Auftakt in Bayernliga missglückt

Die große Hoffnung auf Punkte zum Saisonstart in die Fußball Bayernliga blieb für den TSV Schwabmünchen unerfüllt. Der Aufsteiger unterlag beim TSV Kottern völlig verdient mit 1:0. Die Schwarz-Weißen waren guter Dinge ins Allgäu gereist, denn nach dem starken Auftritt im Pokal gegen Landsberg wähnte man sich bereit für die Bayernliga.

Dass dies am Ende nicht der Fall war, lag vor allem daran, dass kaum ein Feldspieler in Normalform auftrat. Am Ende war es Torhüter Lasse Holthuis, der den verletzten Fabio Zeche vertrat, der als einziger Bayernligaansprüchen genügte. Zwar zeigte der junge Keeper bei Ecken gelegentlich Unsicherheiten, sorgte aber mit einigen starken Paraden dafür, dass Kottern nicht noch öfter traf.

Bayernligaauftakt: Nach 20 Minuten war Schwabmünchen nicht mehr anwesend

Der Auftakt ins Spiel verlief durchaus vielversprechend. Zwar hatten die Gastgeber schon nach gut vier Minuten die erste große Chance, doch Schad jagte den Ball aus kurzer Distanz über das Tor. Danach entwickelte sich ein offenes Spiel, beide Teams versuchten, sich weiter Torgelegenheiten zu erarbeiten. Die Schwabmünchner schafften es dabei meist erfolgreich, den Spielaufbau der Allgäuer schon früh durch hohes Anlaufen zu unterbinden.

Doch nach gut 30 Minuten war ein nicht zu erklärender Bruch im Schwabmünchner Spiel. Der Aufsteiger kam kaum noch in die Zweikämpfe, die Fehlpässe häuften sich. Als Kotterns Mittelfeldmotor Roland Fichtel nach 36 Minuten verletzt vom Platz musste, hofften die mitgereisten Fans, dass Schwabmünchen davon profitieren könnte und wieder ins Spiel findet. Doch das Gegenteil war der Fall. Der für Fichtel eingewechselte Markoi Jozic hatte nur Sekunden nach seiner Hereinnahme die erste gute Chance, kurz darauf stand er im Strafraum goldrichtig und verwertete einen schlecht abgewehrten Ball zur Kotterner Führung.

Auch in der zweiten Hälfte enttäuscht der Aufsteiger

Auch nach dem Seitenwechsel fanden die Schwabmünchner nicht in die Spur. Vor allem, weil die einfachen Dinge nicht klappten. Unzählige unnötige Ballverluste durch Fehlpässe und schlechte Ballannahmen prägten das Spiel der Schwarz-Weißen. So schenkte der Aufsteiger den Gastgebern immer wieder den Ball und dadurch Chancen, nur Lasse Holthuis sorgte dafür, dass der knappe Rückstand Bestand hatte.

Erst in der Schlussphase, als Schwabmünchen es mit der Brechstange versuchte, kam der Aufsteiger zu ersten Chancen, die am Ende jedoch im Nichts verpufften. Kein Wunder, dass Schwabmünchens Trainer Emanuel Baum nach der Partie bedient war. „Wir haben gut angefangen, ab nach 25 Minuten war ein Bruch im Spiel. Danach ist uns nichts mehr gelungen“, so Baum, der vor allem zwei Dinge bemängelte: „Das waren zu viele unnötige Ballverluste. Zudem haben wir keine Abschlüsse gesucht.“ Das war in der Tat ein großes Problem. Die Schwabmünchner suchten in den Phasen, in denen sie mitspielten, viel zu selten den direkten Weg zum Tor. So hatten sie am Ende auch kaum Torschüsse, weil zu viele Angriffe am Ende in Alibi-Pässen verpufften.

TSV Kottern: Mormone, Miller, Ender, Watari, Lorenz (81. Günes), Fichtl (36. Jozic), Schad, Bär (94. Dagtekin), Bareis, Keckeisen, Dudukovic (50. Hackenschmidt) (86. Qosaj)

TSV Schwabmünchen: Holthuis, L. Kusterer, L. Boyer, Köbler (46. Gmell), Aschner (81. Berger), Paulus (77. N. Kusterer), Di Maggio, Krist (64. Ammann), P. Boyer, M. Uhde, Speiser (64. Glöckle)

Schiedsrichter: Jäcker (Weilheim) – Zuschauer: 481

Tore: 1:0 Jozic (39.)

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