Der TSV Schwabmünchen empfängt FC Pipinsried zum Bruderduell

Ist es ein Test oder doch schon Wettkampf? Bei der Frage ist Schwabmünchens Trainer Emanuel Baum hin- und hergerissen. Am Ende bleibt er diplomatisch: „Es ist ein Test unter Wettkampfbedingungen“, sagt er über die Pokalpartie gegen den FC Pipinsried (Samstag, 16 Uhr, Siegmund-Arena, Schiedsrichter Maximilian Riedel, FC Horgau). Eines ist klar: Nach Spielen gegen Bezirks- und Regionalligisten ist dies die erste Partie gegen einen Gegner aus derselben Liga.
Der FC Pipinsried schloss die Bayernliga in der Vorsaison auf Rang sechs ab, dürfte also einen spannenden Prüfstein für die Schwabmünchner darstellen. Das letzte Aufeinandertreffen beider Teams war vor gut sieben Jahren, ebenfalls in der Bayernliga. Da hatten die Oberbayern in beiden Spielen das bessere Ende für sich.

Bruderduell: Maximilian und Benjamin Krist werden wohl direkte Gegenspieler sein

Für zwei Spieler könnte der Samstagnachmittag besonders werden. Denn Schwabmünchens Maximilian Krist hat seinen Bruder Benjamin als Gegenspieler: „Ich spiele auf Linksaußen, Benni ist Rechtsverteidiger. Da kommt es zum direkten Duell.“ Und will Maxi als großer Bruder für sich entscheiden. Ein Duell, auf das sich auch TSV-Trainer Baum freut: „Wenn Maxi da nicht voll motiviert ist, wann dann?“
Verzichten müssen die Schwabmünchner auf Stürmer Richard Gumpinger, der privat verhindert ist. Sehr fraglich ist auch der Einsatz von Tim Uhde, dem ein längerer Ausfall drohen könnten. „Das wäre bitter, Tim ist ein wichtiger Faktor für uns“, so Baum. Sonst kann Schwabmünchens Trainer aus dem Vollen schöpfen. Dies will er auch ausnutzen. „Es soll auch für unsere Jungen wieder ein paar Spielminuten geben“, sagt Baum. Im Tor wird dieses Mal Neuzugang Lasse Holthuis stehen.

TSV Schwabmünchen: Ein Erfolg muss nicht unbedingt gut sein

„Wenn wir 100 Prozent geben, dann können wir schon etwas holen“, ist sich Emanuel Baum mit Blick auf die Pokalpartie sicher. Und eigentlich wollen die Schwabmünchner das auch. Aber es gibt auch eine andere Seite. Kommt der TSV weiter, steigt die nächste Runde am 1. Spieltag der Bayernliga. Der wird dann verschoben. „Das heißt, wir müssen dann unter der Woche nach Kottern fahren“, stellt Baum fest. Was für die Schwabmünchner mit viel Aufwand verbunden ist. „Unsere Spieler gehen nun mal auch zur Arbeit“, so Baum.
Doch selbst, wenn die Schwabmünchner nicht weiterkommen, ist der erste Spieltag nicht gesichert, denn auch Kottern spielt im Pokal. „Kommen die weiter, ist es dasselbe“, so Baum. Absurd wird es, wenn die Pokalpartie am Ende Kottern gegen Schwabmünchen heißen würde. Dann wird am ersten Spieltag das Pokalmatch gespielt und das Ligaspiel nachgeholt.

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