„Geretsried, da ist noch was offen“, sagte Schwabmünchens sportlicher Leiter Matthias Vogel, als er nach den für ihn besonderen Spielen in der Bayernliga gefragt wurde. Der Grund liegt gar nicht lange zurück. In der vorletzten Spielzeit trafen die beiden Teams in der Relegation aufeinander. Das Ende ist bekannt. Diesen Schmerz wollen die Schwabmünchner tilgen.
TSV-Trainer Emanuel Baum hat das Leid damals nicht erfahren. Trotzdem stellt er klar: „Drei Punkte wären schon gut und wichtig.“ Denn Punkte sind dass, was den Schwabmünchnern in der Bayernliga noch fehlt. „Auch Einer wäre nicht schlecht“, relativiert Baum vor der Partie in Geretsried (Samstag, 14 Uhr, Isaraustadion, Schiedsrichter Torsten Wenzlik, TSV Velden). Mit einem Sieg stehen die Chancen gut, dass die Schwarz-Weißen das Tabellenende verlassen können.
„Es wird nicht einfach“, so Emanuel Baum. Bedeutungsvoll ist in seinen Augen, dass die Mannschaft gut ins Spiel kommt. „Wir sind bisher zu oft früh in Rückstand geraten, das muss sich ändern“, fordert er. Wie das gehen soll, klingt einfach: „Das A und O ist es, von Beginn an hellwach zu sein. Dann muss erst einmal hinten die Null stehen bleiben, dann müssen wir offensiv wirken.“ Dass die Schwabmünchner eigentlich defensiv ganz gut unterwegs sind, haben sie durchaus bewiesen. Vor allem gegen Heimstetten stand die Abwehr nach dem wackeligen Beginn stabil.
Eine weitere Baustelle ist die Torausbeute. Drei Treffer aus vier Spielen, davon nur einer aus dem laufendem Spiel. Das ist ausbaufähig. „Die Chancen erarbeiten wir uns mittlerweile“, urteilt Baum. Damit hat er recht. Seit dem offensiv magerem Auftritt in Kottern haben sich die Schwabmünchner gesteigert und Torgelegenheiten kreiert. „Aber die Bayernliga ist ein anderes Pflaster. Da müssen wir noch effektiver werden“, so Baum, der aber auch lobt: „Wir haben zuletzt gezeigt, dass wir das können.“
Guter Dinge ist Baum auch, wenn er auf seinen Kader blickt. Denn die Zahl der Ausfälle ist mittlerweile wieder überschaubar. Neben den bekannten Langzeitausfällen fehlt nur der rotgesperrte Maximilian Muha sicher. Bei Fabio Zeche ist ein Einsatz noch eher unwahrscheinlich. Ein kleines Fragezeichen steht bei Maximilian Krist, Richard Gumpinger und Maximilian Aschner. „Ich hoffe, dass wir jetzt über einen längeren Zeitraum wieder mehr oder gar alle Spieler haben“, so Emanuel Baum. Denn dies gibt dem Trainer nicht nur mehr Optionen im Spiel, sondern auch im Training.
Zum Spiel am Samstag in Geretsried setzt der TSV Schwabmünchen einen Bus ein. Auch Fans können mitfahren, Abfahrt ist am Samstag. 10.30 Uhr am Sportgelände.