Diese Niederlage ist zu hoch ausgefallen

Die Vorgabe von Schwabmünchens Trainer vor der Partie gegen den TSV 1860 München war klar: Besser spielen als in Kottern. Bei einer guten Leistung hat der Coach vorgegeben, dass er sogar mit einer Niederlage leben hätte können. Diese Zielvorgabe haben die Schwabmünchner nur bedingt erfüllt. Gegen eine Münchner Mannschaft, die aus weiten Teilen des künftigen Regionalligakaders bestand, setzte es eine 1:5-Niederlage.
Ein Ergebnis, welches am Ende zu deutlich ausfiel. Schwabmünchner verteidigte lange geschickt und effizient, doch in den Schlussminuten der Partie kassierte der Aufsteiger drei Treffer, die dafür sorgen, dass das Ergebnis nicht dem Spielverlauf widerspiegelt.

Schwabmünchen zieht mit einer Fünferkette den Löwen den Zahn

Mit der taktischen Ausrichtung der Schwabmünchner zum Start in die Partie war schnell klar, dass die Gastgeber nicht darauf aus sind, das Spiel zu machen. Erstmals agierten die Schwarz-Weißen mit einer Fünfer-Abwehrkette mit Lucas Kusterer, Luca Boyer und Maximilian Muha im Zentrum und Manuel Schmid und Maximilian Aschner auf den Außenpositionen.
Und die Gastgeber machten das richtig gut. Schwabmünchen verteidigte effektiv, wirklich gute Torgelegenheiten gab es für die Münchner kaum, während die Hausherren auf Konter lauerten. Doch nach 20 Minuten stand Löwe Luis Pereira de Azambuja nach einem Abpraller goldrichtig und brachte die 1860er in Führung. Dieses Ergebnis konnten die Schwabmünchner bis zur Halbzeit halten.

Der TSV 1860 München wechselt den Sieg ein

Auch in der zweiten Hälfte bot sich dasselbe Bild. Schwabmünchen verteidigte weiter hocheffizient und zeigte viel Einsatz, so wie Maxi Aschner, nach 53 Minuten einen schon sicher im Tor geglaubten Schuss der Münchner noch weggrätschte. Nach gut einer Stunde wechselte Münchens Trainer Alper Kayabunar den Sieg ein. Denn Angreifer Arian Ortivero Calderon stand wenige Minuten nach seiner Einwechslung goldrichtig und erhöhte nach einem Querpass auf 2:0.
Nach dem zweiten Gästetreffer war Schwabmünchen besser im Spiel und kam zu einigen Chancen. Nach einer Ecke folgte ein Münchner Handspiel im Strafraum und Maximilian Krist sorgte per Strafstoß für den ersten Bayernligatreffer des Aufsteigers (77.). Doch Freude und Hoffnung währten nur kurz. Nur vier Minuten später erreichte ein weiter Schlag der Münchner erneut Arian Ortivero Calderon und der stellte auf 3:1, zwei weitere Minuten später machte er seinen Hattrick komplett. In der Nachspielzeit trafen die Münchner nochmals.

„Die ersten 80 Minuten haben wir das umgesetzt, was wir machen wollten. Nach dem Anschluss hatten wir schon die Hoffnung, dass da was geht“, so Schwabmünchens Trainer Emanuel Baum. „Aber mit dem ersten Ball nach dem 2:1 haben wir das schnelle Gegentor bekommen, dann war das Spiel entschieden. Die letzten Gegentore waren unnötig“, ergänzt er. „Das Ergebnis war zu hoch und spiegelt nicht den Spielverlauf wider“, so Baum weiter.

TSV Schwabmünchen: Holthuis, L. Kusterer, L. Boyer, Schmid, Muha (80. Paulus), Aschner (78. Berger), Di Maggio (70. Krist), P. Boyer, M. Uhde, Gumpinger (63. Gmell), Speiser (70. Emirzeoglu)

TSV 1860 München II: Eicher, Fiedler, Bell, Faßmann, Weber (46. Hoppe), Wach, Grancay, Leone (59. Ortivero Calderon), Pereira de Azambuja, Erdogan (67. Gosalci) (74. Porta), Niederlechner (59. Moumou)

Schiedsrichter: Wagner (Ingolstadt) – Zuschauer: 802

Tore: 0:1 Pereira de Azambuja (20.), 0:2 Ortivero Calderon (69.), 1:2 Krist (77. Foulelfmeter), 1:3 Ortivero Calderon (81.), 1:4 Ortivero Calderon (83.), 1:5 Fiedler (90.+1)

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