmünchner die kommenden Spiele ernst nehmen. Für die anstehende Bayernligasaison sieht es so aus, dass das Team weitgehend zusammenbleibt. Zwar gab es dazu von offizieller Seite noch keine Bestätigungen, die Gerüchte deuten in jedem Fall in diese Richtung. Immer wieder betonten Trainer Baum oder der sportliche Leiter Matthias Vogel, dass „die Mannschaft auch in der Bayernliga mithalten kann.“ Abteilungsleiter Germar Thiele ist ebenfalls davon überzeugt: „Ich denke, wir werden uns schnell in der Liga etablieren können.“ Und für Sportdirektor Manfred Bock ist hauptsächlich eines wichtig: „Nie wieder Landesliga.“ Ein Ziel, das für die Schwabmünchner gar nicht so unrealistisch erscheint, vor allem wenn man sich die Entwicklung rund um den sportlichen Bereich ansieht. „Wir bieten mittlerweile ein Umfeld, das selbst in der Bayernliga nicht überall so ist“, zeigt sich Germar Thiele überzeugt.

Der Tag war wie gemacht für ein Freitagabendspiel. Bei frühlingshaftem Wetter trat Spitzenreiter Schwabmünchen beim Vorletzten Hollenbach an. In malerischer Kulisse der am Ortsrand gelegenen Sportanlage war das Ziel der Schwabmünchner klar: Den nächsten Schritt in Richtung Titel zu machen. Doch leicht war die Aufgabe nicht, denn trotz aller Fußballromantik auf dem Hollenbacher Sportgelände passte sich das Spielfeld im Hinblick auf den Zustand der ländlichen Umgebung an.

Am Ende reichte es für einen souveränen 3:0-Erfolg des Spitzenreiters. Doch lange taten sich die Schwabmünchner nicht nur wegen des Untergrunds schwer. Der TSV Hollenbach – mitten im Abstiegskampf – hielt lange dagegen und lauerte zeitgleich auf Konterchancen. Am Ende waren die Gastgeber jedoch zu harmlos und Schwabmünchen zu clever.

Fast immer im Ballbesitz

In der ersten Hälfte siegten die Schwabmünchner nur nach Punkten. Fast durchgehend im Ballbesitz versuchten sie immer wieder, ihr schnelles Kombinationsspiel über die Flügel aufzuziehen. Doch der Platz und giftig auftretende Hollenbacher schafften es immer wieder, den finalen Abschluss des Spitzenreiters zu unterbinden. Die Gastgeber beschränkten sich darauf, tief zu stehen und dann mit langen Bällen ihre Offensivkräfte in Szene zu setzen. In der Anfangsphase wäre dies fast aufgegangen. Nach eben solch einem Ball tauchte Martin Uhlemair frei vor Schwabmünchens Torhüter Fabio Zeche auf, doch dieser rettete souverän.

Auf der anderen Seite hatten Richard Gumpinger und vor allem Matteo Di Maggio die besten Tormöglichkeiten, doch zählbares sprang am Ende auch hier nicht heraus. So war der Spitzenreiter zwar in allen Belangen die überlegene Mannschaft, schaffte es aber vorerst nicht, dies auch in Tore umzumünzen.

Taktische Anpassung nach der Pause führt zum Erfolg

Zur zweiten Hälfte ersetzte Robin Glöckle den zurzeit glücklosen Matteo Di Maggio. Damit wollte Trainer Emanuel Baum einen weiteren Zielspieler in der Spitze haben, um auch mit Bällen in die Tiefe zu agieren. „Das Spiel über Außen brachte nichts ein, da wir bei diesen holprigen Rasen zu wenig Ballkontrolle hatten“, so der Trainer. Eine Maßnahme, die schnell Früchte zeigte. Die Schwabmünchner Chancen wurden besser. Am Ende war es jedoch ein Standard, der zum ersten Erfolg führte. Die gefühlt 15. Ecke fand den Kopf von Kapitän Tim Uhde, der den Ball in die Maschen wuchtete (52.).

Schwabmünchen blieb am Drücker, während von den Gastgebern kaum noch Aktionen kamen. Nach etwas mehr als einer Stunde war dann alles klar. Von Maik Uhde freigespielt, taucht Robin Glöckle frei vor dem Hollenbacher Tor auf und erzielt das 2:0 aus Sicht des Spitzenreiters. Eine knappe Viertelstunde vor dem Ende durften auch die Gastgeber sich über ihre zweite große Chance freuen, doch erneut blieb Fabio Zeche Sieger im Duell gegen Hollenbachs Uhlemair. Den Schlusspunkt setzte dann Maik Uhde zwei Minuten vor dem Ende, nachdem zuvor Simon Ammann den Spielaufbau der Gastgeber erfolgreich unterbunden hatte.

