Nach der unnötigen Heimniederlage in der Vorwoche gegen Rosenheim stehen die Bayernligafußballer des TSV Schwabmünchen am Samstag unter Druck. Mit dem TSV Kottern (14 Uhr, Siegmund-Arena, Schiedsrichter Stefan Treiber, FC Zell-Bruck) ist ein Team zu Gast, dass derzeit extrem gut in Form ist. Das Hinspiel in Kottern haben die Schwarz-Weißen mit 1:0 verloren. Die Allgäuer mussten danach lange auf den nächsten Sieg warten, erst im September, nach sieben Spielen ohne Sieg konnten sie den nächsten Dreier bejubeln. Daher war Kottern lange im Tabellenkeller zu Hause. Doch seit einigen Wochen läuft es für das Team von Trainer Andreas Maier besser. Seit nunmehr sieben Spielen ist Kottern ungeschlagen, holte dabei sogar einen Punkt gegen Pipinsried.
„Diese Serie ist kein Zufall“, so Schwabmünchens Trainer Emanuel Baum. Die Allgäuer haben nach Ansicht Baums eine Spielidee, „die sie im Laufe der Saison konsequent weiterentwickelt und ausgebaut haben.“ Daher ist ihm klar, dass die Partie am Samstag kein Selbstläufer wird. „Kottern ist läuferisch stark, bringt ein gutes Kollektiv auf den Platz. Die sind defensiv stabil, gehen wenig ins Risiko“, ergänzt der Trainer.
Schwabmünchens Kaderprobleme machen es dabei dem Trainerteam nicht leichter. Weiter fehlen viele Spieler, am Dienstag waren nur 13 Feldspieler im Training. „Die Lage ist nicht gut, aber wir machen das Beste daraus“, so Baum, der überzeugt ist, „dass wir am Samstag elf Mann auf den Platz bekommen, die Bayernliga-Anspruch haben.“ Gerade in der Defensive, dort fallen die meisten Spieler aus, wird dies anspruchsvoll. „Das ist im Wettbewerb ab und an so. Wir nehmen es, wie es kommt“, sagt Baum.
Schwabmünchens Trainerteam hat sich den Gegner intensiv auf Video angesehen, am Mittwoch gab es auch für die Mannschaft ein Studium der bewegten Bilder. „Das ist nicht die Mannschaft, auf die wir am ersten Spieltag getroffen sind“, so Baum über die Entwicklung der Allgäuer.
Die Schwabmünchner brauchen dringend Punkte, im direkten Duell gegen den aktuellen Tabellennachbarn zählen die fast schon doppelt. „Dazu müssen in allen Belangen zulegen“, weiß Trainer Baum. „Fußballerisch haben wir die Qualität, Kottern zu schlagen, aber es muss auch der Rest stimmen“, fügt er hinzu. Damit meint er die Einsatzbereitschaft, wo er „mindestens 100 Prozent“ einfordert, vor allem aber den Umstand, dass die Mannschaft von Beginn an bei der Sache ist.
Ein frühes Gegentor wir gegen Rosenheim kann vorentscheidend sein. „Wir müssen vom Anpfiff an voll bei der Sache sein“, fordert der Trainer daher. Denn führen die Allgäuer, wird es ähnlich schwer wie gegen Rosenheim.