„Das Spiel gegen Rain ist abgehakt, da mit Blick auf den Vorsprung nichts passiert ist“, sagt Schwabmünchens Co-Trainer Sebastian Deutscher. Da sind die Schwabmünchner dem TSV Hollenbach durchaus dankbar, dass dieser den Verfolger aus Durach besiegt hat. Denn sonst wäre der einst komfortable Vorsprung der Schwabmünchner weiter geschmolzen. Damit dies auch so bleibt, muss sich jedoch einiges bei den Schwarz-Weißen ändern.
Deshalb ist am Sonntag (15 Uhr, Siegmund-Arena, Schiedsrichter Raphael Salzberger, FC Mühldorf) gegen das Schlusslicht aus Oberweikertshofen ein Sieg fast schon Pflicht. „45 gute Minuten werden da genauso wenig genügen, wie in Rain. Kein Gegner wird uns etwas schenken“, so Deutscher. Zumal die Oberbayern ums nackte Überleben kämpfen und jeden Punkt benötigen.
Noch einmal blickt Deutscher auf das Spiel in Rain zurück: „Am Sonntag ist eine 100-prozentige Steigerung notwendig. Und das in allen Belangen.“ Gerade im Verlauf der ersten Hälfte haben die Schwabmünchner da einiges vermissen lassen. „Wir müssen von der ersten Minute an da sein, Gier zeigen und konzentriert sein“, fordert der Co-Trainer. Dies soll vor allem vor dem Tor helfen. Denn in den vier Rückrundenpartien haben die Schwabmünchner nur fünfmal getroffen. Eine schwache Quote, waren es in der Hinrunde doch drei Treffer pro Spiel.
Von einer Torflaute will Sebastian Deutscher trotzdem nicht sprechen: „Wir sind ein Team ohne explizierten Torjäger. Bei uns können viele Spieler die Tore machen. Und zuletzt war auch ein wenig Spielpech dabei.“ Trotzdem fordert er beim Abschluss mehr „Willen und Gier“ ein. „Wenn das wieder in die Köpfe kommt, wird nach dem Spiel niemand mehr über eine Torflaute sprechen“, ist er überzeugt.
Das Schlusslicht Oberweikertshofen war lange Zeit ein ungeliebter Gegner der Schwabmünchner. Immer wieder waren die Oberbayern als Stolperstein gut. Doch mit ihrer bisherigen Bilanz ist es möglich, dass die Schwarz-Weißen zum ersten Mal beide Spiele gegen den SCO gewinnen können. Leidtragender wäre dann ein in Schwabmünchen nicht unbekannter: Paolo Maiolo. Der ist seit dem Jahreswechsel Trainer beim Schlusslicht. In gleicher Funktion war er fast 100 Spiele für den TSV aktiv. Sechs Spieler aus seiner Zeit, darunter Maik und tim Uhde, sind immer noch im Schwabmünchner Kader.
Sebastian Deutscher misst Maiolos Schwabmünchen-Vergangenheit keine Bedeutung zu: „Ich selbst kenne ihn nicht, und unsere Mannschaft ist eine andere wie damals. Daher ist mir das egal. Wir müssen auf uns und unsere Leistung blicken.“ Dazu kann Deutscher wieder auf fast den ganzen Kader zurückgreifen. Anders als Maiolo, der auf Maximilian Schuch verzichten muss. Der torgefährlichste SCO-Akteur sah vergangene Woche Rot. Schuch trug – vor mehr als zehn Jahren – auch schon das Schwarz-Weiße Trikot, ebenso wie SCO-Torhüter Elias Reinert.