Schwabmünchens Trainer Emanuel Baum war am Ende zufrieden mit der Leistung seines Teams: „Drei Tore gemacht, keines kassiert, das passt. Die Partie war, ob der Bedingungen, nicht einfach zu spielen, aber das haben die Jungs gut gelöst.“ Die Schwabmünchner fuhren ohne zu glänzen drei weitere Punkte ein, oder wie Sportdirektor Manfred Bock feststellte: „Ein gutes Pferd springt nur so hoch, wie es muss.“

Sollte Schwabmünchens Kontrahent Durach am Samstag nicht gewinnen, sind die Schwarz-Weißen sicher Meister.

TSV Hollenbach: Hartmann, Burkhard, Baier, Zweckbronner (67. Fischer), Ruisinger, Cosar, Leitenmayer, Uhlemair (82. Högg), Kolacki, Frieser (67. Siedlaczek), Hungbaur (86. Falk)

TSV Schwabmünchen: Zeche, L. Kusterer, L. Boyer, Moser, T. Uhde, Aschner (82. Högg), Di Maggio (46. Glöckle), Krist (55. Schmid), P. Boyer (75. N. Kusterer), M. Uhde, Gumpinger (62. Ammann)

Schiedsrichter: Gabler (Hemau) - Zuschauer: 150

Tore: 0:1 T. Uhde (52.), 0:2 Glöckle (64.), 0:3 M. Uhde (88.)

Rechnerisch müssen die Schwabmünchner Fußballer noch fünf Punkte einfahren, damit ihnen der Titel in der Landesliga sicher ist. Doch schon am Wochenende ist die Chance groß, schon Klarheit zu haben. Gewinnen die Schwabmünchner in Hollenbach (Freitag, 18.15 Uhr, Krebsbach-Stadion, Schiedsrichter Noel Gabler, DJK Eichlberg/Neukirchen) und verliert Durach am Samstag gegen Kempten, sind die Schwarz-Weißen durch.

Doch genau dass wollen sie nicht. "Wir möchten den Titel nicht am Samstag auf der Couch holen. Unsere Hoffnung ist es, dass wir kommende Woche gegen Jetzendorf mit einem Heimsieg alles klar machen", so Trainer Emanuel Baum. Ähnlich sieht es Kapitän Tim Uhde: "Das wäre schon schöner so." Das bedeutet nichts anderes, als dass die Schwabmünchner am Wochenende ihren Konkurenten die Daumen drücken.

Das Gastspiel in Hollenbach wird kein Selbstläufer

Trotzdem gilt es für Schwabmünchen, erst einmal seine Hausaufgaben selbst zu machen, sprich in Hollenbach zu siegen. "Das wird nicht leicht", weiß Trainer Baum. Er bezeichnet den Gegner als "schwer auszurechnen, der an guten Tagen auftrumpfen kann, aber an schlechten Tagen auch leicht zu schlagen ist." Zudem sind auch die äußeren Umstände ein Fakt für Hollenbach. Da geht es eng her, die Zuschauer machen Stimmung und da es ein Freitagabendspiel ist, wird einiges los sein", so Baum.

Aber er glaubt auch an seine Mannschaft: "Die vergangenen beiden Spiele haben wir gezeigt was wir können. Die Jungs sind weiter richtig gut drauf." Bestätigen die Schwabmünchner ihren Aufwärtstrend, dann ist ein Erfolg beim Tabellenvorletzten drin. Auch wenn "sich der Gegner wehren wird", wie Baum überzeugt ist. Denn Hollenbach schnuppert noch mindestens an den Relegationsplätzen, wenn nicht sogar an direkten Klassenerhalt. Daher benötigt der Aufsteiger jeden Punkt.

Schwabmünchens Kader füllt sich wieder

Nachdem zuletzt einige Ausfälle die Optionen für Emanuel Baum und sein Trainerteam reduzierten, sieht es für das Spiel in Hollenbach besser aus. "Sicher fehlen Tim Heckmeier und Philip Gmell", so Baum. Die zuletzt noch angeschlagenen Manuel Schmid und Muhammed Emirzeoglu sind wieder im Training, Simon Paulus hat schon in der Vorwoche die ersten Schritte auf dem Platz gemacht. "Wahrscheinlich haben wir in Hollenbach neun Mann auf der Bank", freut sich Baum.

Pläne für eine spontane Meisterfeier am Samstag, sollte es die Konstellation hergeben, gibt es bislang keine. Die Schwabmünchner hoffen, dass Durach ihnen noch einen weiteren Gefallen macht, und den Schwarz-Weißen die Meisterparty gegen Jetzendorf ermöglicht.

