Der Erfolg der Schwabmünchner Fußballer vergangenen Samstag in Kirchanschöring hatte einen hohen Preis. Mit Manuel Schmid, Maximilian Aschner und Philipp Boyer mussten drei Akteure verletzt ausgewechselt werden, Maik Uhde ging schon angeschlagen ins Spiel und musste ebenfalls vorzeitig vom Platz. Ob einer aus diesem Quartett am Samstag gegen den SV Erlbach (14 Uhr, Siegmund-Arena, Schiedsrichter Moritz Fischer, SpVgg Ebermannsdorf) ist unwahrscheinlich. „Vielleicht Maik und Manuel. Bei Maxi und Philipp wird nichts gehen“, so TSV Trainer Emanuel Baum.
Besser macht es die Lage nicht, dass noch weitere Spieler, vor allem erkältungsbedingt, angeschlagen sind. So standen am Mittwoch nur 14 Spieler auf dem Trainingsplatz. „Das ist nicht toll, kann man aber nicht ändern“, so Baum. „Wir werden trotzdem alles geben“ verspricht er mit Blick auf die Partie gegen den Tabellendritten Erlbach.
Mit dem SV Erlbach kommt der aktuell Tabellendritte der Bayernliga in die Siegmund-Arena. Die Jungs aus dem Landkreis Altötting zählten in den vergangenen Jahren immer zur Bayernliga-Spitze. In der Saison 2015/2016 schafften es die Erlbacher zum ersten Mal in die Bayernliga und trafen dabei auch auf Schwabmünchen. Beide Spiele konnten damals vom TSV gewonnen werden. Für Erlbach ging es damals wieder zurück in die Landesliga. 2022/2023 gelang der erneute Aufstieg und die Oberbayern schafften im ersten Jahr den Klassenerhalt, ein Jahr später wurden sie Meister der Bayernliga Süd, verzichteten aber aufgrund der Auflagen auf den Aufstieg in die Regionalliga. Seitdem hat sich der SVE an der Bayernliga-Spitze festgesetzt.
Der SV Erlbach hat das Kunststück fertiggebracht, mit nur 18 erzielten Toren auf den dritten Rang zu stehen. Das funktioniert, weil die Defensive der Jungs aus dem tiefen Südosten Bayerns die mit Abstand Beste der Liga ist. Ganze sieben Gegentore mussten die Erlbacher bislang hinnehmen, rein rechnerisch ist das ein halbes Tor pro Spiel. Richtig minimalistisch war es bei den bisherigen Erlbacher Auswärts-Auftritten, denen ein Torverhältnis von 4:4 zu Buche steht.
Nicht nur wegen der vielen Ausfälle im TSV-Kader erwartet Schwabmünchens Trainer Emanuel Baum eine „harte Nummer“. Nicht nur die defensive Stärke der Erlbacher beeindruckt den Trainer. „Einen Großteil ihrer Tore resultieren aus Standardsituationen. Gut dass wir uns da in den vergangenen Spielen verbessert haben“, so Baum. „Natürlich wollen wir versuchen, Standards zu vermeiden, aber das lässt sich nie ganz verhindern“, ergänzt er.