Auch der erste Auswärts-Dreier ist in trockenen Tüchern

Der TSV Schwabmünchen kommt immer besser in Fahrt. Der Aufsteiger in die Bayernliga ist mittlerweile seit vier Spielen in Folge ungeschlagen und hat mit dem 3:0-Erfolg gegen den Mitaufsteiger FSV Pfaffenhofen nun auch den ersten Auswärtssieg eingetütet. Dabei profitierten die Schwabmünchner auch vom extremen Chancenwucher der Oberbayern, die eine Vielzahl hochkarätiger Torgelegenheiten ausgelassen haben.

Schwabmünchens Trainer Emanuel Baum war nach dem Spiel hochzufrieden, sprach von „einem verdienten Sieg.“ Vor allem, dass sein Team zum zweiten Mal in dieser Spielzeit ohne Gegentor geblieben war, freute Baum. „Ich denke, wir sind nun endgültig in der Liga angekommen“, stellte er nach dem Spiel fest.

Schwabmünchen schafft endlich den richtigen Start in die Partie

War es lange das Problem der Schwabmünchner, die Anfangsphase zu verschlafen, lief die gegen Pfaffenhofen deutlich besser. Der erste Angriff der Schwarz-Weißen führte zu einem Eckball, aus dem ein weiterer resultierte. Diesen brachte Matteo Di Maggio auf den langen Pfosten, wo sich Maik Uhde im Gewühl reaktionsschnell zeigte und den Ball über die Linie bugsierte. Die Gastgeber zeigten sich wenig geschockt und setzten die Schwabmünchner nach dem Treffer immer wieder unter Druck. Doch trotz einiger hochkarätiger Chancen samt Pfostentreffer gelang es den Pfaffenhofenern nicht, selbst zu treffen.

Nach etwa 20 Minuten meldeten sich auch die Schwabmünchner zurück im Spiel. Startschuss war ein Lattentreffer von Richard Gumpinger. Von da an war der TSV wieder im Spiel und hatte einige gute Gelegenheiten, doch auch die Gastgeber blieben nicht ungefährlich, versiebten erneut einige Großchancen. Besser machte es erneut Maik Uhde kurz vor der Pause. Von Maximilian Muha mit einem Traumpass in Szene gesetzt behielt Uhde vor Pfaffenhofens Torhüter Moritz Köhler die Nerven und stellte auf 2:0.

Nach dem Seitenwechsel hatten die Schwabmünchner den Gegner besser im Griff

Die zweite Hälfte begann ruhiger als die erste, Schwabmünchen hatte mehr Spielkontrolle und bei den Gastgebern schien die Hoffnung auf eine Wende nicht allzu groß zu sein. Die Zahl der Torgelegenheiten verringerte sich, wobei beide Teams weiter ihr Bestes dabei gaben, gute Gelegenheiten auszulassen. Nach 66 Minuten war dann der sprichwörtliche Sack zu, nachdem Richard Gumpinger ein Zuspiel von Matteo Di Maggio zum 3:0 verwertete.

Zwar spielten die Schwabmünchner kurz darauf in Unterzahl, nachdem Matthias Moser mit Gelb-Rot vom Platz musste. „Das war ärgerlich, denn Benedikt Berger stand schon zum Wechseln bereit, aber es gab keine Unterbrechung bis zum Foulspiel von Matthias“, so Emanuel Baum. Aber die Unterzahl änderte nichts an der Statik des Spiels, Schwabmünchen kontrollierte das Geschehen weiterhin.

Am Ende stand ein verdienter Erfolg der Schwabmünchner gegen einen Gegner, den die Schwarz-Weißen wohl mittlerweile als Lieblingsgegner bezeichnen, denn auch im siebten Aufeinandertreffen bleiben die Schwabmünchner gegen Pfaffenhofen unbesiegt. Für den TSV sorgt der Erfolg auch dafür, dass sie die Relegationsplätze verlassen haben und eine positive Tordifferenz aufweisen.

SV Pfaffenhofen/Ilm: Köhler, Kuchlbauer, Keskin (68. Zanker), Berger, Waas (56. Redl), Starzer, Senger, Nabi (46. Heigl), Leibelt (81. Kreizer), Brudtloff, Liebler (68. Binder)

TSV Schwabmünchen: Holthuis, L. Boyer, Schmid, Moser, Muha, Aschner (64. Gmell), Di Maggio (74. Paulus), P. Boyer, M. Uhde, Gumpinger (69. Berger), Speiser (56. Krist)

Schiedsrichter: Scheungrab (Passau) - Zuschauer: 480

Tore: 0:1 M. Uhde (5.), 0:2 M. Uhde (43.), 0:3 Gumpinger (66.)

Gelb-Rot: Moser (68. TSV Schwabmünchen), Kuchlbauer (83. FSV Pfaffenhofen)

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