Nicht wenige Fußballer und Fußballfans winken beim Thema Hallenfußball ab. Auch wenn beim Landkreisfinale 500 Zuschauer dabei waren, mit Futsal werden weiterhin wenige Spieler und Fans warm. So war es auch kein Wunder, dass die Plätze beim Turnier des TSV Schwabmünchen schnell weg waren. „Die erste Frage der Vereine war immer, ob wir wieder mit Bande spielen. Das machen wir und daher wurde schnell zugesagt. Egal, ob bei den Herren oder in der Hallenwoche für den Nachwuchs“, so Patrick Stark vom TSV Schwabmünchen.
Neben den Gastgebern, die vorwiegend mit ihrer U19 antraten, waren Langerringen, Lagerlechfeld, Schwabegg, Hurlach, Mittelneufnach und Großaitingen mit dabei. Neben gutem Fußball versprach diese Konstellation auch viele Derbys, die auch für Stimmung in der sehr gut gefüllten Halle der Leonhard-Wagner-Schule sorgten. Für Unmut beim Gastgeber sorgten die immer wiederkehrenden Probleme mit der Halle selbst. Dieses Mal war es die Tribüne, die nur mit massivem Personal- und Kraftaufwand herausgezogen werden konnte, und die unzuverlässige Hallenuhr.
Schwabegger Minimalisten
Satte 90 Tore gab es in den 21 Spielen – gespielt wurde im Modus jeder gegen jeden – zu bejubeln. Einzig der SV Schwabegg verweigerte sich dem Torreigen. Nach sechs Partien hatte der Kreisligist ein Torverhältnis von 7:9. Der Minimalismus genügte aber immerhin zum dritten Rang. Die Gastgeber des TSV Schwabmünchen sind fast ausschließlich mit Akteuren ihrer U19 angetreten. Am Ende reichte es zum vierten Rang. Trainer Dominik Sammer war dabei überzeugt, dass sein Team beim Turnier viel gelernt hat: „Es ist dann doch was anderes, wenn man gegen erfahrene Erwachsene spielt. Alleine die Körperlichkeit hat die Jungs gefordert.“
Dazu boten die jungen Schwabmünchner auch viel Unterhaltungswert, die drei torreichsten Partien des Turniers waren alle mit Beteiligung der Gastgeber. Das Offensive zwar schön ist, aber nicht immer zum großen Erfolg führt, bekam die SpVgg Lagerlechfeld zu spüren. Der Bezirksligist war zwar mit 25 Toren das offensiv gefährlichste Team, wurde jedoch nur Zweiter – auch weil das Duell gegen Langerringen mit 2:5 verloren wurde. Das war für Langerringen mit einer der Schlüssel zum Turniersieg. Der Zweite war, dass die Langerringer die richtige Mischung aus Offensive und Defensive gefunden hatten. Mit den wenigsten Gegentoren, aber ohne Niederlage, wurde die SpVgg Turniersieger.
Endspiel um den letzten Platz
Der Modus „Jeder gegen Jeden“ sorgte für Spannung bis zum Ende. Erst in den letzten Partien wurden viele der Platzierungen vergeben. So hofften die Schwabmünchner auf einen Langerringer Sieg gegen Hurlach, während Lagerlechfeld gerne eine Niederlage gesehen hätte. Am Ende siegte Langerringen klar, holte sich den Titel und sicherte Schwabmünchen Rang vier. Im letzten Spiel des Turniers ging es zwischen Großaitingen und Mittelneufnach um den letzten Platz. Den Großaitingern hätte ein Punkt genügt, um diesen zu vermeiden, doch das Team aus den Stauden machte nicht mit und vermied mit seinem einzigen Turniersieg die Rote Laterne.