Drei Tore in 14 Minuten waren der Grundstein für den 5:1-Erfolg des TSV Schwabmünchen gegen den FC Ehekirchen und für gute Laune nach der Partie. „Jetzt fehlen nur noch fünf Punkte, wenn überhaupt freute sich Abteilungsleiter Germar Thiele. Und so könnten die Schwarz-Weißen im Optimalfall in zwei Wochen zu Hause den Titel klar machen.

Die Gäste aus Ehekirchen hatten gegen bis in die Haarspitzen motivierte Schwabmünchner nichts zu holen. Gerade in der Anfangsphase wirkte der im Abstiegskampf befindliche FCE fast schon überfordert. Schon nach 26 Minuten sah sich Gästetrainer Käser zum ersten Wechsel gezwungen, das stand es jedoch schon 4:0. Und das völlig verdient, weil die Hausherren zielstrebig, konsequent und im Abschluss eiskalt agierten.

Schon der erste Angriff sitzt

Schwabmünchen konnte schnell in Führung gehen, weil schon der erste Angriff erfolgreich ausgespielt wurde. Wie so oft war es Maik Uhde, der mit einem perfekten Zuspiel Maximilian Krist in die Tiefe schickte. Der zurzeit formstarke Krist legte den Ball vom links in den Strafraum auf Richard Gumpinger, der seine Torjäger-Gene zeigte und den Ball über die Linie drückte. Nur wenige Minuten später schickte Maik Uhde Maxi Krist erneut auf die Reise und dieser vollstreckte diesmal selbst. Schwabmünchen lies nicht nach und erhöhte durch Maik Uhde auf 3:0. Dem Treffer war eine sehenswerte Vorbereitung von Maximilian Aschner und Richard Gumpinger vorausgegangen.

In diesem Tempo ging es fast weiter, denn nur vier Minuten nach dem dritten Treffer visierte Matteo Di Maggio den Pfosten an. Schwabmünchen kam immer wieder auf die selbe Art und Weise vors Tor: Ein schneller, tiefer Pass auf Außen und dann von der Grundlinie in den Strafraum. So fiel auch das 4:0, wobei sich da als Torschütze Ehekirchens Jakob Schaller eintragen lassen kann. Sein Versuch zu klären wurde zu einem durchaus feinem Flugkopfball ins eigene Tor. Die restlichen Minuten bis zur Pause waren eine Schwabmünchner Machtdemonstration, Ehekirchen sah kaum einen Ball aus der Nähe.

Die Dominanz bleibt auch nach dem Wechsel

Auch in der zweiten Hälfte hielten die Schwabmünchner weiter das Heft des Handelns in der Hand. Zwar agierten die Gastgeber nicht mehr ganz so druckvoll wie im ersten Abschnitt, hatten aber trotzdem die eine oder andere Torgelegenheit. Der nächste Schwabmünchner Treffer fiel dann in der 62. Minute. Nach einer Flanke von Matthias Moser setzte der gerade erst eingewechselte Robin Glöckle den Ball an den Pfosten. Der mit Glöckle ins Spiel gekommene Noah Kusterer stand aber goldrichtig um zum 5:0 abzustauben.

Auch nach dem fünften TSV-Treffer hatten die Hausherren nicht genug, doch am Ende waren es oft nur Zentimeter, die ein weiteres Schwabmünchner Tor verhinderten. In den Schlussminuten gelang den Gästen mit dem 5:1 noch ein wenig Ergebniskorrektur.

Nach dem zweiten 5:1-Sieg in Folge war Schwabmünchens Trainer Emanuel Baum natürlich zufrieden. „Das war vor allem in der ersten Hälfte eine richtig starke Leistung“, lobt er. Dass es nach dem Seitenwechsel nicht mehr ganz so dominant war, sieht Baum gelassen. „Wir haben oft gewechselt, dass unterbricht den Spielfluss. Aber wir sind trotzdem nicht schlechter geworden“, so der Trainer. Nachdem Kontrahent Durach am Wochenende erneut verloren hat, benötigen die Schwabmünchner nur noch fünf Punkte aus den ausstehenden sechs Spielen.

TSV Schwabmünchen: Zeche, L. Kusterer (46. Berger), L. Boyer, Moser, T. Uhde, Aschner (81. Paulus), Di Maggio, Krist (61. Ammann), P. Boyer (60. N. Kusterer), M. Uhde, Gumpinger (61. Glöckle)
FC Ehekirchen: Maiershofer, Schaller (46. Bauer), Tozakoglu, Hardok, Vollnhals (26. Füger), Ledl (81. Labus), Ettenreich (46. Lauber), Koschig, Burkhardt, Hollinger, Köstner
Schiedsrichter: Haase (Burglengenfeld) - Zuschauer: 227
Tore: 1:0 Gumpinger (4.), 2:0 Krist (8.), 3:0 M. Uhde (14.), 4:0 Schaller (25. Eigentor), 5:0 N. Kusterer (62.), 5:1 Hollinger (82.)

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